Cover "Sturmnacht": Das Cover ist schwarz mit einem blauen Halbmond in dessen Mitte eine schwarze Figur mit wehendem Mantel steht
Fantasy Thriller Urban Fantasy

Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht

Rezension zu „Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht“ von Jim Butcher

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht
Originaltitel: Storm Front
Reihe: Die Harry-Dresden-Reihe, Band 1
Autor: Jim Butcher
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Blanvalet
Seiten: 416
Kauflink: Amazon
Preis: 12,00 € (D) Taschenbuch; 6,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Mein Name ist Harry Blackstone Copperfield Dresden. Nutzen Sie meinen Namen auf eigenes Risiko für Beschwörungen. Wenn Sie es nachts mit der Angst zu tun bekommen, dann schalten Sie das Licht ein. Erst wenn Ihnen wirklich sonst niemand helfen kann, rufen Sie mich an. Das tat auch Lieutenant Karrin Murphy von der Chicagoer Polizei, als sie vor den Opfern eines bizarren Doppelmords stand. Die Tat war eindeutig durch etwas Übernatürliches verübt worden. Doch was den Fall noch viel gefährlicher machte: Das eine Opfer war der Leibwächter von »Gentleman« Johnny Marcone, dem Kopf des organisierten Verbrechens in der Stadt. Ich wollte auf keinen Fall zwischen die Fronten eines Mafiakrieges geraten. Leider blieb mir keine Wahl, und am Schluss war ich dankbar für jeden Funken Magie, der noch in mir steckte.

Klappentext "Sturmnacht"
Meine Meinung:

„Die dunklen Fälle des Harry Dresden – Sturmnacht“ wurde mir freundlicherweise von Blanvalet über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Harry Dresden ist der einzig offen praktizierende Magier in Chicago. Die meisten belächeln ihn, doch die Polizistin Karrin Murphy glaubt an Übersinnliches und zieht bei manchen Fällen hinzu. So auch bei einem bizarren Doppelmord, bei dem den Opfern das Herz aus der Brust gerissen wurde. Eines der Opfer war jedoch der Leibwächter eines Mafiabosses und dieser wünscht keine Einmischung in seine Angelegenheiten.

Ich bin ein großer Fan der Alex Verus Reihe und hatte schon häufiger gehört, dass diese mit der Harry-Dresden-Reihe verglichen wurde. Nach dem Lesen des ersten Buches kann ich definitiv sagen, dass dieser Vergleich sehr akkurat ist. Die beiden Reihen scheinen sich sehr zu ähneln, auch wenn ich dieses Buch rund um Harry Dresden als deutlich düsterer und gröber empfunden habe.

Die Geschichte ist enorm packend. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, weil ich schnell das Gefühl hatte, nicht mehr aufhören zu können. Es war so fesselnd und jede Szene deckte etwas Neues auf, wodurch auch miträtseln möglich war.

Auch wenn mich die Geschichte insgesamt sehr begeistert hat, gab es leider ein Element, welches mir des Öfteren den Spaß verdorben hat. Leider waren der Sexismus und die Misogynie in diesem Buch extrem. Ich war bereits vorgewarnt, dass dieser Aspekt in den ersten Bänden der Reihe vorkommt, aber diese Menge hatte ich nicht erwartet. Jede einzelne Frau wurde in Hinblick auf den male gaze beschrieben und ich habe mich regelmäßig unwohl gefühlt, das so zu lesen. Da geht es um eine grauenhaft zugerichtete Frauenleiche und das Erste, was beschrieben wird, ist wie gut in Form und sexy sie doch sei. Zudem flirten alle Frauen auf extreme Weise mit Harry, oder sie bekommen eine mütterliche Rolle zugewiesen.
Da ich gehört habe, dass dieser Aspekt der Reihe nur die ersten Bücher betrifft, werde ich ein wenig weiterlesen, einfach weil mich der Rest des Buches wirklich begeistern konnte, aber sollte dies nicht wirklich besser werden, ist dies wohl nicht die richtige Reihe für mich.

Was mir dafür gut gefallen hat, sind die vielen Kleinigkeiten, die das Worldbuilding ausmachten. Magie ist in diesem Buch so ganz anders als in vielen anderen. Magier können etwa nicht mit Technik interagieren, dafür haben sie kleine Elfenähnliche Wesen, die die Rolle eines Computers für sie übernehmen. All solche Details waren überall im Buch verstreut und auch wenn das Worldbuilding noch kein kohärentes Ganzes für mich ergeben hat, gab es genug interessantes, was ich gerne in den nächsten Bänden vertieft sehen würde.

Zu sehen sind die fünf wichtigsten Charaktere des Buches mit kurzer Beschreibung.
Fazit:

Der erste Band der Harry-Dresden-Reihe konnte mich mit einer spannenden Geschichte und interessantem Worldbuilding begeistern. Mein einziger Kritikpunkt ist der sehr starke Sexismus im Buch, von dem ich sehr hoffe, dass er in Folgebänden verschwindet.

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