Cover "Firekeeper's daughter": Auf dem Cover berühren sich zwei Gesichter, wodurch die Sillhouette eines Schmetterlings entsteht. Ein Feuer brennt darunter und darüber geht die Sonne auf
Jugendthriller Krimi Lesetipp Thriller Zeitgenössisch

Firekeeper’s Daughter

Rezension zu „Firekeeper’s Daughter“ von Angeline Boulley

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Firekeeper’s Daughter
Originaltitel: Firekeeper’s Daughter
Autorin: Angeline Boulley
Übersetzung: Claudia Max
Verlag: cbj
Seiten: 602
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Hardcover; 14,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die 18-jährige Daunis Fontaine hat nie wirklich dazugehört, weder in ihrer Heimatstadt noch in der nahe gelegenen Ojibwe-Reservation. Denn sie ist halb weiß, halb Native American. Daunis träumt von einem Neustart am College, wo sie Medizin studieren möchte. Doch als sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern muss, beschließt Daunis, die eigenen Pläne vorerst auf Eis zu legen. Der einzige Lichtblick ist Jamie, der neue und sehr charmante Spieler im Eishockeyteam von Daunis‘ Bruder Levi. Daunis genießt seine Aufmerksamkeit und hat sich gerade in ihrem Leben eingerichtet, als sie Zeugin eines schrecklichen Mordes wird. Damit nicht genug, wird sie vom FBI rekrutiert, um undercover zu ermitteln. Widerstrebend willigt Daunis ein und erfährt so Dinge, die ihre Welt vollkommen auseinanderreißen …

Klappentext "Firekeepers daughter"
Meine Meinung:

„Firekeeper’s Daughter“ wurde mit freundlicherweise vom cbj Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Daunis ist die Tochter einer weißen Mutter und einem Native American Vater. Aufgewachsen ist sie in einer Community in der sie für die meisten entweder zu weiß oder zu indigen war. Als ihr Onkel stirbt und ihre Großmutter ins Krankenhaus kommt, muss sie sich plötzlich um ihre Mutter kümmern. Da ist Jamie, der gutaussehende neue Spieler des Eishockeyteams, eine willkommene Abwechslung. Doch als Daunis einen Mord miterlebt und vom FBI rekrutiert wird, wird ihre Welt auf den Kopf gestellt und plötzlich ist nichts mehr so, wie es zuvor war.

Ich kann eigentlich wenig über „Firekeeper’s Daughter“ sagen, was kein Loblied ist. Dieses Buch ist einfach genial und zeigt dabei verschiedene Aspekte des Lebens von Native Americans. Dabei wird sowohl auf Kultur und Mythologie eingegangen als auch auf die Probleme, vor denen diese Menschen heute stehen.

Daunis ist eine interessante und glaubhafte Protagonistin. Ihr liegen andere Menschen sehr am Herzen und sie steckt viel Zeit und Liebe in ihre Familie und Community. Und das, obwohl viele Mitglieder ihres Tribes sie eher als Weiße ansehen. Daunis versucht für sich selbst immer wieder eine Balance zwischen Wissenschaft und traditionellen Lehren zu finden. Ebenso, wie sie über das gesamte Buch hinweg eine Balance zwischen dem was auf dem Papier das Richtige ist und dem was tatsächlich gut ist versucht zu finden. Mit beidem tut sie sich schwer, was öfter dazu führt, dass sie ihre Meinung ändert. Normalerweise stört mich so etwas, aber bei Daunis war dies so überzeugend beschrieben, dass ich ihre Gedanken jedes Mal gut nachvollziehen konnte.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Ich bin so gern eingetaucht in diese mir völlig unbekannte Welt. Besonders interessant dabei war, dass die Autorin immer wieder Worte aus der Anishinaabe-Sprache verwendet. Anfangs war dies noch etwas kompliziert zu verstehen, aber mit der Übersetzungshilfe am Ende des Buches war es kein Problem mehr. Zudem wurden die meisten Begriffe auch aus dem Kontext deutlich.

Kapitelüberschrift in "Firekeeper's daughter": Über dem Titel des Kapitels ist eine stilisierte Flamme abgebildet

Ein kleiner Kritikpunkt war für mich nur, dass gewisse Handlungsstränge gegen Ende hin einfach fallen gelassen wurden. Dies waren zwar alles eher unwichtige Nebenstränge, aber dennoch war ich doch zwischenzeitlich etwas verwirrt, wie einzelne Dinge wirklich erklärt werden sollten. Hierzu gehörten etwa die Little People, aber auch Daunis eigenes, etwas misogynistisches Verhalten den Freundinnen der Eishockeyspieler gegenüber.

Insgesamt war dies dennoch ein brillantes Buch, welches mich auch emotional sehr mitgenommen hat. Die Schicksale, welche hier beschrieben und auch im Nachwort nochmal von der Autorin beleuchtet werden, ereignen sich tagtäglich, was das ganze Buch um so vieles machtvoller macht. Allerdings hätte ich mir in diesem Zusammenhang doch eine Triggerwarnung für das Buch gewünscht.

Fazit:

„Firekeeper’s Daughter“ ist ein Buch, welches mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Die Geschichte gibt Einblicke in das Leben von Native Americans und ist dabei gleichzeitig ein spannender Krimi mit einer überzeugenden Protagonistin.

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6 Kommentare

  1. Huhu liebe Laura,
    klingt interessant und deine Rezi macht Lust aufs Lesen.
    LieGrü
    Elena

    1. Laura_Kaeppele sagt:

      Hallo Elena,
      das freut mich sehr! Wenn du es liest freue ich mich schon darauf, deine Meinung zum Buch zu hören!
      Viele Grüße
      Laura

  2. […] AmazonWerde ich es mir holen? Unbedingt!Und wieso? Nachdem mich das letzte Buch der Autorin, “Firekeeper’s Daughter” so begeistern konnte, freue ich mich, mehr von ihr lesen zu können. Hinzu kommt natürlich […]

  3. […] hatte ich es eigentlich für Anfang Dezember. Die Geschichte ist wohl eine lose Fortsetzung von „Fire Keeper’s Daughter“ und ich habe mich kaum mit dem Inhalt auseinandergesetzt. Die Autorin hat mich beim letzten Mal […]

  4. […] Girl Unearthed”. Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und ich habe nach dem letzten Buch der Autorin etwas Besonderes erwartet. Bisher hat das Buch diese Erwartungen mehr als erfüllt. Es geht diesmal […]

  5. […] Jugendbuch, welches ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Wobei meine Empfehlung wäre, mit „Firekeeper’s Daughter“ zu starten. Auch wenn dies streng genommen keine Reihe ist, gibt es hier ein paar Spoiler zu dem […]

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