Rezension zu „Emily Wildes Enzyklopädie der Feen“ von Heather Fawcett
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
Originaltitel: Emily Wilde’s Encyclopaedia of Faeries
Reihe: Emily Wilde Band 1
Autorin: Heather Fawcett
Übersetzung: Eva Kemper
Verlag: Fischer Tor
Seiten: 416
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € (D) Gebunden; 16,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern gezeigte Edition ist eine Spezialausgabe der Fairyloot und so nicht mehr im Handel erhältlich.
Klappentext:
Die Cambridge-Professorin Emily Wilde ist in vielem gut: Sie ist die führende Expertin für Feen, eine geniale Gelehrte und akribische Forscherin, die die erste Enzyklopädie über Feenkunde verfasst. Allein mit Menschen kommt sie nicht zurecht und zieht die Gesellschaft ihrer Bücher, ihres Hundes Shadow und des Feenvolkes vor. Als sie für ihre Forschung in das verschneite Dorf Hrafnsvik reist, hat Emily nicht vor, sich mit den ruppigen Einwohnern anzufreunden. Ebenso wenig möchte sie Zeit mit ihrem akademischen Rivalen Wendell Bambleby verbringen, der mit seinem unerträglichen Charme die Dorfbewohner um den Finger wickelt, sich in Emilys Arbeit einmischt und sie völlig verwirrt. Doch während Emily den Geheimnissen des verborgenen Feenvolkes auf den Grund geht, kommt sie auch einem anderen Rätsel auf die Spur: Wer ist ihr Kollege Wendell Bambleby, und was will er wirklich? Um die Antwort zu ergründen, muss sie erst das größte Geheimnis von allen lüften – ihr eigenes Herz.

Meine Meinung:
Emily Wilde ist eine der führenden Wissenschaftler*innen was Feen angeht. Ihr aktuelles Projekt führt sie in den Norden Skandinaviens, wo sie in einem kleinen Dorf versucht, die dortigen Feen zu studieren. Doch es sind nicht diese Wesen, die ihr Probleme machen, sondern ihre Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen. Als ihr charmanter Kollege und Rivale Wendell Bambleby auftaucht, weiß Emily nicht, ob sie sich freuen oder ärgern soll. Doch auch Bambleby hat ein Geheimnis und ob Emily es aufdeckt, könnte nicht nur für ihre Forschung entscheidend sein.

Ich liebe Cozy Fantasy und so hat es auch diese Geschichte schnell geschafft, mein eiskaltes Herz zu berühren. Geschrieben ist das Ganze in Tagebuchform – Emily Wilde ist als Forscherin unterwegs und führt ein Journal, um später ihre Erkenntnisse zusammentragen zu können. Allerdings verirrt sich auch viel Privates in diese Notizen, wie etwa ihre Erlebnisse mit den Einwohnern und ihre Gefühle ihrem Kollegen und Rivalen Bambleby gegenüber. Dennoch bleibt der Schreibstil immer eher trocken und sachlich, denn Emily ist auch im Privatleben in erster Linie Wissenschaftlerin. Mir persönlich hat dies sehr gut gefallen, ich denke jedoch, dass dieser Stil nicht allen Lesenden zusagen wird. Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, kann ich keine Aussage dazu machen, wie es sich in der deutschen Übersetzung liest.
Auch gut gefallen hat mir das Setting. Dieses ist in einem ausgedachten skandinavischen Land, etwas über der nördlichen Küste Norwegens angesiedelt. Ich konnte mir alles sehr bildhaft vorstellen und habe es geliebt, diese Landschaft zusammen mit Emily zu erkunden.

Auch die Charaktere konnten mich voll und ganz überzeugen. Mit Emily konnte ich mich bis zu einem gewissen Grad recht gut identifizieren und auch wenn ich ihre Handlungen teils als sehr impulsiv empfunden habe, waren sie doch konsistent. Ihre Beziehung zu Bambleby war ebenfalls sehr schön beschrieben und ausgestaltet und ich habe ihn im gleichen Tempo wie Emily zunächst als anstrengend, dann später als… weniger anstrengend und ein wenig charmant empfunden.
Emilys Beziehung mit den Dorfbewohnern war äußerst interessant und ich mochte sehr, wie die Entwicklung hier dargestellt wurde.
Die Vorstöße ins Feenreich waren besonders interessant. Das Magiesystem war wirklich sehr weich, was ich meist nicht ganz so gerne mag. Hier hat dies jedoch gut gepasst. Ich hoffe, im nächsten Band nimmt dieser Aspekt noch mehr Raum ein als in diesem.
Mein einziger, sehr kleiner Kritikpunkt an diesem Buch ist, dass das Ende für mich doch etwas sehr schnell abgehandelt wurde. Auf mich machte es den Eindruck, dass eine gewisse Konfrontation nur eingebaut wurde, damit das Buch ein wenig Spannung hat. Für mich persönlich war dies aber ehrlich gesagt unnötig.

Fazit:
Wer Cozy Fantasy, klassische Feen aus Sagen und einen eher sachlichen Schreibstil mag, wird mit diesem Buch absolut glücklich werden. Mich hat es jedenfalls voll und ganz überzeugt und ich freue mich bereits, Emily und Wendell im nächsten Band wiederzusehen.



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