Rezension zu „Held aller Zeiten“ von Brandon Sanderson
Dies ist der dritte Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den letzten Bänden.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Kinder des Nebels“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Held aller Zeiten
Originaltitel: The Hero of Ages
Reihe: Die Nebelgeborenen
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Pieper Verlag
Seiten: 992
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Das Letzte Reich ist Vergangenheit, der Oberste Herrscher besiegt. Das jetzt freie Volk der Skaa und die Nebelgeborenen blickten hoffnungsvoll in die Zukunft. Doch um wirklich ein neues glückliches Zeitalter herbeizuführen, müssen die Helden um Rebellenanführerin Vin und den neuen König Elant noch einige Prüfungen bestehen. Es gilt Kriege mit neuen Feinden zu bestreiten – und nun muss auch noch ein uraltes Grauen besiegt und das Land von einem tödlichen Fluch befreit werden. Doch dafür müssen die mit den magischen Kräften der Metalle ausgestatteten Nebelgeborenen düsteren Geheimnissen aus vergangenen Zeiten auf die Spur kommen, sodass am Ende ein Held aller Zeiten vielleicht doch noch alles zum Guten wenden kann …

Meine Meinung:
Auch wenn Elants Herrschaft über die Hauptstadt gefestigt ist, gibt es noch viele Rebellen im Land, die ihn nicht als König anerkennen. Doch um die Welt vor einer schrecklichen Gefahr zu retten, müssen alle Menschen zusammenarbeiten. Vin, Elant und ihr Team versuchen, die Notizen des toten Obersten Herrschers zusammenzutragen und dadurch einen Weg zu finden, das Unheil abzuwenden. Doch sowohl die Rebellen als auch ein mächtiges Wesen versuchen, sie davon abzuhalten.
„Held aller Zeiten“ spielt zum größten Teil an zwei Fronten: Während Elant und Vin sich in einer Stadt mit Noblen herumschlagen müssen, sind ihre Freunde mit einer Gruppe Skaa beschäftigt, die ihre neu gewonnene Freiheit mit dem Blut von Unschuldigen besudeln. Mich persönlich hat dieser zweite Handlungsstrang deutlich mehr interessiert. Vin und Elant dagegen konnten mich persönlich leider deutlich weniger begeistern.
Zum einen lag dies daran, dass diese beiden den größten Teil ihrer Charakterentwicklung einfach bereits in den vorherigen Bänden hatten. Für mich fühlte sich diese hier teils repetetiv und erzwungen an. Hinzu kamen einige Szenen auf den besuchten Bällen, die eigentlich positiv ans erste Buch erinnern sollten, bei mir aber leider nur Fremdschämmomente hervorrufen konnten.
Zum anderen lag es aber auch daran, dass Sazed als Charakter so spannend war und ich unbedingt seiner Geschichte folgen wollte. Sazed hat wohl über alle drei Bücher hinweg die größte Entwicklung durchgemacht und gerade die Konklusion dieser Entwicklung im großen Finale des Buches hat mich einfach vollständig überzeugt.
Nicht ganz so zufrieden war ich in diesem Buch mit den Infotexten vor jedem Kapitel. In den vorherigen Bänden erhielten Lesende hier Informationen über die Vergangenheit. Diese waren jedoch oft durch die Person verzerrt, die diese geschrieben hatte, wodurch man nicht ganz sicher sein konnte, wie das Gelesene einzuordnen war. In „Held aller Zeiten“ dagegen erhält man Informationen eines Allwissenden Erzählers aus der Zukunft, wodurch Lesende mehr wissen als Charaktere. Die Charaktere selbst suchen oft im Text nach eben diesen Informationen und wenn sie sie bekommen, ist dies nur repetitiv. Für mich war dies leider eher frustrierend.
Trotz dieser Kritik konnte mich auch dieses Buch wieder überzeugen und unterhalten. Es gab so viele spannende Szenen, in denen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ebenso wurden viele verschiedene Handlungsstränge zufriedenstellend abgeschlossen und das große Finale konnte mich mehr mitreißen als die Enden beider vorherigen Bände!

Fazit:
Trotz kleinerer Schwächen war „Held aller Zeiten“ ein würdiger Abschluss mit fulminantem Finale für diese Reihe. Besonders ein Charakter stach hervor und konnte mich mit seiner Entwicklung besonders begeistern. Von mir gibt es eine große Leseempfehlung für „Die Nebelgeborenen“.

