Rezension zu „Der Untergang der ‚Wager‘“ von David Grann
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Untergang der „Wager“ – Eine wahre Geschichte von Schiffbruch, Mord und Meuterei
Originaltitel: The Wager – A Tale of Shipwreck, Mutiny and Murder
Autor: David Grann
Übersetzung: Rudolf Mast
Verlag: C. Bertelsmann
Seiten: 434
Kauflink: Amazon
Preis: 25,00 € (D) Gebunden; 19,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Januar 1742. Ein windschiefes Segelboot strandet an der Küste Brasiliens, an Bord 30 Männer, die einzigen Überlebenden des königlichen Eroberungsschiffs »The Wager«, das in einem Sturm zerschellt ist. Sechs Monate später: Drei Schiffbrüchige werden in Chile an Land gespült und erklären die 30 Männer zu Meuterern, die skrupellos gemordet hätten … Wer lügt, wer sagt die Wahrheit? Das soll ein britisches Kriegsgericht entscheiden. Es geht um Leben oder Tod. David Grann spinnt aus dem Archivmaterial eines historischen Kriminalfalls eine packende und atmosphärisch dichte Abenteuererzählung. Schuld und Unschuld, Treue und Verrat liegen eng beieinander, und am Ende kommt eine schockierende Wahrheit zutage …

Meine Meinung:
„Der Untergang der ‚Wager‘“ wurde mir freundlicherweise als Rezensionsexemplar vom C. Bertelsmann Verlag zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
1742 schaffen es 30 Männer zurück nach England. Sie erzählen von einer abenteuerlichen Fahrt entlang von Kap Hoorn, bei der sie strandeten und nicht alle überlebten. Sechs Monate später kommen drei weitere Besatzungsmitglieder zurück nach England und erklären, dass die 30 Männer Meuterei begingen. Wer sagt die Wahrheit und was trug sich wirklich zu? Ein Gericht muss die Entscheidung treffen.

Ich lese selten Sachbücher. Dieses hat mich dennoch aufgrund der Thematik angesprochen, nachdem eine englische Bloggerin sehr positiv darüber berichtet hat. Zudem hat es einen der Goodreads Choice Awards gewonnen, weshalb für mich klar war, dass ich für dieses Buch wirklich eine Ausnahme machen würde. Und es hat sich definitiv gelohnt.
Das Buch liest sich sehr angenehm flüssig. Auch wenn klar ist, dass dies ein Sachbuch ist, ist es teils doch beinahe wie ein Roman geschrieben. Ich wollte am liebsten gar nicht aufhören zu lesen und insbesondere nach etwa 130 Seiten wurde es immer spannender und interessanter. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor die Charaktere und Geschehnisse mit dem Zeitgeschehen verknüpft und dabei auch auf Literatur der Zeit zurückgreift. Ich hatte das Gefühl, nicht nur über den Untergang der Wager zu lernen, sondern auch mehr über die Zeit generell.
Das Buch ist extrem gut recherchiert, wovon insbesondere die vielen Zitationshinweise im Buch zeugen. Schön fand ich auch die Bebilderung, welche sich in der Mitte des Buches finden und die einige der Charaktere des Buches, die Schiffe und generelle Szenen der Zeit zeigen.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch unbedingt allen ans Herz legen, die sich für Seefahrt oder die generelle Zeit um 1740 interessieren, egal ob man sonst gerne Sachbücher liest oder nicht. Hier lernt man so einiges und gleichzeitig übt dieses Buch einen Sog aus, wie es sonst eher ein Roman tun würde!


[…] „Der Untergang der Wager“ habe ich passend zum Buch am Strand gelesen, mit Blick aufs Meer. Aber auch ohne diesen passenden Hintergrund hätte mich die Geschichte wohl gefesselt. Dieses Sachbuch erzählt die Geschichte des Schiffs „Wager“ auf spannende Weise und ich wollte gar nicht aufhören es zu lesen. Meine Rezension ist bereits online. […]