Cover "Der träumende Krieger" vor "Das Blut der Herzlosen" und einer Karte
Fantasy High Fantasy

Der träumende Krieger

Rezension zu „Der träumende Krieger“ von Lee Young-Do

Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum vorherigen Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Das Blut der Herzlosen“ (Band 1).

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Der träumende Krieger
Originaltitel: 숙원을 추구하는 레콘
Reihe: Die Legende vom Tränenvogel; Band 2 von 4
Autor: Lee Young-Do
Übersetzung: Sun Young Yun, Philipp Haas & Alexandra Schiefert
Verlag: Heyne
Seiten: 626
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € (D) Gebunden; 15,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Naga Ryun, Lekon Tinahan, Dokebi Bihyung und der Mensch Kaygon haben den Hainsha-Tempel erreicht. Dort erfahren sie endlich mehr über die Prophezeiung, die sie hergebracht hat: Die Naga-Priester wollen einen der Götter töten, um ihre eigene Göttin so viel Macht zu verleihen, dass sie die Welt erobern kann. Die Mönche bitten Ryun, Kontakt mit seiner Göttin aufzunehmen, um herauszufinden, wie die Priester vorgehen wollen. Ryun kommt der Bitte nach – und tappt damit geradewegs in eine Falle. Für ihn und seine Gefährten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

Klappentext Der träumende Krieger
Meine Meinung:

„Der träumende Krieger“ wurde mir freundlicherweise vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Die ungewöhnliche Reisegruppe, bestehend aus dem Menschen Kaygon, dem Dokebi Bihyung, dem Lekon Tinahan und dem Naga Ryun, ist unterwegs zum Hainsha-Tempel, um zu erfahren, warum sie den weiten Weg auf sich genommen haben. Verfolgt werden sie dabei jedoch noch immer von Ryuns Schwester, die ihnen als Attentäterin hinterhergeschickt wurde und die unterwegs mächtige Verbündete gefunden hat. Als sie jedoch erfahren, dass die Naga planen, eine der Göttinnen zu töten, haben sie ganz andere Sorgen und Ryun muss es schaffen, mit seiner Göttin Kontakt aufzunehmen.

Ich war bereits vom ersten Band dieser Reihe nicht völlig überzeugt. Auch wenn mir die Welt unglaublich gut gefallen hat, mochte ich den trockenen Schreibstil und die distanzierte Art, die Charaktere zu beschreiben, nicht wirklich. Leider waren die Aspekte, welche mir gefallen hatten, in diesem Band noch viel weniger ausgeprägt.

Die Geschichte fokussierte sich diesmal noch stärker auf die Handlung und weniger darauf, das Worldbuilding auszubauen. Ich hätte mir gewünscht, dass man vielleicht etwas mehr von den anderen Völkern zu sehen bekommen würde, dem war aber leider nicht so. Es gab ein paar Einblicke in die sich verändernde Gesellschaft der Naga, jedoch fand ich die Geschehnisse dort nur sehr bedingt glaubwürdig dargestellt.

Der Schreibstil war leider weiterhin sehr trocken und mir gefielen die vielen Sprünge zwischen den Charakteren nicht. Ich würde sagen, dass ich diesmal zwar ein etwas besseres Gefühl für die Charaktere erhalten habe, trotzdem finde ich generell, dass gerade bei so unterschiedlichen Völkern die Unterschiede zwischen diesen noch deutlicher hätten sein müssen. Für mich war die generelle Charakterisierung in diesem Buch zu flach.

Den Anfang dieses Buches fand ich dann auch ziemlich langweilig und das, obwohl so einiges passierte. Normalerweise hätte ich mich gefragt, ob das vielleicht ein wenig an mir selbst liegen könnte, doch mit diesem Gefühl scheine ich nicht alleine zu sein, wenn ich mir andere Rezensionen so durchlese. Die zweite Hälfte des Buches dagegen war deutlich interessanter und trotz meiner Probleme mit dem Schreibstil war ich dann doch interessiert daran zu erfahren, welche List sich die Naga ausgedacht haben.

Ich weiß wirklich nicht, ob ich diese Reihe weiterlesen möchte. Eigentlich habe ich wenig Lust auf noch zwei weitere Bücher, welche so trocken geschrieben sind, aber andererseits möchte ich jetzt auch wissen, wie das Ganze ausgeht. Außerdem erhoffe ich mir ja eigentlich doch noch ein paar weitere Einblicke in die interessante Welt.

Karte der Welt in "Das Blut der Herzlosen" / "Der träumende Krieger"
Fazit:

„Der träumende Krieger“ war meiner Meinung nach schwächer als sein Vorgänger. Der trockene Schreibstil und die schwache Charakterisierung gefielen mir so gar nicht und leider sah man einfach zu wenig Neues von der spannenden Welt rundherum.

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