Rezension zu „GHOSTS – Das Erbe der Seherin“ von Evelyne Aschwanden
Ich habe im Vorfeld ein Interview mit der Autorin geführt. Dieses kann hier gelesen werden.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: GHOSTS – Das Erbe der Seherin
Reihe: GHOSTS Band 1
Autorin: Evelyne Aschwanden
Seiten: 315
Kauflink: Amazon
Preis: 15,99 € (D) Taschenbuch; 0,99 € (D) E-Book
Klappentext:
„Nachdem die High School-Schülerin Ellie unerwartet ums Leben kommt, kehrt sie nicht nur als Geist in diese Welt zurück, sondern muss auch feststellen, dass ihre beste Freundin Skye ihr zu Lebzeiten eine Menge verheimlicht hat: Sie besitzt die Fähigkeit, Geister zu sehen – und es ist ihre Aufgabe, verlorene Seelen ins Jenseits zu geleiten.
Ellie hat allerdings kein Interesse daran, die Welt der Lebenden zu verlassen. Gleichzeitig ist Skye noch nicht bereit, sich von ihrer besten Freundin zu verabschieden, obwohl sie weiß, dass Ellie nicht bleiben darf. Als die Stadt von einem mächtigen Geist heimgesucht wird, können die beiden jedoch nicht mehr länger vor der Realität davonlaufen. Denn nun liegt es ausgerechnet an ihnen, das Gleichgewicht zwischen Diesseits und Jenseits wiederherzustellen …“
Zitat:
„Immerhin ist das genau das, was Extrovertierte tun: Wir adoptieren introvertierte Menschen und zeigen ihnen die Welt, während sie uns lehren, dass es okay ist, ab und an auch mal den Mund zu halten.“
Meine Meinung:
„GHOSTS – Das Erbe der Seherin“ wurde mir freundlicherweise von der Autorin, Evelyne Aschwanden, als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat das keine Auswirkungen.
Ellie und Skye sind beste Freundinnen – daran kann auch Ellies plötzlicher Tod nichts ändern. Denn Skye ist eine Seherin und dafür verantwortlich, Seelen ins Jenseits zu geleiten. Doch sie kann Ellie einfach nicht gehen lassen und verschweigt ihr, welche Konsequenzen dies haben könnte. Als ein sehr mächtiger Geist plötzlich die Stadt bedroht, müssen sich die beiden diesem stellen.
Das Buch wirft einen ziemlich schnell in die Action hinein. Gerade noch hat man unsere Protagonistinnen kurz kennen gelernt, da erfährt man auch schon, dass eine große Gefahr droht. Ich habe mich trotzdem nie verwirrt gefühlt, wie das sonst oft ist, wenn man praktisch ins Geschehen geworfen wird, was ich sehr angenehm fand.
Insgesamt hat mir das Tempo des Buches durchgehend sehr gut gefallen. Es gibt wenig Pausen um sich von der drohenden Gefahr zu erholen, doch diese werden sinnvoll genutzt. Ob es nun ist, um Informationen zu finden, oder um die Charaktere auszubauen, die Autorin beweist hier ein sehr gutes Gefühl dafür, jeder Szene Wichtigkeit zu verleihen. Die Geschichte ist dadurch spannend und gleichzeitig sehr emotional. Man fiebert mit Skye und Ellie mit, will dass sie es schaffen und dass ihre Freundschaft selbst den Tod übersteht.
Auch die Charaktere sind einfach nur liebenswert! Skye und Ellie haben eine dieser Freundschaften, die man sich als Außenstehender wünscht. Auch wenn die beiden sehr gegensätzlich und sie manchmal unterschiedlicher Auffassung sind, so ergänzen sie sich doch perfekt. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe, damit ich mehr Zeit mit ihnen verbringen kann.
Die Nebencharaktere bringen nochmal einiges an Farbe in dieses Buch. Während Archie der etwas quirlige und sehr typische Engländer ist, ist Isaac die Verkörperung von harte Schale, weicher Kern. Beide sind ebenfalls tolle Charaktere, von denen ich gern mehr sehen würde. Interessant fand ich auch Skyes Schwester und die Dynamik mit ihr. Hier hätte ich mir beinahe noch etwas mehr gewünscht, einfach weil ich einige ihrer Reaktionen gerne tiefergehend verstanden hätte, da sie allerdings keine besonders wichtige Rolle für die Geschichte spielt, verstehe ich, dass es dafür nicht unbedingt Raum gibt.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich leider doch. Wenn Ellie und Skye in der Öffentlichkeit unterwegs sind, reden sie oft miteinander. Da natürlich keine andere Person Ellie sehen kann, scheint es oft so, als würde Skye Selbstgespräche führen. Dies wird von ihrer Umwelt öfter mit komischen Blicken quittiert, allerdings passiert nie mehr als das. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand monatelang fast täglich in der Schule dadurch auffällt, dass er mit sich selbst redet und niemand auf die Idee kommt, der Person wie auch immer zu helfen (nicht, dass dies in dieser Situation nötig wäre, aber das weiß immerhin keiner). In einer Szene schreit Skye in einem Kaufhaus laut Ellies Namen, während Verwandte von dieser kurz zuvor in ihrer Nähe waren. Dass darauf niemand reagiert hat, hat mich doch sehr gewundert.
Fazit:
„GHOSTS – Das Erbe der Seherin“ erzählt eine wundervolle Geschichte über die Freundschaft zwischen zwei wunderbaren jungen Frauen. Das Buch ist spannend, emotional und hat auch sonst alles, was eine gute Geschichte braucht. Ich kann es definitiv weiterempfehlen!



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