Cover "Die Magie des Abgrunds"
Fantasy High Fantasy Jugendbuch

Die Magie des Abgrunds

Rezension zu „Die Magie des Abgrunds“ von Magali Volkmann

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Die Magie des Abgrunds
Autorin: Magali Volkmann
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 360
Kauflink: Amazon; Drachenmond Verlag
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch

Klappentext:

„Wer ein Verbrechen begeht, wird wiedergeboren: Dies ist eisernes Gesetz in Erydanne, der schwebenden Stadt im Abgrund. Elaria will mit Wiedergeborenen nichts zu tun haben, bis sie zufällig einen von ihnen rettet: Lorin, der gemeinsam mit seinem Freund Artana alles tut, um Erydanne für immer zu vernichten. Doch je tiefer sie sich in deren Welt verfängt, desto weniger scheint alles zusammenzupassen. Haben Lorin und Artana wirklich vor, die Stadt zu zerstören? Was hat die unsterbliche Königin Symea damit zu tun, die sie um jeden Preis tot sehen wollen?

Während Elaria nach Antworten sucht, gerät sie jedoch selbst in Gefahr. Denn wer einem Wiedergeborenen beisteht, wird ebenfalls verflucht – und obendrein droht sie ihr Herz an einen von ihnen zu verlieren …“

Klappentext "Die Magie des Abgrunds"
Zitat:

„Es gab Dinge, an die man sich nie gewöhnte. Eines davon war das Sterben.“

Meine Meinung:

“Die Magie des Abgrunds” wurde mir freundlicherweise vom Drachenmond Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keinen Einfluss.

In Erydanne werden Wiedergeborene geächtet – denn nur Verbrechern wird dieses Schicksal zuteil. Die beiden berüchtigtsten Wiedergeborenen sind Lorin und Artana. Seit 300 Jahren versuchen sie bereits über viele Leben hinweg die Königin zu töten. Durch einen Zufall treffen sie auf Elaria, die sich ihnen anschließt. Können sie mit ihrer Hilfe ihr Ziel erreichen?

„Die Magie des Abgrunds“ gehört zu diesen Büchern, deren Grundidee mich wirklich sehr angesprochen, deren Umsetzung mir dagegen leider nicht so gut gefallen hat. Die Kreativität, die die Autorin gerade beim Worldbuilding beweist, ist genial. Die Welt, die sie hier erschaffen hat, ist etwas ganz Neues. Menschen, denen Glas aus dem Körper wächst, die illusorische Magie nutzen können. Ein Abgrund, aus dem Nebelgeister kommen und so vieles mehr. Ich bin so gerne in Erydanne eingetaucht. Auch wenn einige Teile des Worldbuildings nicht konsequent verfolgt wurden, war ich dennoch verzaubert von diesem Ort.

Weniger verzaubert haben mich leider die Charaktere. Diese haben sich einfach viel zu oft völlig irrational und unglaubwürdig verhalten. Obwohl alle Charaktere erwachsen waren, hatte ich einfach zu oft das Gefühl, dass sie sich wie Kinder verhalten. Ein Beispiel wäre etwa Elaria, die in einer Gesellschaft aufgewachsen ist, in der ihr immer gesagt wurde, dass Wiedergeborene eigentlich Dämonen in Menschenform sind und sie immer lügen. Aber nur weil die Wiedergeborenen dann halt nett aussehen und kurz freundlich zu ihr sind, schlägt sie sich auf deren Seite. Auch interpersonelle Konflikte werden oft genug auf unglaubwürdige Weise viel zu schnell gelöst, was mich mehrfach geärgert hat.

Im Buch gab es mehrere Liebesgeschichten, die bis auf eine einzige nicht relevant für die Geschichte und leider auch nicht besonders gut ausgearbeitet waren. Die für die Geschichte relevante Liebesgeschichte gehört leider dem Trope „Women in Refrigerators“ an, und ist somit nur dafür gedacht, den männlichen Helden auf einen Rachefeldzug zu bringen. Ich persönlich mag so etwas nicht besonders.

Karte von Erydanne im Buch "Die Magie des Abgrunds"

Der Schreibstil selbst hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Dieser war trocken, sehr beschreibend und wenig zugänglich. Alle Charaktere haben die gleichen Phrasen beim Sprechen genutzt, wodurch sie für mich oft nicht gut voneinander abzugrenzen waren.

Trotz all dieser Kritik hatte die Geschichte Potential und hätte mit etwas mehr Ausarbeitung vermutlich auch sehr spannend sein können. Man merkt definitiv, dass die Autorin Spaß daran hatte, ihre Geschichte zu erzählen und ich bin sicher, es gibt genug Menschen, die ebenso viel Spaß daran haben werden, diese zu lesen. Leider habe ich nicht dazu gehört.

Fazit:

Leider konnte mich „Die Magie des Abgrunds“ nicht überzeugen. Auch wenn mir das Worldbuilding sehr zugesagt hat, waren mir die Charaktere nicht genug ausgearbeitet und die Beziehungen zwischen diesen funktionierten für mich einfach nicht.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert