Rezension zu „Die Tänzerin am Abgrund“ von Brandon Sanderson
Dies ist ein Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Weg der Könige“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Die Tänzerin am Abgrund
Originaltitel: Edgedancer
Reihe: Die Sturmlicht-Chroniken Band 7 (The Stormlight Archive Band 2.5)
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Heyne
Seiten: 224
Kauflink: Amazon
Preis: 12,99 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Für immer Kind bleiben! Das war der Wunsch des Straßenmädchens Lift – und bisher hat sich dieser auch erfüllt. Lift lebt am Hof der Azishs im Lande Roschar, und nur ihre einzigartige Gabe hat sie bislang vor Schwierigkeiten bewahrt. Doch das Leben am Hof droht, das freiheitsliebende Mädchen zu ersticken, und so zögert sie keine Sekunde, diesen zu verlassen, als sie erfährt, dass ein grausamer Mann im fernen Yeddaw Menschen wie sie – Menschen mit Magie – verfolgt. Lift bricht auf, diesen zur Seite zu stehen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich damit begibt …

Meine Meinung:
Das Straßenmädchen Lift möchte für immer jung bleiben. Verantwortung zu übernehmen, oder sich generell erwachsen verhalten, sind für sie schreckliche Gedanken. Seit sie besondere Fähigkeiten erhalten hat, beginnen Menschen jedoch immer mehr von ihr zu erwarten. Als sie eine Chance sieht, dem Palast von Azish zu entfliehen, tut sie dies. Sie bricht auf in die Stadt Yeddaw, wo sie einen Mann wiedertrifft, der sie bereits einmal fast getötet hätte.
Lift war bereits ein Nebencharakter im letzten Teil der Sturmlicht-Chroniken. Hier erhält sie ihre eigene Geschichte, in der sie Protagonistin ist. Und ich muss sagen, dies ist eigentlich mein einziger Kritikpunkt, denn Lift war für mich beinahe nicht auszuhalten. Sie hört nicht zu, will nie kooperieren und geht immer mit dem Kopf zuerst durch die Wand. Auch wenn sie mehr mitdenkt, als ich zuerst dachte, fand ich es oft schwer, eine Geschichte aus diesem Blickwinkel zu erleben. Damit will ich nicht sagen, dass sie als Charakter nicht gut geschrieben wäre – ganz im Gegenteil. Dennoch fiel es mir schwer, so mein Lesevergnügen aufrecht zu halten.
Abgesehen davon bietet die Geschichte aber ein gutes Gegengewicht zu den sonst sehr langen Romanen der Reihe. Diese beinhalten sehr viel Worldbuilding, sehr viele Sichtweisen und sind dadurch vom Tempo her teils etwas langsamer. Diese Novelle dagegen war voller Action und sehr temporeich. Es war einfach ein kleines Abenteuer in der gleichen Welt, in dem man einen bisherigen Nebencharakter besser kennenlernt.
Gerade die Kürze der Novelle hat mir, in Verbindung mit Lift als Protagonistin, sehr gefallen. Denn so gern ich die Geschichte auch mochte, viel länger wollte ich mit ihr einfach keine Zeit verbringen. Dies ist natürlich aber ein absolut subjektiver Kritikpunkt.
Fazit:
„Die Tänzerin am Abgrund“ ist ein nettes, kurzes Abenteuer und bietet ein wunderbares Gegengewicht zu den anderen Bänden der Sturmlicht-Chroniken. Ich hätte mir nur einen etwas weniger anstrengenden Hauptcharakter gewünscht.

