Rezension zu „Die Stadt aus Messing“ von S.A. Chakraborty
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Die Stadt aus Messing
Originaltitel: The City of Brass
Reihe: Die Daevabad-Trilogie Band 1
Autorin: S.A. Chakraborty
Übersetzung: Kerstin Fricke
Verlag: Panini Books
Seiten: 624
Kauflink: Amazon
Preis: 17,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Die junge Nahri verdient ihren Lebensunterhalt damit, osmanische Adlige mit medizinischen Taschenspielertricks zu betrügen, in der Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben. Doch als sie bei einem ihrer Rituale versehentlich Dara herbeiruft, einen ebenso gerissenen wie mysteriösen Dschinn-Krieger, gerät ihr Leben aus allen Fugen. Zusammen mit ihrem unfreiwilligen Verbündeten flüchtet Nahri über heiße windgepeitschte Sande und Flüsse voller mythischer Kreaturen nach Daevabad – der sagenumwobenen Stadt aus Messing – und Heimstätte der Dschinn-Clans. Es ist eine Stadt voller Magie und Feuer, in der die eigene Abstammung so gefährlich sein kann wie jeder bösartige Zauber; eine Stadt, in der alte Ressentiments tief sitzen und der königliche Hof mit eiserner Hand regiert; eine Stadt, an die Nahri nun unwiderruflich gebunden ist – und in der ihre bloße Anwesenheit einen Krieg zu entfachen droht, der schon seit Jahrhunderten brodelt …

Zitat:
„Größe braucht Zeit, Banu Nahida. Oftmals blicken die Mächtigsten auf einen ärmlichen Ursprung zurück.“
Meine Meinung:
Nahri lebt in Kairo im 18. Jahrhundert. Sie ist alleine, hat keine Erinnerungen an ihre Familie und überlebt dadurch, dass sie Adligen das Geld aus der Tasche zieht. Bei einem Ritual ruft sie versehentlich Dara herbei, einen mysteriösen Dschinn-Krieger, der ihr verrät, dass in ihren Adern ebenfalls Dschinn-Blut fließt. Gemeinsam reisen sie nach Daevabad, der Hauptstadt der Dschinn-Clans. Doch Nahris Abstammung hat das Potential, einen Krieg zu entfachen und sie muss sich bald fragen, ob sie in der Stadt wirklich sicherer ist als außerhalb.
Ich liebe Bücher mit grandiosem Worldbuilding und „Die Stadt aus Messing“ kann sich in dieser Kategorie eindeutig bei meinen Favoriten einreihen! Das Buch spielt in Kairo und dem Gebiet des heutigen Afghanistans im 18. Jahrhundert. Sowohl die uns bekannte Welt als auch die erdachte Stadt der Dschinn, Daevabad, sind so wundervoll beschrieben, dass ich alles sofort vor Augen hatte und mich richtig in die Atmosphäre einfühlen konnte. Die Dschinn hatten eine komplexe Geschichte mit verschiedenen Stämmen und Familien. Zeitweise muss ich gestehen, dass ich mich fast etwas von den vielen verschiedenen Wörtern für die verschiedenen Dschinn erschlagen gefühlt habe, aber glücklicherweise gibt es sowohl in den Klappen als auch ganz vorne und hinten verschiedene Glossare und Personenregister, die dabei helfen, den Überblick über diese wirklich sehr komplexe Welt zu behalten.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an überzeugt. Nahris Reise von Kairo nach Daevabad zu verfolgen hat mich sehr interessiert, aber noch interessanter war es dann in Daevabad selbst. Hier gab es Intrigen, Machtspiele und ich habe schon manches Mal gerätselt, wem Nahri wohl vertrauen könnte.
Die Charaktere haben mich alle wirklich sehr interessiert. Nahri selbst fand ich zeitweise zwar etwas anstrengend, aber sie war konsistent geschrieben mit einer spannenden Entwicklung. Ich habe die Geschichte gern aus ihrer Perspektive erlebt. Aber auch die restlichen Charaktere konnten mich immer wieder überzeugen.

Mein einziger Kritikpunkte waren die unglücklich gesetzten Zeitsprünge, die über das gesamte Buch hinweg vorkamen. Zu oft wurde die Entwicklung von Beziehungen zwischen Charakteren in diese Zeitsprünge gesetzt, wodurch man diese nicht erleben konnte. Dies fühlte sich vor allem seltsam an, wenn vor einem solchen Sprung noch explizit gesagt wurde, dass ein Charakter einen anderen hasst, dies danach aber nicht mehr der Fall ist. Mir hätten bereits ein paar Szenen gereicht, in denen die entsprechende Entwicklung der Beziehungen gezeigt worden wäre.
Der Schreibstil hat mir grundlegend gut gefallen. Ich konnte der Geschichte immer leicht folgen, was es teilweise auch einfacher gemacht hat, dem komplexen Worldbuilding zu folgen.

Fazit:
Der Auftakt dieser Reihe verdient die Bezeichnung episch. Ein großartiges Worldbuilding, gut durchdachte Charaktere mit interessanter Motivation und eine spannende Geschichte können hier definitiv mehr als überzeugen!


[…] Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.Hier geht es zur Rezension zu „Die Stadt aus Messing“. […]
[…] Meine Rezension findet ihr hier. […]
[…] Dies ist der dritte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den ersten beiden Teilen.Hier geht es zur Rezension zu „Die Stadt aus Messing“ (Band 1). […]