Rezension zu „Hexe“ von Jenni Fagan
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Hexe
Originaltitel: Hex
Reihe: The Darkland Tales; Band 1
Autorin: Jenni Fagan
Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence
Verlag: btb
Seiten: 160
Kauflink: Amazon
Preis: 13,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Edinburgh, 4. Dezember 1591. Es ist die letzte Nacht im Leben von Geillis Duncan: Als Hexe verurteilt, in einem Verließ tief unter der High Street von Edinburgh, weiß sie, dass der Henker sie erwartet. Da erscheint eine geheimnisvolle Besucherin in der Zelle: Iris, die behauptet, sie käme aus einer Zukunft, in der Frauen immer noch dafür verfolgt werden, wer sie sind und woran sie glauben. Während die Stunden vergehen und die Morgendämmerung heraufzieht, erzählt Geillis von ihrer Verhaftung, der brutalen Folter, ihrem Geständnis und dem Prozess, während Iris ihr Trost spendet.
Meine Meinung:
Geillis Duncan wurde zum Tode verurteilt. In ihrer letzten Nacht sitzt die angebliche Hexe im Verließ tief unter Edinburgh. Die Hexe Iris kommt aus der Zukunft zu ihr, um ihr Gesellschaft zu leisten und so spenden sich die beiden Frauen gegenseitig Trost.
Ich habe „Hexe“ in der englischen Version gelesen und mir ist vor allem die unglaublich schöne, poetische Sprache aufgefallen, in welcher der Text geschrieben wurde. Teilweise hatte das Buch geradezu lyrische Qualität und ich habe es einfach nur geliebt, in die Worte einzutauchen. Ich hoffe sehr, dass dies in der deutschen Übersetzung erhalten bleibt.
Die Geschichte selbst ist rätselhaft und es wird nicht viel erklärt. An manchen Stellen war ich verwirrt, doch es ist dennoch leicht, sich einfach zwischen den Worten zu verlieren. Nur am Ende hat mich dieser Umstand sehr gestört. Ich hatte das Gefühl, über die Poesie und die Botschaft hat der Text seine Charaktere völlig vergessen und ich konnte mir einiges einfach gar nicht mehr erklären.
Dennoch war eben diese Botschaft stark genug, um dies wieder auszugleichen. Vordergründig geht es um die Hexenverfolgung, durch welche in Schottland und auch in anderen Ländern viele unschuldige Frauen ermordet wurden. Doch schnell zeigen sich Parallelen zur Gegenwart. Dieses Buch kreidet eigentlich die Missstände an, welche es bis heute immer noch gibt.
Fazit:
„Hexe“ ist eine absolut lesenswerte Novelle, welche eine wichtige Botschaft hat und deren poetischer Schreibstil ihre größte Stärke ist. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie nicht gegen Ende ihre Charaktere darüber vergessen hätte.


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