Cover "Im Strom der Macht": In einem blauen Meer voller Pflanzen schwimmt eine Taucherin
Dystopie Novelle Politisch Sci-Fi Solarpunk / Hopepunk

Im Strom der Macht

Rezension zu „Im Strom der Macht“ von Susan Kaye Quinn

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Im Strom der Macht
Originaltitel: When You Had Power
Reihe: Zukunftsschimmer Band 1
Autorin: Susan Kaye Quinn
Übersetzung: Michael Drecker
Seiten: 264
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 2,99 € (D) E-Book

Klappentext:

In guten wie in schlechten Zeiten. In Gesundheit und Krankheit.
So lautet ein Teil des rechtlichen Fürsorgeschwurs von Familien im Jahre 2050, in einer Welt, die ständig von neuen klimatisch bedingten Katastrophen und Seuchen heimgesucht wird.
Energietechnikerin Lucía Ramirez hat ihre Familie vor langer Zeit an eine dieser Klimakatastrophen verloren – sie würde alles geben, um diesen Schwur leisten zu können. Die Power Islands geben der Menschheit eine Überlebenschance, aber Seetangfarmen zu bewirtschaften und Solarlilien zu warten ist ein einsames Unterfangen. Die KI der Wohnbehörde hat ihr eine neue Familie gefunden und meint, dass sie gut in dieses kleine Landhaus passen würde – und zu Menschen wie der senegalesischen Umschulungsexpertin, die eine wahre Naturgewalt ist, dem Koch eines ehemaligen Pandemie-Corps mit seinem eigenen Hygge-Kanal und dem Autor, der behauptet, wirklich alles sei eine Geschichte. Diese Familie aus buchstäblichen und metaphorischen Flüchtlingen könnte die sichere Zuflucht sein, die sie vor ihrem eigenen persönlichen Sturm sucht.
Und diesmal muss es klappen.
Dann stellen sie ein ungeplanter Stromausfall und ein fehlender Schildkröten-Bot vor ein Rätsel. Irgendetwas stimmt auf Power Island Eins nicht, aber bei jedem ihrer Schritte, um der Sache auf den Grund zu gehen, ist jemand schneller als sie – und scheint fest entschlossen, das, was sie gesehen hat, ungesehen zu machen. Lucía ist Ingenieurin, keine Detektivin, und dieses Problem zu lösen könnte sie etwas kosten, das sie verzweifelt braucht: Ein Zuhause.

Meine Meinung:

„Im Strom der Macht“ wurde mir freundlicherweise vom Übersetzer Michael Drecker als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Die Energietechnikerin Lucía Ramirez hat die Chance, in eine neue Familie aufgenommen zu werden. Seit die Welt, bedingt durch klimatisch bedingte Katastrophen und Seuchen, deutlich verändert wurde, finden sich mehr Menschen, die sich miteinander verstehen, zu Familien zusammen, um sich gegenseitig Halt geben zu können. Und diesen Halt kann Lucía gut gebrauchen, denn ein ungeplanter Stromausfall und andere rätselhafte Begebenheiten sorgen dafür, dass sie bereits an ihrem ersten Arbeitstag aneckt. Dennoch ist sie sicher, dass es wichtiger ist als alles andere, herauszufinden, wer hinter all diesen Vorkommnissen steckt.

„Im Strom der Macht“ ist der erste Teil von vier verbundenen Bänden, die jeweils von anderen Charakteren handeln, aber im gleichen Setting spielen und eine miteinander verbundene Handlung haben. In dieser Hinsicht hat mich das Buch sehr an Becky Chambers Wayfarer-Reihe erinnert und es gibt noch weitere Parallelen, weshalb ich Fans dieser Autorin empfehlen würde, einen genaueren Blick auf dieses Buch zu werfen.

Besonders interessant fand ich die Welt, in der „Im Strom der Macht“ spielte. Das Buch zeigt, wie es in etwas über 25 Jahren aussehen könnte. Klimakatastrophen haben dafür gesorgt, dass weite Landstriche unbewohnbar wurden und dabei entstehende Seuchen haben viele Menschenleben ausgelöscht. Auch wenn die Menschheit Methoden gefunden hat, um saubere Energie herzustellen, war sie damit zu spät dran und nun wird versucht, zu retten, was zu retten ist. Aber der Weg nach vorne sieht im Buch endlich positiv aus. Energietechniker, wie Lucía, werden daher wie Helden gefeiert.

Die Geschichte besteht hier aus zwei Teilen: Zum einen lernt Lucía ihre neue Familie kennen und zum anderen versucht sie, das Rätsel um die Stromausfälle und verschwundenen Bots zu lösen. Leider kam dabei dieser erste Teil für meinen Geschmack viel zu kurz. Die Mitglieder der neuen Familie waren eine bunte Truppe und es gab richtig Potenzial für eine herzerwärmende Found Family-Geschichte. Tatsächlich erlebte man die Familienmitglieder aber nur sehr kurz, so dass sie eher klischeehaft herüberkommen. Gerade ein gemeinsamer Spieleabend hätte gute Chancen geboten, die einzelnen Charaktere genauer kennenzulernen, aber leider wurde nur gesagt, was dabei geschah und nicht gezeigt.

Der Versuch, das Rätsel um die Stromausfälle zu lösen hat diesen Aspekt für mich aber wieder wettgemacht. Lucía muss in einer neuen Umgebung herausfinden, was geschehen ist und wem sie mit diesen Informationen vertrauen kann. Dabei wird die Geschichte zwar nicht zu einem Thriller, ist aber dennoch teilweise ziemlich spannend. Spannend genug jedenfalls, dass ich unbedingt wissen will, wie es im nächsten Band weitergeht!

Fazit:

„Im Strom der Macht“ erzählt eine spannende Geschichte in einer wunderbar durchdachten, interessanten Welt. Für meinen Geschmack kam leider die Entwicklung der Familie zu kurz. Dieser Aspekt hätte für ein runderes Ergebnis einfach mehr Zeit benötigt.

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5 Kommentare

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  4. […] bin ich umgestiegen auf „Hoffnung, Schmerz und Heilung“, den 4. und damit letzten Teil der Zukunftsschimmer-Reihe. Dieser ist ein ganzes Stück länger als die Vorgänger und ich habe etwa die Hälfte lesen […]

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