Cover "Dragon Princess" und Charakterzeichnungen
Fantasy Jugendbuch Romance Romantasy

Dragon Princess – Ozean aus Asche und Rubinen

Rezension zu „Dragon Princess – Ozean aus Asche und Rubinen“ von Teresa Sporrer

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Dragon Princess – Ozean aus Asche und Rubinen
Reihe: Dragon Princess Band 1
Autorin: Teresa Sporrer
Verlag: Impress
Seiten: 314
Kauflink: Amazon
Preis: 12,90 € (D) Taschenbuch; 3,99 € (D) E-Book

Worum geht es?

„Was, wenn die Prinzessin vergeblich darauf wartet, dass der Prinz sie aus dem Turm befreit? Wenn es der Drache ist, der sie rettet? Dann schwört die Prinzessin Rache an denen, die sie eingesperrt haben – ihrer königlichen Familie. Und dafür braucht sie die Hilfe eines ebenso draufgängerischen wie charismatischen Piratenkapitäns…“

Klappentext "Dragon Princess"
Zitat:

„Das Königreich Yevel im mittleren Reich ist genau für zwei Dinge bekannt: Edelsteine und Drachen. Edelsteine gibt es in Hülle und Fülle, mehr als das Land je ausgeben könnte. Die Drachen sind allerdings inzwischen nahezu ausgerottet.“

Meine Meinung:

Die Geschichte:

Ruby heuert einen Piratenkapitän dafür an, etwas aus dem Schloss von Yevel zu stehlen. Die ganze Aktion läuft nicht wie geplant und als sie wieder zu sich kommt befindet sie sich bereits auf einem Piratenschiff auf offener See. Ruby weiß nicht, ob sie den Piraten, die sie gerettet haben, wirklich trauen kann.

Von Anfang an hat mich das Worldbuilding des Buches gefesselt. Ein Königreich, das so viele Juwelen hat, dass man sie praktisch überall für alles verwendet – eine tolle Vorstellung. An einigen Stellen wurden die Konsequenzen einer Idee für die Welt zwar meiner Meinung nach nicht ganz zu Ende gedacht, aber da es sich hier um ein Romantasy-Buch handelt ist dies nicht überraschend.

Auch die Grundidee des Buches hat mich gefesselt. Eine Prinzessin, die vom Drachen statt vom Prinzen gerettet wird und sich daraufhin einer Bande ungleicher Piraten anschließt, klingt spannend und nach etwas was ich gerne lesen wollen würde. Leider hat mich die Umsetzung dieser Idee einfach nicht überzeugen können.

Rubys großes Geheimnis darüber, wer sie ist und weshalb sie in das Schloss eingebrochen ist, ist dem Leser leider schon durch den Klappentext bewusst. Es ist teilweise ermüdend mitzulesen, wie Fynn versucht, etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden, während man selbst bereits beinahe alles weiß.

Es gab eine Menge Kleinigkeiten, die nicht wirklich durchdacht waren. Für sich allein genommen hat keine davon wirklich gestört, aber die Menge im Buch hat mir das Gefühl gegeben, dass oft einfach nicht richtig über Szenen nachgedacht wurde. Beispielsweise will Fynn Ruby einen Ausblick auf eine Insel zeigen. Die beiden sitzen im Ausguck, klettern aber erst hinunter, um von der Reeling aus zu schauen. Ruby ist von der Aussicht überrascht, obwohl sie diese vom Ausguck definitiv bereits hätte sehen können – dafür ist ein Ausguck da. Diese einzelne Kleinigkeit macht, wie gesagt nicht sonderlich viel aus, aber in diesem Buch häuften sich diese Vorfälle doch sehr.

Erste Seite mit Signatur der Autorin

Die Charaktere:

Auch hier findet sich das Problem, dass viele Kleinigkeiten einfach nicht durchdacht wirken. Ruby etwa muss zu Beginn des Buches stehlen, um über die Runden zu kommen. Sie schämt sich scheinbar dafür und betont immer wieder, dass sie dies nur tut, wenn sie wirklich muss. Gleichzeitig erzählt sie jedoch auch davon, dass sie ein Zahnstocherset aus Edelsteinen geklaut hat, weil sie es einfach schön fand und sie hat auch kein Problem dabei, mit den Piraten zusammen ein Schiff zu kapern.

Trotz dieser Kritik muss ich sagen, dass mir Ruby als Charakter sehr gut gefallen hat. Ihre nicht immer ganz menschliche Natur ist gut beschrieben und auch wenn sie dadurch etwas seltsam wirkte, kam sie meiner Meinung nach doch immer glaubhaft rüber. Auch die anderen Charaktere waren gut beschrieben und hatten ihre Stärken und Schwächen. Ich muss nur gestehen, dass ich das ein oder andere mal das Gefühl hatte, die Autorin versucht sich mit jedem Charakter darin zu übertreffen, wie verrückt dieser ist, was auf Dauer etwas übertrieben wirkte. Ja zwischen all den besonderen und verrückten Charakteren hätte ich mir irgendwie auch jemanden gewünscht, der einfach etwas normaler ist.

Die Liebesgeschichte im Buch hatte zwar ein gutes Tempo, allerdings kam bei mir keine wirkliche Emotion rüber. Ruby handelt in diesem Zusammenhang öfter völlig irrational, als wäre sie deutlich jünger als ich sie ansonsten wahrgenommen habe und Fynn wirkt allgemein auf mich nicht sonderlich sympathisch.

Der Schreibstil:

Für ein in einem großen Verlag veröffentlichtes Buch hat „Dragon Princess“ eine nicht zu entschuldigende Menge an Rechtschreib- und Grammatikfehlern. An einer Stelle fehlt sogar ein großer Teil des Satzes. Tatsächlich ist im Impressum kein Korrektorat angegeben. Aufgrund der vielen eben genannten Unachtsamkeiten im Buch habe ich mich zwischenzeitlich gefragt, ob das Manuskript zusätzlich auch nicht vernünftig lektoriert wurde.

Allgemein ist der Schreibstil sehr einfach gehalten und hat mich persönlich nicht besonders angesprochen. Vom Schreibstil ausgehend hätte ich erwartet, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt, allerdings ist es dafür deutlich zu brutal.

Fazit:

Meiner Meinung nach hätte „Dragon Princess – Ozean aus Asche und Rubinen“ mehr Aufmerksamkeit vor der Veröffentlichung gebraucht. Natürlich weiß ich nicht, was hinter den Kulissen vor sich gegangen ist, aber gerade bei den vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern ist dieses Buch eigentlich alles andere als druckreif! Auch wenn die Grundidee gut ist, konnte mich die Umsetzung leider einfach nicht überzeugen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert