Rezension zu „Die Zeitläuferin – Der Geheimbund“ von Miriam Seebris
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Die Zeitläuferin – Der Geheimbund
Reihe: Die Generationen im Zeittor Band 1
Autorin: Miriam Seebris
Seiten: 288
Kauflink: Amazon
Preis: 24,90 € (D) Hardcover; 11,98 € (D) Taschenbuch; 1,99 € (D) E-Book
Worum geht es?
„Eine Falle, ein Test, eine fast unglaubliche Erkenntnis: Zeitreisen existieren. Mehr noch: Die 17-jährige Kari ist selbst Zeitläuferin und damit automatisch Mitglied in dem Geheimbund, der darüber wacht, dass die Existenz von Zeitreisen nicht allgemein bekannt wird. Am Starnberger See, wo Kari ihre Sommerferien verbringt, soll sie zusammen mit anderen Jugendlichen bei einem Praktikum das Leben als Zeitläuferin kennenlernen. Doch als sie heimlich schon vor dem Beginn ihrer Ausbildung in die Vergangenheit reist, setzt sie unwillentlich eine Ereigniskette in Gang, die für sie fatal enden kann. Die prunkvollen Adelsfeste, die im 18. Jahrhundert mit einer riesigen Schiffsflotte auf dem Starnberger See gefeiert wurden, mögen zwar herrlich gewesen sein – doch während des Dreißigjährigen Krieges sollte man manche Orte auch in Starnberg meiden. Insbesondere, wenn man noch kaum mit Springkrämpfen, Turbulenzen und den anderen Gefahren umzugehen weiß, die Zeitreisen bestimmen. Nicht nur Leo, ein junger Zeitläufer, den Kari im Starnberg des Jahres 1910 kennenlernt, warnt sie deshalb eindringlich … Der Auftakt der Reihe um Verrat, Freundschaft, Liebe und den Zeitläuferkrieg.“

Zitat:
„Damals war ich hellauf begeistert. Ich war plötzlich Mitglied in einem weltweiten, zeitweiten Geheimbund und besaß die Fähigkeit, durch die Zeit zu reisen. Ich war eine Zeitläuferin.“
Meine Meinung:
Die 17-jährige Kari erfährt auf dem Rückweg von einer Party, dass sie eine Zeitläuferin ist und somit in die Vergangenheit reisen kann. In einem Geheimbund von Zeitläufern beginnt sie ihre Ausbildung. Allerdings findet Kari die meisten Regeln eher langweilig, weshalb sie lieber direkt geheime Ausflüge in die Vergangenheit macht. Da sie jedoch keine Ahnung von den Gefahren beim Zeitreisen hat, bringt sie sich dabei in eine Menge Schwierigkeiten.
Ich gehöre ja zu den Leuten, die sich mehr Romane wünschen, in denen die Charaktere zusammen mit dem Leser in einer Schule etwas lernen. Protagonistin geht in eine magische Schule? Natürlich will ich auch den Unterricht mitbekommen! Dieses Buch übertreibt es damit jedoch. Ein sehr großer Teil der Geschichte dreht sich darum, die gesamten Fachtermini aus der Welt der Zeitläufer zu lernen. Das fühlt sich leider, je länger es andauert, so spröde und langweilig an, als würde man tatsächlich selbst im Klassenraum sitzen. Viele der Begriffe, wie etwa den Sprungkrampf, erlebt man im Buch auch richtig mit, somit ist die reine Erklärung oft einfach überflüssig.
Leider plätschert die Geschichte größtenteils auch eher vor sich hin. Es gibt kein wirkliches Ziel, das die Protagonisten verfolgen, keine sichtbare Motivation. Man folgt Kari, wie sie ein bisschen durch die Zeit springt und wie sie mit ihren Freunden grillt, oder am See schwimmen geht. Dabei gibt es nie etwas, worauf sich alles zubewegt. Zwischendurch werden mal Verräter erwähnt und ein paar verdächtige Dinge geschehen, aber die Autorin macht in diesem Buch nichts weiter damit. Ich denke, dass vieles davon im zweiten Band aufgegriffen wird, allerdings ist bei mir leider eher das Interesse weg, weiterzulesen und herauszufinden, was dahintersteckt.
Was im Buch definitiv gut gemacht ist, ist Stimmungen und Umgebung zu beschreiben. Wenn Kari in andere Zeiten springt ist es interessant zu lesen, wie sich die Gegend um sie herum verändert. Die Autorin hat hier sehr gute Recherche betrieben und erzählt genau, wie Starnberg in verschiedenen Zeiten aussah. Es mag der Geschichte zwar ein wenig an Richtung zu fehlen, dafür ist es trotzdem schön, zu lesen wie die Jugendlichen Freundschaft knüpfen und ihre Zeit miteinander verbringen.
Fazit:
Wer ein kurzes Buch mit wenig Handlung, dafür umso mehr Atmosphäre sucht, der wird mit „Die Zeitläuferin – Der Geheimbund“ sehr glücklich werden. Für mich persönlich war es leider einfach nicht genug.

