Vergleich von Buchcovern verschiedener Sprachen 2021
Schon im letzten Jahr habe ich die Cover der deutschen und der originalen Version von Büchern miteinander verglichen. Auch jetzt tue ich dies wieder, für Bücher, die ich über das letzte Jahr hinweg gelesen habe. Häufig unterscheiden sich die Cover der deutschen Ausgaben von den englischen signifikant. Dies kann verschiedene Gründe haben. Auf dem englischsprachigen Markt funktionieren etwa illustrierte Cover oder solche mit fotografierten Menschen besser, als hierzulande. Aber auch, um etwa eine Identität für eine*n Autor*in aufzubauen, kann ein Cover gewechselt werden. Manchmal hat es auch völlig andere Gründe.
Im Folgenden habe ich alle Cover nebeneinander gestellt, die sich signifikant unterscheiden. In Fällen, in denen nur die Schriftart oder der Titel geändert wurden, habe ich die Cover hier nicht aufgezählt. Meine Einschätzung, welches Cover das bessere ist, spiegelt natürlich nur meine eigene Meinung wider. Ich bin keine Designerin, insofern kann ich keine besonderen Einsichten in den Prozess hinter den Covern geben.
Die deutsche Version der Cover befindet sich immer links, die englische Version rechts. In Fällen, in denen es zwei verschiedene englische Cover gibt, befindet sich das amerikanische rechts und das britische mittig.
Ich freue mich, eure Meinung zu hören. Gibt es Cover, bei denen ihr ein anderes bevorzugen würdet, als ich es tue? Hinterlasst mir gerne hier oder auf den sozialen Medien einen Kommentar!
City of Bones

“City of Bones” hat mehrere englischsprachige Cover, ich habe mich hier aber für das originale Cover entschieden, welches die ersten Ausgaben 2007 schmückte. Auch im deutschsprachigen Raum sind die Bücher mittlerweile mit einem anderen Cover erhältlich, jedoch ist auch dies die ikonische erste Ausgabe.
Mir fällt die Wahl hier nicht schwer. Zum einen kenne ich die Reihe schon so lange mit diesem deutschen Cover, dass es mir schwer fällt, sie mir mit einem anderen vorzustellen, zum anderen spricht mich der seltsam leuchtende Mann über der Skyline auf der englischen Version nicht besonders an.
Hier geht es zur Rezension zu “City of Bones”.
City of Ashes

Auch beim zweiten Teil dieser Buchreihe habe ich die beiden originalen Cover als Vergleich gewählt. Ich muss gestehen, dass mir die Wahl hier ein wenig schwerer fällt. Clarys Oberkörper über der Skyline sieht weniger seltsam aus, als Jace’ auf dem ersten Cover. Dennoch tendiere ich auch hier zur deutschen Version.
Hier geht es zur Rezension zu “City of Ashes”.
Wie die Stille vor dem Fall / Landon & Shay Part Two

Den ersten Band dieser Reihe habe ich bereits in meinem ersten Beitrag zu Buchcovern verglichen. Hier, wie auch beim letzten mal, mag ich das deutsche Cover deutlich lieber. Fotografien von Menschen auf Covern finde ich nur selten gut und dieses Cover ist da keine Ausnahme. Im Gegensatz dazu liebe ich den Aquarelleffekt des deutschen Covers, der auch sehr gut zu der Reihe passt.
Hier geht es zur Rezension zu “Wie die Stille vor dem Fall – Zweites Buch”.
Die Prinzessinnen von New York – Scandal / The Luxe

Die Cover dieser Reihe finde ich schwer zu bewerten. Schöner finde ich zwar das deutsche Cover, aber dieses gibt eher den Eindruck einer Geschichte, die in der Gegenwart spielt. Das Buch wurde auf dem deutschen Markt häufig dafür kritisiert, dass es eine historische Geschichte ist, aber nicht entsprechend gekennzeichnet ist. Auch auf den ersten Ausgaben des Klappentextes fehlt ein Hinweis darauf.
Das englische Cover finde ich zwar weniger ansprechend, allerdings wird hier sofort klar, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob dieses spezielle Kleid authentisch für die entsprechende Zeit ist, ist das Marketing dadurch doch zumindest deutlicher.
Hier geht es zur Rezension zu “Die Prinzessinnen von New York – Scandal”.
Am Ende sterben wir sowieso / They both die at the end

