Rezension zu „Endloses Feuer“ von Rebecca Ross
Dies ist der zweite Band einer Dilogie. Meine Rezension enthält Spoiler zum vorherigen Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der verwunschene Fluss“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Endloses Feuer
Originaltitel: A Fire Endless
Reihe: Cadence-Zyklus; Band 2 von 2
Autorin: Rebecca Ross
Übersetzung: Michaela Link
Verlag: Panini
Seiten: 560
Kauflink: Amazon
Preis: 19,00 € (D) Taschenbuch; 14,99 € (D) E-Book
Die hier abgebildete Version ist eine Exklusivausgabe der Illumicrate. Sie ist in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich.
Klappentext:
Die Insel Cadence hat sich selbst und ihre Bewohner immer in einem empfindlichen Gleichgewicht gehalten. Doch nun hat Bane, der Geist des Nordwinds, alles und jeden, der ihm im Weg steht, ins Schwanken gebracht, um die Herrschaft über Menschen und Geister gleichermaßen zu erlangen.

Meine Meinung:
Nachdem Adaira mit in den Westen gegangen ist, fällt es ihr schwer, dort ihren Platz zu finden. Zu anders sind die Bräuche des Volkes ihrer Mutter. Gleichzeitig vermisst Jack sie im Osten täglich. Als die Magie des Windgeistes Banes zur Gefahr wird, müssen die Einwohner der Insel zusammenarbeiten. Denn nur so können sie seine Macht über die Magie brechen.
Im ersten Band habe ich bereits den Schreibstil geliebt und mochte die Charaktere, allerdings hat es mich gestört, dass vieles einfach zu schnell ging, aus dem Nichts kam oder einfach nicht vernünftig beschrieben wurde. Alle diese Punkte trafen auch auf den zweiten Band zu. Da jedoch vieles bereits etabliert war (Jacks und Adairas Beziehung kam zwar in Band 1 aus dem Nicht, war aber ja nun bereits da), fielen für mich die negativen Punkte in diesem Buch deutlich weniger ins Gewicht.
Im Gegenteil, ein Großteil dieses Buches hat mich enorm positiv überrascht. Sowohl Adaira als auch Jack sind in diesem Band getrennt voneinander, aber auch Sidra und Torin müssen sich getrennt voneinander behaupten. Ich war hier erst der Meinung, dass dies keine gute Entscheidung war – musste dies aber schnell revidieren. Zusammen waren die beiden immer in ihren klar definierten Rollen: Sidra war die Heilerin und Torin der Beschützer. Nun fand sich Torin in einer Situation wieder, in welcher er heilen musste, statt Gewalt zu nutzen. Seine Entwicklung hat mich hier wirklich begeistert.
Und auch Jacks und Adairas Beziehung war so unglaublich süß – und das, obwohl die beiden voneinander getrennt waren. Die Wege, wie sie versuchten zu kommunizieren und wie sehr sie sich nacheinander gesehnt haben, war einfach wundervoll.

Dieses Buch hätte problemlos ein 5 Sterne Highlight werden können. Leider hat mich das letzte Drittel dann doch sehr enttäuscht. Mit einem Mal ging alles sehr, sehr schnell. Charaktere konnten sich plötzlich scheinbar teleportieren, denn sonst würden einige beschriebenen Reisen so gar keinen Sinn ergeben. Charaktere fanden unabhängig voneinander die gleichen Dinge heraus, was zwar nötig, aber auch frustrierend zu lesen war. Und generell gab es hier einige Szenen die episch hätten sein können und sich so nur schnell abgehandelt anfühlten.
Besonders gestört hat mich hier auch die Entwicklung von Sidra. Während Torin eben eine Entwicklung durchmachen durfte, in der er zeigen konnte, dass er mehr sein kann, war Sidra am Ende eher überflüssig und schien auch nicht ebenso wie ihr Partner mehr sein zu dürfen. Sidra war von Anfang an ein Charakter, den ich sehr mochte und dadurch war dies besonders enttäuschend für mich.
Abgesehen von diesem Ende war dies aber eine ganz besondere Dilogie für mich und ich weiß jetzt schon, dass ich in Zukunft noch mehr von der Autorin lesen möchte.

Fazit:
„Endloses Feuer“ ist ein würdiger Abschluss für eine ganz besondere Dilogie. Viele Charaktere machen sehr schöne Entwicklungen durch und der Schreibstil schaffte es, mich einzufangen. Leider war das Ende einfach viel zu schnell. Insgesamt empfehle ich die Reihe dennoch sehr gerne weiter. Das magische Setting und die spannende Geschichte sind definitiv eine Reise auf die Insel Cadence wert.

