Interview mit Evelyne Aschwanden
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Interview mit Evelyne Aschwanden

Interview mit Evelyne Aschwanden zu ihrem Buch “GHOSTS – Das Erbe der Seherin”

Evelyne Aschwandens neues Buch “GHOSTS – Das Erbe der Seherin” kommt bereits am kommenden Montag, den 17.05.21 heraus. Es ist ein spannendes, emotionales Buch, welches die Freundschaft zwischen zwei ungleichen jungen Frauen thematisiert. Ich durfte das Buch bereits vorab lesen und bin sehr begeistert davon. Am Montag werde ich hier auch mehr erzählen, allerdings verrate ich schon so viel, dass ich es definitiv weiterempfehlen kann!

Für alle, die mehr wissen wollen, habe ich hier natürlich auch den Klappentext:
“Nachdem die High School-Schülerin Ellie unerwartet ums Leben kommt, kehrt sie nicht nur als Geist in diese Welt zurück, sondern muss auch feststellen, dass ihre beste Freundin Skye ihr zu Lebzeiten eine Menge verheimlicht hat: Sie besitzt die Fähigkeit, Geister zu sehen – und es ist ihre Aufgabe, verlorene Seelen ins Jenseits zu geleiten.
Ellie hat allerdings kein Interesse daran, die Welt der Lebenden zu verlassen. Gleichzeitig ist Skye noch nicht bereit, sich von ihrer besten Freundin zu verabschieden, obwohl sie weiß, dass Ellie nicht bleiben darf. Als die Stadt von einem mächtigen Geist heimgesucht wird, können die beiden jedoch nicht mehr länger vor der Realität davonlaufen. Denn nun liegt es ausgerechnet an ihnen, das Gleichgewicht zwischen Diesseits und Jenseits wiederherzustellen …”

Heute habe ich ein Interview mit der Autorin für euch. Wir haben darüber geredet, wie ihre Recherche für den Roman aussah, welcher Charakter ihr am meisten Spaß gemacht hat und wieso wir mehr Bücher über Freundschaft auf dem Markt brauchen. Vielen Dank, liebe Evelyne, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast!


Erzähl uns doch zuerst einmal wie dein Schreibprozess normalerweise aussieht. Plottest du viel oder legst du eher einfach drauf los?

Tatsächlich habe ich früher so gut wie gar nicht geplottet. Nachdem mich das aber mehrmals in Sackgassen geführt hat, habe ich begonnen, mich mit Plot-Theorien zu befassen. Inzwischen plotte ich extrem detailliert und komme sehr gut damit zurecht.

Gibt es andere AutorInnen, die Vorbilder für dich sind?

Natürlich alle großen Selfpublisher*innen in der deutschsprachigen Bücherbubble wie z.B. Mira Valentin oder Elvira Zeißler. Vom Schreibstil und den Figuren her bin ich ein riesiger Fan von V.E.Schwab: Sie ist für mich die unübertroffene Königin im Urban Fantasy-Bereich.

Wieso hast du dich fürs Selfpublishing entschieden?

Das war anfangs nicht eine bewusste Entscheidung. Als ich mein erstes Buch veröffentlicht habe, wollte ich in erster Linie einfach mein eigenes Buch in den Händen halten. Doch das hat mir dann so viel Spaß gemacht, dass ich einfach weitergemacht habe. Inzwischen kann ich mir nichts Anderes mehr als das Selfpublishing als Veröffentlichungsart vorstellen.

Wie bist du auf die Idee zu „GHOSTS – Das Erbe der Seherin“ gekommen?

Ursprünglich hatte ich einen Traum von einem Jungen, der starb und als Geist in diese Welt zurückkehrte. Daraus entwickelte sich dann über längere Zeit die Geschichte von Ellie und Skye, die inzwischen gar nicht mehr wirklich viel mit der Ursprungsidee zu tun hat 😉

In der Geschichte steht ja die Freundschaft zwischen Ellie und Skye im Vordergrund und keine Liebesgeschichte. Wieso hast du dich dafür entschieden?

Ich persönlich finde es schade, dass es so wenige Bücher da draußen gibt, die auf Freundschaft fokussieren. Meist steht ja romantische Liebe im Vordergrund. Dabei gibt es so viele andere Arten von Liebe in unserem Leben, unter anderem eben die Liebe zwischen zwei besten Freund*innen. Ich habe mich bewusst entschieden, dies in GHOSTS in den Mittelpunkt zu stellen, da ich selbst gerne mehr solcher Bücher lesen möchte.

Welchen Charakter hast du besonders gerne geschrieben?

Ich mag alle Charaktere mit ihren Stärken und Schwächen, aber aus Ellies Sicht zu schreiben, hat mir definitiv am meisten Spaß gemacht. Sie hat einfach einen großartigen Humor und eine wunderbare Tendenz zum Sarkasmus.

Und gibt es auch einen, den du überhaupt nicht mochtest, oder der dir schwer fiel zu schreiben?

Nein, das kann ich so nicht sagen.

Wieviel Recherche musstest du für dieses Buch betreiben? Falls du einen hast, erzähl uns doch einen interessanten Fakt, den du dabei herausgefunden hast.

Ich habe vor allem über verschiedene Totenkulte, Bestattungsrituale und Geistermythen in verschiedenen Kulturen auf der Welt recherchiert. Etwas, das mir dabei besonders im Kopf geblieben ist, ist eine Völkergruppe in Indien, die seine Toten in regelmäßigen Abständen wieder ausgräbt, um sie zu waschen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Das fand ich gleichzeitig super spannend und extrem gruselig.

Zwischen welche beiden Bücher würdest du dein Buch in einer Buchhandlung legen?

Vermutlich irgendwo zwischen „Lockwood & Co.“ von Jonathan Stroud und „Cemetery Boys“ von Aiden Thomas.

Was würdest du neuangehenden AutorInnen raten?

Bleibt ran! Schreiben ist nicht immer einfach, aber wir alle haben mal klein angefangen. Solange du am Ball bleibst, wirst du dein Ziel irgendwann erreichen.

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2 Kommentare

  1. […] habe im Vorfeld ein Interview mit der Autorin geführt. Dieses kann hier gelesen […]

  2. […] Dilogie. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil. Die Rezension zu diesem findet ihr hier.Hier gibt es außerdem ein Interview mit der […]

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