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Goldene Flammen

Rezension zu „Goldene Flammen“ von Leigh Bardugo

Meine Bewertung:
3 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Goldene Flammen
Originaltitel: Shadow and Bone
Reihe: Legenden der Grisha, Band 1
Autorin: Leigh Bardugo
Übersetzung: Henning Ahrens
Verlag: Knaur
Seiten: 352
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

“Alina ist eine einfache Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka. Jemand, der entbehrlich ist – ganz anders als ihr Kindheitsfreund Malyen, der erfolgreiche Fährtenleser und Frauenschwarm. Doch als Alina Mal bei einem Überfall auf unerklärliche Weise das Leben rettet, ändert sich alles für sie, denn sie findet heraus, dass sie eine Grisha ist, die über große Macht verfügt.
Alina wird ins Trainingslager der Grisha versetzt, der magischen und militärischen Elite Ravkas. Dort findet sie einen ganz besonderen Mentor: Den ältesten und mächtigsten der Grisha, der nur der »Dunkle« genannt wird und der schon bald ganz eigene Pläne mit Alina verfolgt.”

Zitat:

„Die Stürmer hoben die Arme, und mit einem lauten Knall fuhr der Wind in das Segel. Unser Skiff schoss auf die Schattenflur. Anfangs schienen wir durch eine dichte Rauchwolke zu gleiten, aber es war weder heiß, noch roch es nach Feuer. Im nächsten Moment war alles wie gedämpft, die ganze Welt verstummt.“

Meine Meinung:

„Goldene Flammen“ wurde mir freundlicherweise von NetGalley und dem Knaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keinen Einfluss.

Als die einfache Kartografin Alina mit der Armee des Zaren in die Schattenflur ausrückt, kommt es zu einem schrecklichen Zwischenfall, vor dem Alina viele Menschen mit einer seltsamen, mächtigen Art von Magie rettet. Sie wird als Grisha erkannt, eine Person mit magischen Fähigkeiten, und kommt in deren Trainingslager. Der älteste und mächtigste Grisha, von allen nur der „Dunkle“ genannt, hat großes Interesse an ihren Fortschritten, doch schon bald zeigt sich, dass er damit seine eigenen Pläne verfolgt.

Die Welt, in der die Trilogie um die Grisha spielt, ist geprägt von russischen Einflüssen. Die Autorin hat gute Arbeit geleistet und alles sehr glaubhaft dargestellt. Die Welt hat mich wirklich überzeugt und verzaubert. Vor allem, welche verschiedenen Arten von Grisha es gibt und was diese können, war sehr interessant. Allerdings muss man auch sagen, dass sowohl das Worldbuilding als auch das Magiesystem sehr weich sind. Es wird meist nur das nötigste erklärt. Auf die Welt selbst hatte dies für mich wenig Einfluss, da alle nötigen Informationen vorhanden sind, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass sich einige Leser hier mehr wünschen würden. Im Falle des Magiesystems hätte ich jedenfalls mehr gebraucht. Man erfährt nur, was Alina und andere Grisha grundsätzlich tun, dabei wird aber oft nicht klar, wie dies geschieht, welche Grenzen sie haben und was gewisse Dinge bezwecken. Das meiste muss man sich selbst aus dem Kontext erschließen. Da Alina selbst ebenfalls ihre Kräfte erlernt ist dies, meiner Meinung nach, eine verschenkte Gelegenheit, den Leser nicht mit ihr gemeinsam lernen zu lassen.

Die Geschichte ist interessant zu verfolgen und oft geschehen unvorhersehbare Wendungen. Es gibt alles, was man von einer guten Geschichte erwarten kann: Spannung, Action, wunderschöne Szenen, Intrigen… Ich hatte von Anfang an Spaß daran, dieses Buch zu lesen! Der einzige Aspekt an der Geschichte, der mir nicht so zugesagt hat, war der romantische Teil. Das Liebesdreieck fühlte sich seltsam erzwungen an und die Situationen, die Alina spezifisch mit einem ihrer beiden Verehrer hat, kamen völlig aus dem Nichts. Wirkliche Chemie hatte sie meiner Meinung nach mit keinem von beiden.

Im allgemein konnte ich leider auch nicht viel mit Alina als Charakter anfangen. Sie ist ganz typisch „not like other girls“ und hat auch viele Aspekte einer Mary Sue (wobei mir gesagt wurde, dass dies in den folgenden Bänden weniger stark ausgeprägt ist). Hinzu kommt, dass sie selten reflektiert handelt. Sie vertraut Fremden schnell und nimmt neue Informationen, ohne sie zu überdenken, sofort als wahr an.

Unter den anderen Charakteren waren dafür genug Sympathieträger, wobei davon wenige wirklich gut ausgestaltet sind. Eine wirklich sehr positive Ausnahme war für mich Genya, deren Darstellung mir doch sehr gefallen hat.

Fazit:

Eine überzeugende Geschichte in einer wunderschön gestalteten Welt! Leider mochte ich die Protagonistin nicht besonders und ich persönlich hätte mir etwas mehr Informationen über das Magiesystem gewünscht. Trotzdem freue ich mich bereits sehr auf die weiteren Teile dieser Trilogie.

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1 Kommentar

  1. […] Hier geht es zur Rezension. […]

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