Rezension zu “Guardians of Dawn – Zhara” von S. Jae-Jones
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Guardians of Dawn – Zhara
Originaltitel: Guardians of Dawn – Zhara
Reihe: Guardians of Dawn; Band 1
Autorin: S. Jae-Jones
Übersetzung:
Verlag:
Seiten:
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 4,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Es heißt, wenn die Welt aus dem Gleichgewicht gerät, werden die Hüter der Morgenröte wiedergeboren …
Zhara hat magische Kräfte. Leider lebt sie in einer Welt, in der Magie als Fluch angesehen wird und ihr Geheimnis tödlich enden kann. Zharas Leben wird bestimmt von den Launen ihrer Stiefmutter und der Fürsorge für ihre Schwester. Doch als eine schreckliche Seuche um sich greift, die Magier in Monster verwandelt, gerät Zhara in Gefahr. Sie schließt sich den Hütern der Morgenröte an, einer verborgenen Gesellschaft, die die Balance zwischen Gut und Böse zu bewahren sucht. Mit Han an ihrer Seite, einem Jungen, der ebenfalls Magie in sich trägt, sucht sie nach dem Ursprung der gefährlichen Seuche. Zharas Magie wird stärker – doch kann sie die Hüterin des Feuers in sich erwecken, bevor das Chaos die Welt verschlingt?
Meine Meinung:
Zhara ist eine Magierin und damit in ständiger Gefahr. Da magisch begabte Menschen sich unter gewissen Umständen in Monster verwandeln, werden sie gejagt. Zharas Stiefmutter beschützt sie zwar, nutzt sie dafür jedoch wie eine Sklavin aus. Doch dann lernt Zhara durch Zufall einen geheimnisvollen Mann namens Han kennen und kommt dadurch in Kontakt mit der magischen Organisation „Guardians of Dawn“. Und dabei erkennt sie, dass in ihr viel mehr steckt, als sie zunächst geglaubt hat.

„Guardians of Dawn – Zhara“ wurde im englischen angepriesen als „Sailor Moon meets Cinder“. Da ich als Kind ein großer Fan von Sailor Moon war, wurde ich natürlich sofort neugierig darauf. Und auch wenn es in dieser Hinsicht definitiv hielt, was versprochen wurde, war es in vielerlei anderer Hinsicht leider eher eine Enttäuschung.
Insgesamt erinnert die Geschichte sehr stark an „Magical Girl“ Manga/Animes, wie eben Sailor Moon. Es gibt so viele Tropes, die eingebracht wurden und ich habe mich fast durchgehend sehr positiv an meine Kindheit erinnert gefühlt. Dies war der Aspekt, der mich von Anfang bis Ende dazu gebracht hat, weiterlesen zu wollen.
Abgesehen davon erfüllte das Buch für meinen Geschmack leider viel zu viele YA-Klischees und wirkte dabei oft ziemlich unreif. Insbesondere der Humor hat mich doch immer wieder dazu gebracht, eine Augenbrauche hochzuziehen. Zhara etwa musste immer kichern, wenn sie gutaussehenden Menschen begegnete und Han las immer mal wieder pornographische Inhalte, verstand aber den Inhalt nicht. Beides wurde so dargestellt, als wäre es unglaublich witzig.

Die Charaktere waren so naiv und unzulänglich, dass es mir manchmal fast weh getan hat. Sie hörten etwa etwas, aber vergaßen es sofort wieder oder erinnerten sich zwar dran, weigerten sich aber, das Gehörte im Kontext zu verstehen. Es war oft so frustrierend, wenn man selbst bereits seit über hundert Seiten verstanden hat, was los ist, aber die Charaktere mit den gleichen Informationen einfach nicht weiterkommen.
Im Worldbuilding habe ich einiges Potenzial gesehen und die Ansätze des Magiesystems waren interessant, leider wurde beides einfach kaum ausgebaut. Insbesondere was das Magiesystem anging, fand ich dies etwas schade. Ich hoffe sehr, dass hierzu in den Folgebänden mehr kommt.
Zuletzt weiß ich nicht, woran es genau lag, aber der Schreibstil hat teilweise dazu geführt, dass ich beim Lesen einfach abgedriftet bin. Selbst in eigentlich interessanten Situationen habe ich mich manchmal angefangen zu langweilen. Ich habe das Buch jedoch auf englisch gelesen – in der deutschen Version könnte dies völlig anders sein.

Fazit:
„Guardians of Dawn – Zhara“ hat einige interessante und vielversprechende Elemente. Insbesondere die Sailor Moon Anklänge haben mir sehr gut gefallen. Leider haben viele andere Bereiche des Buches, etwa die Unfähigkeit der Charaktere, mein Leseerlebnis etwas getrübt.