Das deutsche Cover dieses Buches ist gleichzeitig auch eine Version des englischen Covers. Aber da es hier verschiedene englische Cover gibt, finde ich den Vergleich dennoch interessant.
Das deutsche Cover gefällt mir auch hier wieder besser und ich denke auch, dass es mehr zur Geschichte passt. Das englische Cover lässt mich eine insgesamt eher lustige, oder zumindest lockere Geschichte erwarten und das ist definitiv nicht, was dieses Buch ist. Auch wenn es grundsätzlich ein Buch mit einer positives Nachricht ist, so würde ich doch sagen, dass das deutsche Cover die gesamte Stimmung besser trifft.
Hier geht es zur Rezension zu “Am Ende sterben wir sowieso”.
Felix ever after

Auch wenn das Cover hier gleich ist, abgesehen von der Hintergrundfarbe, ist der Effekt davon doch sehr stark. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, welche Version ich besser finde. Einerseits gefällt mir der Farbkontrast der deutschen Version besser. Es ist angenehmer das Bild anzusehen und passt besser zu den anderen Farben des Bildes.
Aber ich bin auch der Meinung, dass die englische Version deutlich besser zum Buch passt. Felix ist laut und ein wenig schrill. Er passt in keine vorgefertigte Form. Und das wird durch den roten Hintergrund einfach viel deutlicher!
Hier geht es zur Rezension zu “Felix ever after”.
Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums / Aristotle and Dante discover the Secrets of the Universe

Sowohl das englische als auch das deutsche Cover beziehen sich hier auf unterschiedliche Aspekte des Buches. Während das deutsche Cover referenziert, dass Ari Dante das Schwimmen beibringt, fokussiert sich das englische Cover eher auf den Aspekt des gemeinsamen Entdeckens und Nachdenkens. Insofern passen beide Cover sehr gut zur Geschichte, aber optisch ansprechender finde ich doch die englische Version. Hätten wir das Buch nicht in unserem Buchclub gelesen, wäre es mir wohl gar nicht aufgefallen.
Hier geht es zur Rezension zu “Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums”.
Goldene Flammen / Shadow & Bone

Das deutsche Cover spiegelt hier die ursprüngliche Version der deutschen Ausgabe wider. Als die Reihe den Verlag gewechselt hat, hat dieser das englische Cover übernommen. Ich persönlich habe es mit dem englischen Cover gelesen, wollte hier aber dennoch den Vergleich aufstellen.
Ich persönlich finde es gut, dass die Buchreihe mittlerweile auch hier mit dem originalen Cover verlegt wurde. Das alte deutsche Cover hat zwar eine interessante Gestaltungsweise, gibt aber nur bedingt die Stimmung des Buches wider.
Hier geht es zur Rezension zu “Goldene Flammen”.
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue / The invisible Life of Addie LaRue

Ich muss hier ganz ehrlich die Frage stellen: Warum? Warum dachte sich der deutsche Verlag, dass dieses Buch dringend ein unpassendes, hässliches Cover braucht? Die Hellseherkugel hat nichts mit der Geschichte zu tun und sieht nicht einmal besonders gut aus, zusammen mit dem Hintergrund.
Das englische Cover finde ich schön, auch wenn es sehr einfach ist. Es passt absolut perfekt zur Geschichte. Sowohl die Tatsache, dass es eher schlicht gehalten ist, als auch die Sternenkombination zeigen bereits Aspekte des Buches. Natürlich ist es kein Cover, das im Buchhandel sofort ins Auge springt, daher kann ich grundlegend verstehen, dass der Verlag etwas anderes haben wollte. Aber dann das?
Hier geht es zur Rezension zu “Das unsichtbare Leben der Addie LaRue”.
Das neunte Haus / Ninth House

Die Änderungen hier sind subtil, aber dafür umso wirkungsvoller. Zum einen kriecht die Schlange nach oben und ihr Kopf ist über den Buchstaben, wodurch der Blick stärker darauf gelenkt wird. Zum anderen wurden blaue Akzente geschickt so gesetzt, um das Cover besser zu betonen. Meiner Meinung nach wirkt das Gesamtbild dadurch viel intensiver.
Hier geht es zur Rezension zu “Das neunte Haus”.
Das Rätsel von London / Veiled

Auch im letzten Cover-Beitrag habe ich einige Bände der Alex Verus Reihe gezeigt. Während die englischen Ausgaben dieser Reihe eher realistisch aussehen sollen, zeigen die deutschen Ausgaben okkulte Symbole und angedeutete londoner Architektur.
Im Fall des ersten Bandes dieser Reihe mochte ich das englische Cover tatsächlich ein wenig lieber. Allerdings gefallen mir bei allen anderen bisherigen Bänden immer die deutschen Versionen besser. Die Nebelschwaden, die über den Bildern liegen sehen einfach meist nicht besonders gut aus. Dagegen haben die deutschen Versionen ihren ganz eigenen Charme.
Hier geht es zur Rezension zu “Das Rätsel von London”.
Die Mörder von London / Burned

