Rezension zu „Die Fürstin der Unterlande“ von Evelyne Aschwanden
Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Meine Rezension enthält leichte Spoiler zum ersten Band.
Hier geht es zur Rezension zu „Die Herrin des Waldes“.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Die Fürstin der Unterlande
Reihe: Die Herrin des Waldes Band 2 von 2
Autorin: Evelyne Aschwanden
Seiten:
Kauflink: Amazon
Preis: 3,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Nach ihrem Kampf gegen die Herrin findet sich Yasha in einer dunklen, kargen Welt wieder. Um in den Wald zurückzukehren und ihre Stiefschwester Daphne wiederzufinden, muss sie sich ausgerechnet mit ihrem alten Feind und Widersacher, dem Wolf, zusammentun. Gemeinsam begeben sie sich auf eine gefährliche Reise durch die Unterlande. Dabei wird Yasha immer stärker von vergessen geglaubten Erinnerungen eines früheren Lebens eingeholt. Schließlich muss sie sich der Frage stellen: Wie lange noch, bis die Jägerin die Kontrolle übernimmt?
Meine Meinung:
„Die Fürstin der Unterlande“ wurde mir freundlicherweise von der Autorin, Evelyne Aschwanden, als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat das keine Auswirkungen.
Nach ihrem vernichtenden Kampf gegen die Herrin, wacht Yasha in den Unterlanden auf, einer sterbenden Welt, in welcher eine mächtige Fürstin regiert, deren Macht selbst die Herrin nichts entgegensetzen könnte. Um hier zu überleben, muss sie mit dem Wolf zusammenarbeiten. Zwischen all den Gefahren blitzen immer wieder Erinnerungen an ihr Leben als Jägerin auf und Yasha muss sich fragen, wie diese mit ihrer Situation zusammenhängen.
Ebenso wie im ersten Band dieser Dilogie, trifft man auch hier eine ganze Menge Märchenfiguren. Darunter sind bekannte, wie etwa die sieben Zwerge, aber auch weniger bekannte, oder sogar ursprüngliche Formen von bekannteren Figuren, wie etwa die Perchta, auf der Frau Holle basiert. Die meisten Märchen kann man, mit etwas Wissen in diesem Bereich, aber recht leicht erkennen. Ich mochte die Interpretationen der Figuren allgemein über die Dilogie hinweg sehr gerne.
Teil 2 ist im Allgemeinen noch deutlich düsterer als der erste Band. Während es zuletzt noch Hoffnung zu geben schien, ist diese nun so gut wie verloren. Sowohl die deutlich düsteren Unterlande, als auch der Märchenwald sind keine einladenden Orte und ob die Herrin noch besiegt werden kann, ist fraglich.
Was mir in diesem Buch gefallen hat, war Daphnes Entwicklung. Im ersten Teil fand ich diese ja teilweise etwas frustrierend, weil ich sie zu oft nicht nachvollziehen konnte. Doch diesmal konnte ich immer verstehen, wieso sie so gehandelt hat, wie sie es getan hat, auch wenn ich ihr selten wirklich zustimmen konnte.
Leider war es diesmal Yasha, deren Entwicklung mich nicht so ganz begeistern konnte. Im speziellen ihre Entwicklung in Bezug auf die Jägerin fand ich teilweise nicht nachvollziehbar. Vieles wurde hier leider nur gesagt und nicht genug gezeigt, wodurch es oft wirkte, als ob Yashas Sorgen nicht darauf basierten, was wirklich geschah. Zudem kam dieser Handlungsstrang meiner Meinung nach zu kurz, obwohl es wirkte, als ob dies ein besonders relevanter Punkt für die Geschichte sein sollte.
Ich stehe dem Ende des Buches und der Dilogie etwas gespalten gegenüber. Einerseits kam hier eine Auflösung ein wenig plötzlich, ohne dass diese vorher wirklich angedeutet wurde und es gab auch eine etwas größere Logiklücke, die nicht wirklich erklärt wurde. Auch wenn ich finde, dass die Auflösung durchaus zur Geschichte passte, bin ich einfach nicht völlig überzeugt davon. Andererseits hatte die letzte Konfrontation kurz davor doch alles, was man sich wünschen könnte: Action, Spannung und einiges an Emotionen.
Fazit:
Trotz kleinerer Schwächen vor allem in der Charakterentwicklung ist „Die Fürstin der Unterlande“ doch ein würdiger Abschluss für diese sehr düstere Märchendilogie. Wer sich eine spannende Geschichte voll schwesterlicher Liebe und Märchenfiguren wünscht, der sollte sich die Reihe nicht entgehen lassen!

