Cover "Die Herrin des Waldes": Zu sehen ist ein düsterer Wald auf dessen Ausgang sich eine weibliche Gestalt in rotem Umhang bewegt
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Die Herrin des Waldes

Rezension zu „Die Herrin des Waldes“ von Evelyne Aschwanden

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Die Herrin des Waldes
Reihe: Die Herrin des Waldes Band 1
Autorin: Evelyne Aschwanden
Seiten: 373
Kauflink: Amazon
Preis: 4,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die Stiefschwestern Yasha und Daphne können sich nicht ausstehen. Als die beiden eines Abends ihre kleine Halbschwester beim Babysitten aus den Augen verlieren, stolpern sie versehentlich in eine düstere Version des Märchenwalds. Hier hat eine böse Hexe – von allen nur Die Herrin genannt – einen grausamen Fluch über die Märchenfiguren ausgesprochen. Platz für glückliche Enden gibt es in dieser Welt keinen, und eine dunkle Macht droht, das Leben im Wald für immer auszulöschen. Um zu überleben, müssen Yasha und Daphne nicht nur endlich ihre Differenzen überwinden, sondern auch mehr über die unerklärlichen Kräfte herausfinden, die langsam in ihnen heranwachsen. Denn eines ist klar: Wenn sie ihre Schwester je wieder nach Hause bringen wollen, müssen sie gemeinsam der Herrin entgegentreten …

Meine Meinung:

Seit Yashas Mutter gestorben ist, muss sie bei ihrem Vater und ihrer Stiefschwester Daphne leben. Diese ist ihr gegenüber kalt und abweisend, wodurch es zu Konflikten kommt. Als ihre kleine Halbschwester beim Babysitten wegläuft, geraten die beiden in einen dunklen Märchenwald. Die Macht einer bösen Hexe hat diesen korrumpiert und die glücklichen Enden für die Figuren darin zerstört. Yasha und Daphne müssen lernen zusammenzuarbeiten, wenn sie ihre kleine Schwester jemals wieder nach Hause bringen wollen.

Ich habe ja eine Schwäche für Märchen-Fantasy und so konnte mich auch der düstere Märchenwald in diesem Buch schnell begeistern. Auf ihrer Reise treffen Yasha und Daphne so einige bekannte Figuren, wie etwa Gretel und die Gänsemagd. Einige erkennt man sehr leicht wieder, andere sind so verfremdet, dass es zumindest bei mir ein wenig gedauert hat, bis ich wusste, um welche Figur es sich handelte. Allen gemeinsam ist, dass sie niemals ihr glückliches Ende bekommen haben.

Die Geschichte, die sich hieraus ergibt, war interessant und hat es schnell geschafft, mich zu fesseln. Auch wenn Yasha und vor allem Daphne zunächst nur ihre Schwester suchen wollen und mit den Bewohnern im Wald eher ungern kommunizieren merken sie doch schnell, dass sie keine Chance ohne diese haben. Dadurch scheinen sich manchmal die Prioritäten zu verschieben, aber ich hatte dennoch nie das Gefühl, dass die Geschichte zu sehr von der Haupthandlung abdriftet.

In diesem Zusammenhang fand ich allerdings Daphne als Charakter oft schwer zu verstehen. Sie hatte oft Probleme damit, dass die Suche nach der Schwester nicht fokussiert genug verlaufen würde. Ihre Charakterentwicklung verlief eher langsam und mit vielen Rückschlägen, was für mich manchmal frustrierend war. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte davon profitiert hätte, wenn einzelne Abschnitte auch aus Daphnes Sicht geschrieben worden wären, einfach um ihre Gedankenwelt etwas besser kennenzulernen.

Yasha hat mir dagegen als Charakter sehr gut gefallen. Die Geschichte ist grundsätzlich aus ihrer Sicht geschrieben und ihre Gefühle, Gedanken und Probleme sind dabei sehr gut herausgearbeitet. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass sie eine asexuelle Protagonistin ist, was derzeit noch eher selten in Büchern ist und dass ihre sexuelle Identität zwar in der Geschichte aufgegriffen wird, dies aber nicht ihre einzige Charaktereigenschaft ist, was ja doch öfter bei queeren Figuren ein Problem ist. Allgemein findet sich in diesem Buch eine Fülle von diversen Charakteren, was mir sehr gefallen hat.

Leider muss ich gestehen, dass mich das große Finale nicht wirklich packen konnte. Meiner Meinung nach gab es hier viel hin und her, was sich spezifisch auf Daphne bezog und einige Plotttwists waren für mich doch sehr vorhersehbar. Abgesehen davon habe ich die Geschichte allerdings geliebt und ich bin auch sehr darauf gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird. Das Buch endet jedenfalls mit einem spannenden Cliffhanger und ich hoffe sehr, dass Teil 2 sehr bald erscheint!

Fazit:

„Die Herrin des Waldes“ hat mich mit einer spannenden Geschichte, tollem Worldbuilding und ganz viel Diversität überzeugen können. Trotz eines für mich etwas schwächeren Endes bin ich sehr auf die Fortsetzung gespannt!

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1 Kommentar

  1. […] Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Meine Rezension enthält leichte Spoiler zum ersten Band.Hier geht es zur Rezension zu „Die Herrin des Waldes“. […]

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