Cover "Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin"
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Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin

Rezension zu „Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ von R.F. Kuang

Dies ist eine Rezension zum zweiten Teil einer Reihe. Die Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zur Rezension zu Teil 1.

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin
Originaltitel: The Dragon Republic
Reihe: Die Legende der Schamanin Band 2
Autorin: R.F. Kuang
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Blanvalet
Seiten: 800
Kauflink: Amazon
Preis: 16,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

„Rin ist auf der Flucht. Noch immer verfolgen sie die Gräueltaten, die sie begangen hat, um ihr Volk zu retten. Sie ist dem Opium verfallen und folgt auf Gedeih und Verderb den tödlichen Befehlen von Phoenix, dem erbarmungslosen Gott, der Rin ihre beängstigende Kraft verliehen hat. Rins einziger Grund weiterzuleben, ist der Wunsch nach Rache an der verräterischen Kaiserin, die ihre Heimat Nikan an ihre Feinde ausgeliefert hat. Rin hat keine andere Wahl, als sich mit dem mächtigen Drachenkriegsherrn zu verbünden. Dieser plant Nikan zu erobern, die Kaiserin zu stürzen und eine neue Republik zu gründen. Rin schließt sich seinem Krieg an. Denn schließlich ist kämpfen das, was sie am besten kann …“

Klappentext "Im Zeichen der Mohnblume - Die Kaiserin"
Zitat:

„Sie hörte eine Symphonie von Schreien, von vielen Stimmen wie von einzelnen Stimmen, von Speerly- oder Mugini-Stimmen – es spielte keine Rolle, da wortlose Qual keine Sprache besaß.“

Meine Meinung:

„Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ wurde mir freundlicherweise vom Blanvalet-Verlag über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Nachdem Rin den Krieg zwar gewonnen, dabei jedoch selbst schreckliche Gräueltaten begangen hat, ist sie dem Opium verfallen. Alles was sie sich noch wünscht, ist der Tod der Kaiserin, denn diese hat ihr Land verraten und den Krieg überhaupt erst herbeigeführt. Doch ihre Mission scheitert. Sie sieht sich gezwungen, sich mit dem Drachenkriegsherrn zu verbünden, der das Reich stürzen und eine Republik gründen will. Und Rin soll dabei seine Waffe sein.

Während der erste Band mit so etwas wie einem Schimmer Hoffnung endete, scheint dieser zu Beginn dieses Buches bereits in Verzweiflung übergegangen zu sein. Die Charaktere sind seit Monaten dabei, eine unmöglich scheinende Mission vorzubereiten, was deutlich erschwert wird durch Rins Opiumsucht. In diese Hoffnungslosigkeit mischt sich nach und nach eine neue Chance, ein neuer Weg.

Ich muss gestehen, dieses Buch zu lesen fiel mir manchmal etwas schwer und ich denke, das ist auch so gewollt. Eigentlich bin ich nach dem ersten Teil davon ausgegangen, dass die langgezogenen Kriegszustände nun ein Ende hätten und war neugierig, wohin die Reise gehen würde. Aber tatsächlich führte diese nur in den nächsten Krieg. Eroberungsfeldzüge, Belagerungszustände, Verteidigungsschlachten und das Warten auf die nächste Auseinandersetzung – die Autorin ist eine Meisterin dies alles so darzustellen, als sei man selbst dort. Und so gut dies auch geschrieben war, so schwierig machte es das Lesen! Und trotzdem konnte ich oft genug nicht aufhören zu lesen, weil es einfach so spannend war! Dies ist definitiv kein Buch für zwischendurch. Man muss sich darauf einlassen und mit allem rechnen.

Einzig in der letzten großen Schlacht des Buches gab es eine neu erfundene Technik, mit welcher Rin sich einem Gegner stellt, die sich leider jeglicher Logik entzieht. Dies ist natürlich nur ein Problem auf wenigen Seiten dieses doch sehr langen Buches, daher hat es mich nur minimal gestört. Allerdings hatte ich mir von dieser Konfrontation doch auch ein wenig mehr versprochen.

Teil 1 und 2 der "Die Legende der Schamanin" Reihe nebeneinander

In der Geschichte sind wieder viele Themen der chinesischen Geschichte verarbeitet. Diese betreffen vor allem die Beziehungen mit den westlichen Mächten. Besonders in den Bereichen Religion und Machtpolitik sieht man dies, aber auch die Kraniometrie hat ihren Weg in dieses Buch gefunden. Diese Darstellung von realen Themen in einer Fantasygeschichte hat mir sehr gut gefallen und auch viel zu denken gegeben.

Ein Kritikpunkt war für mich leider weiterhin der Charakter Rin. Genau wie im ersten Buch hatte ich oft das Gefühl, dass ihre Handlungen schwer nachvollziehbar waren. Sie ist leicht beeinflussbar und in ihr vereinen sich viele Widersprüche. Zudem ist sie von den Jahren im Krieg psychisch mitgenommen. Und dennoch hätte ich mir manchmal einfach gewünscht, dass ihre Handlungen nicht denen eines Zufallsgenerators gleichen würden. Diesen Eindruck hat es zumindest oft auf mich gemacht.

Die anderen Charaktere haben mir gut gefallen und einige haben mich in diesem Buch doch überrascht. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren waren etwas besser ausgebaut als im letzten Teil.

Fazit:

„Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin“ konnte mich erneut überzeugen! Diese Reihe ist phänomenal geschrieben und auch wenn es zeitweise anstrengend ist, die Bücher zu lesen, so sind sie es doch wert!

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