Rezension zu „Der verwunschene Fluss“ von Rebecca Ross
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der verwunschene Fluss
Originaltitel: A River Enchanted
Reihe: Cadence-Zyklus Band 1 von 2
Autorin: Rebecca Ross
Übersetzung: Kerstin Fricke
Verlag: Panini
Seiten: 493
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Die auf den Bildern dargestellte Version ist eine Exklusivausgabe aus der Illumicrate. Sie ist so nicht mehr im Handel erhältlich.
Klappentext:
Cadence ist eine verzauberte Insel: Der Wind flüstert geheimnisvoll, Tartans können so stark wie Rüstungen sein, und der kleinste Schnitt eines Messers löst bisweilen unergründliche Angst aus. Die launischen Geister, die die Insel mit Feuer, Wasser, Erde und Wind regieren, treiben ihren Schabernack mit den Menschen, die die Insel ihr Zuhause nennen. Der Barde Jack Tamerlaine hat seit zehn langen Jahren keinen Fuß mehr auf Cadence gesetzt, doch als mehrere junge Mädchen von der Insel verschwinden, wird er gerufen, um bei der Suche nach den Vermissten zu helfen. Der Hilferuf kommt unerwartet, stammt er doch von Adaira – Jacks erklärter Feindin aus Kindertagen. Sie ist bereit, ihren alten Zwist zu vergessen, denn sie weiß, dass die Geister ausschließlich auf die Musik eines Barden reagieren, und so hofft sie, dass Jack sie mit seinem Gesang anlocken kann, damit sie die verschwundenen Mädchen zurückbringen. Doch mit jedem weiteren Lied wird deutlich, dass der Zwist mit den Geistern unheimlicher ist, als sie zunächst erwartet hatten, und ein älteres, dunkles Geheimnis über Cadence lauert, das sie alle zu vernichten sucht …

Meine Meinung:
Jack Tamerlaine hat die Insel Cadence als Kind verlassen und kehrt nun, zehn Jahre später als junger Erwachsener und vollausgebildeter Barde zurück. Eigentlich wollte er nie wieder einen Fuß auf die Insel setzen, doch mehrere Mädchen sind verschwunden und Adaira, die Erbin des Clans, will, dass er als Barde die Geister um Hilfe anruft. Doch mit jedem gespielten Lied wird sich Jack den Kosten der Magie deutlicher bewusst. Zudem scheint der zweite Clan auf der Insel etwas zu planen.
Was mir direkt beim Lesen hier auffiel, ist der wunderschöne Schreibstil, welcher perfekt zu dieser Geschichte passte. Dieser hat dafür gesorgt, dass ich zumindest zu Beginn sofort im Text gefangen war und das Gefühl hatte, selbst auf Cadence zu sein. Ich muss dazu aber auch sagen, dass dieses Gefühl im späteren Verlauf stark nachgelassen hat. An kritischen Stellen fehlten mir Beschreibungen und ich wusste oft nicht ganz, wie ich mir Dinge vorstellen sollte. Gerade durch die magischen Elemente fand ich dies schwierig, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es genau für diese so gewollt war.

Zu Beginn fiel es mir nicht schwer, die Charaktere zu mögen. Jack und Adaira haben zwar Ecken und Kanten, aber diese versteht man recht schnell. Einiges basiert hier auf Missverständnissen, was mir persönlich nicht ganz so gut gefallen hat, aber dies ist einfach eine persönliche Präferenz.
Was mir allerdings weniger gefallen hat, war das Tempo der Entwicklung von Jack. Dieser kommt auf die Insel mit dem klaren Ziel, so schnell wie möglich wieder zu verschwinden, ist aber innerhalb weniger Tage bereit, sein gesamtes aufgebautes Leben zu opfern, um doch vielleicht dort zu bleiben. Es gab meiner Meinung nach zu wenig Anhaltspunkte, worauf dies basierte und ich fand es einfach nicht glaubhaft.

Das gleiche Problem hatte ich auch mit Jacks und Adairas Beziehung. Diese kam scheinbar aus dem Nichts und war für mich nicht nachvollziehbar. Ich war zwischenzeitlich sehr verwirrt davon, ob die beiden wirklich Gefühle füreinander hatten oder gewisse Dinge nur aus Loyalität taten und dies tat in meiner Wahrnehmung dieser Liebesgeschichte einfach nicht gut.
Was mir wiederum sehr gut gefiel, war die Magie der Insel. Diese war rätselhaft, das Magiesystem war weich und dies passte perfekt zu dieser Geschichte. Es war oft nicht verständlich, wieso die Geister so handelten, wie sie es taten und diese waren mehr Naturgewalten als menschenähnliche Wesen. Die Magie verlangte teils große Preise und konnte nur von wenigen gewirkt werden. Diese Darstellung war so angenehm roh und teilweise fast brutal und hat mich absolut überzeugt.

Fazit:
„Der verwunschene Fluss“ ist eine schöne Geschichte über zwei interessante Charaktere, deren Entwicklung und Gefühle jedoch etwas zu plötzlich kamen. Dennoch konnte mich insbesondere das Magiesystem überzeugen.



[…] dem ich jedoch insgesamt viel Spaß hatte. Von Rebecca Ross hatte ich in der Vergangenheit bereits ein Buch gelesen und ihre neue Dilogie wird ja ziemlich gehyped. Bevor ich diese jedoch lese, wollte ich noch alles, […]
[…] Dies ist der zweite Band einer Dilogie. Meine Rezension enthält Spoiler zum vorherigen Teil.Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der verwunschene Fluss“ (Band 1). […]