Rezension zu „Dune – Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Dune – Der Wüstenplanet
Originaltitel: Dune
Reihe: Dune Band 1
Autor: Frank Herbert
Übersetzung: Jakob Schmidt
Verlag: Heyne
Seiten: 800
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 4,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Herzog Leto, Oberhaupt des Hauses Atreides, erhält Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine lebensfeindliche und doch begehrte Welt, denn unter dem Sand liegt das Gewürz. Diese Droge, die man auf Arrakis im großen Stil abbaut, verleiht Menschen die Gabe, in die Zukunft zu sehen, und bildet damit die Grundlage der interstellaren Raumfahrt. Als Letos Armee in einen tödlichen Hinterhalt gerät und der Herzog fällt, flieht sein Sohn Paul in die Wüste und taucht bei Arrakis‘ Ureinwohnern, den Fremen, unter. Diese erkennen in ihm den lange vorhergesagten Messias, und Paul rüstet sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug …

Meine Meinung:
„Dune – Der Wüstenplanet“ wurde mir freundlicherweise vom Heyne Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Paul, der Sohn des Herzogs Leto Atreides, kommt auf den Planet Arrakis, als sein Haus diesen vom Imperator erhält. Auf der lebensfeindlichen Welt ist ihnen nur zu klar, dass jeder Fehler tödlich sein kann und eine Falle bereits für sie ausgelegt wurde. Als ein verfeindetes Haus einen Schlag gegen sie setzt, fliehen Paul und seine Mutter in die Wüste, wo sie den Fremen begegnen. Diese erkennen in ihm einen vorhergesagten Messias.
Es gibt wenig Bücher, bei denen ich meine Meinung in Bezug auf das Buch während des Lesens so oft geändert habe, wie hier. Zu Beginn fiel es mir extrem schwer, in die Geschichte einzufinden. Dies lag vor allem an der auktorialen Erzählweise. Zu jedem Zeitpunkt weiß man von jedem Charakter, was dieser denkt, fühlt und will. Es wird nichts im Dunkeln gelassen und manchmal weiß man auch bereits, was in der näheren Zukunft des Buches geschehen wird. Bei mir kam dadurch Langeweile auf, immerhin wusste ich immer genau, was als nächstes passieren würde.
Es hat annähernd 200 Seiten gedauert, aber ich habe mich doch an den Schreibstil gewöhnt. Und ab da gefiel mir das Buch sehr gut. Der Autor hat hier eine fantastische Welt erschaffen, die ich nur zu gerne erkundet und zu der ich jedes Detail aufgesogen habe. Auch nach 800 Seiten gibt es noch so viele Rätsel und so vieles, das ich gern über dieses Buchuniversum erfahren würde.
An einer Stelle des Buches gibt es dann einen Zeitsprung. Danach wirkte das Buch plötzlich sehr gehetzt. Es gibt kriegerische Handlungen, Verhandlungen, neue Familie, alte Freunde und das alles wird so schnell abgehandelt, dass es mich mehr als verwirrt hat. Einige Fäden, die weit im Voraus gespannt worden waren und bei denen ich schon auf die Auflösung gewartet hatte, wurden hier innerhalb von wenigen Sätzen, teilweise offscreen beendet. Das Ende des Buches war so dermaßen plötzlich, dass ich völlig verwirrt war.
Ein wenig gefehlt hat mir insgesamt der Bezug zu den Charakteren. Obwohl ich immer in die Köpfe von allen schauen konnte, gab es dennoch keinen einzigen, mit dem ich wirklich mitfiebern konnte, oder den ich emotional gesehen verstehen konnte. Allgemein werden emotionale Szenen meist nicht wirklich gezeigt.

Insgesamt fiel es mir so schwer, das Buch als Ganzes zu mögen. Dennoch gab es einige Dinge, die mich begeistern konnten. Man merkt, dass man es hier mit einem Epos zu tun hat und ich verstehe, wie dieses Werk viele andere Autoren beeinflussen konnte.
Was ich hier nicht kritisieren, aber dennoch anmerken möchte ist, dass man dem Buch sein Alter doch anmerkt. Es gibt einige Szenen, die man heutzutage als sexistisch ansehen kann und die mich manchmal doch etwas gestört haben. Hier ist das Buch aber eben ein Produkt seiner Zeit und ich bin mir sogar sicher, dass es dafür sogar eher progressiv war.
Fazit:
„Dune“ ist definitiv ein Epos, das seiner Zeit voraus war und viele andere Werke inspiriert hat. Dafür hat es Anerkennung verdient. Dennoch ist es aus heutiger Sicht teils schwer zu lesen, was vor allem an der sonst eher selten verwendeten Erzählweise liegt.


[…] liebsten zwischen einer Stargate-Verschriftlichung und The Dune […]