Auch wenn ich dieses Cover von allen deutschen Covern der Reihe am wenigsten mag, gefällt mir persönlich das englische noch weniger.
Hier geht es zur Rezension zu “Die Mörder von London”.
Im Zeichen der Mohnblume – Die Schamanin / The Poppy War

Bei dieser Reihe verstehe ich die Änderungen des Verlages nicht. Die Originale sind minimalistisch, größtenteils weiß mit jeweils einer anderen Farbe und Rauchoptik. Die deutschen Cover nutzen das gleiche Farbschema, ebenfalls Rauchoptik, aber völlig neue Bilder. Und auch wenn sie größtenteils zur Geschichte passen, sind sie einfach nicht ansprechend. Besonders im ersten Teil stört mich auch, dass die Frau auf dem Cover lange, hochgesteckte Haare hat, wenn es doch relevant ist, dass sich die Protagonistin die Haare abschneidet. Hier schien es relevanter gewesen zu sein, eine asiatisch anmutende Frisur zu zeigen, als eine Repräsentation des Charakters.
Hier geht es zur Rezension zu “Im Zeichen der Mohnblume – Die Schamanin”.
Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin / The Dragon Republic

Auch zum zweiten Teil habe ich die gleichen Kritikpunkte. Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn hier die englischen Cover übernommen worden wären.
Hier geht es zur Rezension zu “Im Zeichen der Mohnblume – Die Kaiserin”.
In Blut geschrieben / Written in Red

“In Blut geschrieben” zeigt, wie unterschiedlich man ein und das selbe Konzept darstellen kann. Auf beiden Covern sieht man den Kopf der Protagonistin, einen Wald und Wölfe. Dennoch wirkt das englische Cover hier eher wie eines, das man auf einer Fanfiction Webseite finden würde, während das deutsche Cover mich persönlich sehr anspricht.
Hier geht es zur Rezension zu “In Blut geschrieben”.
Ich bin Harrow / Harrow the Ninth

Das Cover von “Ich bin Harrow” ist das einzige auf dieser Liste, das theoretisch gleich geblieben ist und sich dennoch hier wiederfindet. Ich verstehe nämlich nicht, wieso die Skelette im Hintergrund entfernt wurden. Harrow ist eine Knochenmagierin, in der gesamten Buchreihe geht es um Nekromantie. Es sind keine Kinderbücher. Wo sind also die Skelette hin?
Hier geht es zur Rezension zu “Ich bin Harrow”.
Skyward

“Skyward” hat zwei verschiedene englische Cover – eins für die amerikanische Ausgabe (rechts) und eins für die britische (mitte). Interessant finde ich hier den Vergleich zwischen diesen beiden: Während die amerikanische Ausgabe den Fokus stärker auf den YA-Aspekt des Buches legt, zeigt die britische Version mehr, dass es sich um ein sci-fi Buch handelt.
Die deutsche Ausgabe kombiniert beide Aspekte und hat meiner Meinung nach das schönste Cover. Es ist majestätisch und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Dies ist meiner Meinung nach eine gelungene Änderung.
Hier geht es zur Rezension zu “Skyward – Der Ruf der Sterne”.
Bestickt mit den Tränen des Mondes / Unravel the Dusk

Auch das letzte Buch dieser Liste hat zwei verschiedene Cover. Während die amerikanische Ausgabe (rechts) eine tolle Illustration zeigt, ist die britische Version (mitte) stilistisch gehalten. Beide Cover zeigen Aspekte der Geschichte und ich bin ein großer Fan von beiden Ausgaben. Während ich im Fall von Band 1 das amerikanische Cover minimal besser fand, als die anderen, ist es hier die britische Version, die ich einen fingerbreit mehr mag.
Die deutsche Version gefällt mir auch sehr gut. Ebenso wie beim ersten Band wurde hier wieder mit Glitzereffekten gearbeitet, wodurch ein wundervolles Gesamtbild erzeugt wurde. Ich frage mich allerdings schon ein wenig, warum in beiden Bänden die asiatischen Einflüsse auf dem Cover nicht wirklich ersichtlich sind. Dennoch passt das Cover zur Geschichte. Ich bleibe aber dabei, dass mir das britische Cover hier am besten gefällt.
Hier geht es zur Rezension zu “Bestickt mit den Tränen des Mondes”.


[…] auch in den letzten zwei Jahren werde ich wieder verschiedene Cover der Bücher vergleichen, die ich im letzten Jahr gelesen habe. Es geht also nicht um Bücher, die 2022 erschienen sind, […]