Cover "Im Zeichen der Mohnblume - Die Erlöserin": Das Cover ist weiß mit einer brennenden Stadt im Hintergrund. Eine kriegerisch gekleidete Frau in grünblau steht davor
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Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin

Rezension zu „Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin“ von R.F. Kuang

Dies ist eine Rezension zum letzten Band einer Reihe. Sie enthält Spoiler zu den letzten beiden Bänden.
Hier geht es zur Rezension der anderen Teile.

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin
Originaltitel: The Burning God
Reihe: Die Legende der Schamanin Band 3
Autorin: R.F. Kuang
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Blanvalet
Seiten: 784
Kauflink: Amazon
Preis: 17,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Rin, die Schamanin des Phönix, wurde verraten. Nun zieht sie sich in ihre Heimat zurück, während die Kriegslords und Invasoren das Reich unter sich aufteilen. Doch im Süden, der von Armut und Einfachheit gekennzeichnet ist, entdeckt Rin die größte Macht des Reiches, die noch keiner der Adeligen bemerkt hat: die unzähligen einfachen Leuten, welche die junge Frau bereits als Göttin der Erlösung anbeten. Vielleicht ist Rins Traum von Freiheit doch noch möglich! Doch während ihre Macht und ihr Einfluss wachsen, werden auch die verführerischen Einflüsterungen des Phönix lauter. Wird Rin ihnen widerstehen? Oder wird sie ihnen folgen – und die Welt in Brand setzen?

Klappentext "Im Zeichen der Mohnblume - Die Erlöserin"
Meine Meinung:

„Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin“ wurde mir freundlicherweise vom Blanvalet-Verlag über das Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Nachdem der Drachenkriegsherr sie verraten hat, zieht sich Rin in den Süden zurück. Dort wird sie von den einfachen Leuten ihrer Heimat als Göttin verehrt. Mit der Armee der Südkriegsherren will sie das Land vereinen, doch auch diese sehen in ihr nur eine Waffe, die sie benutzen können. Als Rin von allen Seiten umzingelt scheint, erhält sie jedoch Hilfe von der Person, von der sie es am wenigsten erwartet hätte.

Die Autorin dieser Trilogie hat sich in ihrem Studium auf Militärstrategie und Traumata konzentriert und das merkt man in ihren Büchern. Die Darstellung des langgezogenen Krieges ist realistischer, als in jedem anderen mir bekannten Buch. Während es in den ersten beiden Bänden eher um langgezogene Belagerungen ging, konzentriert sich dieser Teil auf die militärische Versorgung und die Situation, die auf einen jahrelangen Kriegszustand mit Entwurzelung der Bevölkerung folgt. Denn auch wenn ein Krieg endet, endet nicht gleichzeitig auch das Leid der Zivilisten. Diese Darstellung war hier erstaunlich gut realisiert und in die Geschichte verwoben.

Zeichnung eines Kampfes von Phönix und Drache im Kampf auf einer Tasse von Illumicrate

In den letzten beiden Bänden habe ich jeweils die Handlungen der Protagonistin Rin kritisiert, weil sie oft wie zufällig erschienen. Auch wenn ich natürlich verstehe, dass Rin große Traumata erlebt hat und so etwas erwartbar ist, so schienen die Widersprüche in ihrem Charakter einfach zu groß, um realistisch rüberzukommen. In diesem Band war dies jedoch deutlich besser gelöst. Ich konnte gut nachvollziehen, welche Handlungen sie aufgrund von welchen Gründen ausgeführt hat und besonders ihre Traumata und die Entscheidungen, die sie aufgrund dieser getroffen hat, waren viel klarer greifbar.

Auch die meisten Nebencharaktere trugen auf interessante Weise zur Handlung bei. Besonders Kitays Handlungsstrang war sehr gelungen und seine und Rins Beziehung hat mich über das Buch hinweg fasziniert.

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings, dass einige Handlungsstränge doch recht plötzlich endeten. Dies betraf vor allem ein paar wichtige Charaktere, deren Relevanz für die Geschichte etwa in der Mitte des Buches sehr plötzlich endete, ohne dass die Handlungsstränge befriedigend aufgelöst wurden. Meiner Meinung nach wäre es notwendig gewesen, hier mehr Charakterarbeit zu leisten. Gegen Ende des Buches wurde mit mehreren Handlungssträngen und Charakteren so verfahren und auch wenn diese weniger wichtig waren, so hat es mich in der Menge doch etwas gestört.

Das Ende der Trilogie hat mich ziemlich mitgenommen und doch gleichzeitig begeistert. Auch wenn ich mir vielleicht etwas anderes gewünscht und heimlich darauf gehofft hatte, so ist dieses Ende doch das Einzige, das wirklich passend war.

Alle drei Titel der "Die Legende der Schamanin" Reihe nebeneinander
Fazit:

„Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin“ ist das epische Finale einer epischen Trilogie, in der das wahre Gesicht des Krieges gezeigt wird. Trotz kleinerer Schwachstellen ist es für mich ein Highlight und ich möchte jedem ans Herz legen, dieser Reihe eine Chance zu geben!

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