Rezension zu „Hoffnung, Schmerz und Heilung“ von Susan Kaye Quinn
Dies ist der vierte und letzte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Im Strom der Macht“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Hoffnung, Schmerz und Heilung
Originaltitel: Yet You Cry When It Hurts
Reihe: Zukunftsschimmer; Band 4 von 4
Autorin: Susan Kaye Quinn
Übersetzung: Michael Drecker
Seiten: 464
Kauflink: Amazon
Preis: 11,99 € (D) Taschenbuch; 3,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Wenn die Welt untergeht, muss Diplomatie mehr sein als Händeschütteln und Schlagzeilen.
Nitara Desai hat den Großteil ihres Lebens damit verbracht, internationale Abkommen zu verhandeln, Konfliktpunkte zu beseitigen und Katastrophen zu verhindern. Denn Worst-Case-Szenarien gehören in ihre Albträume, nicht in die Tagesberichte des IEC. An einem ruhigen Tag muss sie sich als IEC-Direktorin lediglich mit überforderten Dolmetschern auf ihrer CarbonCon-Konferenz befassen. Ein undankbarer Job, aber die Welt ertrinkt immer noch im CO2 – sie hat keine andere Wahl als sich irgendwie über Wasser zu halten.
An einem schlechten Tag sorgen nicht nur die brasilianische und die amerikanische Delegation für Wirbel auf der CarbonCon, sondern Nitara wird auch noch zu einem Geheimtreffen mit der Gouverneurin Südkaliforniens gerufen, während sie eine Nachricht von Matti, ihrem Fels in der Brandung, erreicht: Das glaubst du nicht! Wir werden heiraten!
Plötzlich wird auch ihr Privatleben in unruhige Gewässer geschleudert.
Sie hat zu lange gewartet: Um Matti zu sagen, was sie fühlt, um aus dem kaum gewinnbaren Rennen zur Nettonull auszusteigen, um die Dinge festzuhalten, die das Leben lebenswert machen. Doch als die Gouverneurin sie über eine unmögliche Technologie einweiht, die den Planeten retten könnte, die aber in den Händen eines mörderisch ambitionierten Mannes ist, ist das eine Katastrophe, vor der sie die Augen nicht verschließen kann. Und es ist fast genug, um sie davon abzulenken, dass alles auseinanderfällt. Denn die Arbeit kommt immer zuerst.
Und vielleicht war das die ganze Zeit das Problem.
Meine Meinung:
„Hoffnung, Schmerz und Heilung“ wurde mir freundlicherweise vom Übersetzer, Michael Drecker, als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Nitara ist Diplomatin und setzt sich unermüdlich dafür ein, dass die verschiedenen Staaten der Erde zusammenarbeiten, um das CO2-Ziel endlich zu erreichen. Als an einem Tag jedoch die amerikanische Delegation wortlos ein Meeting verlässt und Nitara selbst Geheiminformationen von der Gouverneurin Südkaliforniens zugespielt bekommt, ist mehr gefragt als nur ihr diplomatisches Geschick. Inmitten dieses Chaos erhält sie auch noch die Nachricht, dass ihre beste Freundin und Lebensgefährtin Matti heiraten wird. Nitaras sorgsam geplantes Leben wird plötzlich von allen Seiten durcheinandergewirbelt.
„Hoffnung, Schmerz und Heilung“ ist der letzte Teil einer Reihe, deren Bände zwar immer neue Hauptcharaktere haben, dabei jedoch eine sich fortsetzende Handlung haben. Dieser vierte Band hebt sich dabei auf verschiedene Weisen von den vorhergehenden ab. Am deutlich sichtbarsten aufgrund der Seitenzahl – waren Band 1 bis 3 klare Novellen, würde ich diesen Band bereits als Roman bezeichnen. Dennoch ließ sich die Geschichte gewohnt zügig lesen, weshalb der Unterschied nicht wirklich ins Gewicht fiel.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das Buch die zusätzliche Länge wirklich gebraucht hätte. Gerade die erste Hälfte behandelte sehr viel Politik und das zog sich hier leider ganz schön in die Länge. Auch wenn einige der politischen Organisationen bereits aus vorherigen Bänden bekannt waren, kamen auch einige hinzu. Die Autorin gibt zu diesen allen sehr viele Informationen, die in Bezug auf die Geschichte dann aber völlig unwichtig sind.
Viel interessanter wäre es meiner Meinung nach gewesen, Nitaras und Mattis Geschichte deutlich stärker auszubauen. Hier ging mir leider alles viel zu schnell und nebenher und aufgrund dessen habe ich die recht komplexen Beziehungsmuster auch ehrlicherweise nicht ganz nachvollziehen können. Hier steckte zwar einiges an Potenzial, aber leider wurde dies nicht wirklich genutzt.
Nitara selbst hätte auch ein wenig besser ihre Fähigkeiten zeigen können. Es wurde zwar oft genug gesagt, wie fähig sie ist, was man aber gesehen hat, war dann oft eher das Gegenteil. Sie sollte jedoch im Kontrast zu Menschen stehen, welche sich oft genug selbst überschätzen. Davon hätte ich einfach gerne mehr gesehen. Davon abgesehen war sie aber eine sehr sympathische Protagonistin, der ich sehr gerne durch das Buch gefolgt bin und bei der von Anfang an klar war, dass sie das Herz am rechten Fleck hat.
Die zweite Hälfte des Buches konnte mich dann wieder voll mitnehmen. Hier schaffte es die Autorin, das Leben von so vielen Menschen auf interessante Art und Weise einzufangen und dabei eine Botschaft zu vermitteln, die wir heutzutage definitiv hören müssen. Hier führen alle Stränge der vorhergehenden Bücher zusammen und finden einen wunderschönen Abschluss, der mich vollkommen überzeugen konnte.

Fazit:
„Hoffnung, Schmerz und Heilung“ ist der abschließende Band einer Reihe. Auch wenn die erste Hälfte des Buches etwas schwächelt, schafft es die zweite Hälfte doch voll und ganz zu überzeugen und liefert eine Botschaft, welche wir in unserer heutigen Zeit unbedingt hören sollten!


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