Rezension zu „Der Splitter der Dämmerung“ von Brandon Sanderson
Dies ist ein Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Bänden.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Weg der Könige“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Splitter der Dämmerung
Originaltitel: Dawnshard
Reihe: Die Sturmlicht Chroniken; Band 10 (The Stormlight Archive; Band 3,5)
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Heyne
Seiten: 288
Kauflink: Amazon
Preis: 13,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Mitten in den sturmumtosten Weiten des Ozeans von Roschar liegt die Insel Akinah. Keiner von den vielen Abenteurern, die versucht haben, zu dieser Insel zu segeln, ist jemals zurückgekehrt. Doch nun beschließt Fürstin Navani Kholin, der Sache auf den Grund zu gehen, und entsendet ein Schiff. Denn das Kriegsglück hat sich gewendet, und vielleicht birgt die Insel wertvolle Hinweise im Kampf gegen die Bringer der Leere …

Meine Meinung:
Akinah ist eine geheimnisumwobene Insel, von welcher bisher niemand lebend zurückgekehrt ist. Um herauszufinden, was dort geschieht, entsendet Navani Kholin ein Schiff, mit Strahlenden. Die Kapitänin Rysn hat ihre eigenen Gründe dorthin zu segeln: Als sie bei einem Unfall die Kontrolle über ihre Beine verloren hat, hat sie einen Gefährten gewonnen. Chiri-Chiri gehört zu einer Spezies, die bisher als ausgestorben galt. Als er nun krank wird, weiß niemand was getan werden könnte. Hilfe verspricht nur die sagenhafte Heimat der Larkins: Akinah.
Diese Novelle ist, ebenso wie „Die Tänzerin am Abgrund“ ein kleiner Abstecher in die Welt der Sturmlicht Chroniken. Hier übernehmen sonstige Nebencharaktere das Ruder und erleben eigene Abenteuer. In diesem Fall sind es insbesondere Rysn, ihr Larkin Chiri-Chiri und der Strahlende Lopen.
Ich habe Rysn und Chiri-Chiri geliebt. Larkin stelle ich mir als krabbenhafte Drachen vor und ich hoffe sehr, dass wir mehr von diesem Wesen sehen werden! Rysn dagegen muss in dieser Geschichte immer wieder gegen Vorurteile kämpfen, da sie ihre Beine nicht nutzen kann. Dennoch möchte sie am Leben teilnehmen und als Schiffsbesitzerin auch mit diesem auf Reisen fahren. Ihre Crew ist jedoch der Meinung, dass sie dies nicht kann. Man merkt diesem Buch an, dass es ein gründliches Sensitivity Reading gab und ich kann hier nur den Hut davor ziehen, wie einfühlsam mit dem Thema Querschnittslähmung und Behinderungen im Allgemeinen umgegangen wurde!
Neben diesen tollen Charakteren war die Geschichte spannend und hat der Welt einiges Neues gegeben. Auch wenn vieles davon neue Rätsel waren, bin ich dadurch nur noch gespannter, wie all dies in die größere Geschichte der Reihe passen wird.
Was mich nicht völlig überzeugen konnte war jedoch Lopen. Zunächst wirkte er, wie eine zweite Lift und diesen Charakter mochte ich bereits in der letzten Novelle nicht. Seine Entwicklung ging jedoch in eine andere Richtung und in dieser Hinsicht mochte ich den Charakter am Ende doch. Ich habe mich allerdings schon gefragt, was er in dieser Geschichte sollte. Irgendwie wirkte seine eigene Entwicklung seltsam eigenständig und auch wenn er am Ende relevant war, hatte ich nicht das Gefühl, dass er für seine Rolle wirklich ein Point of View-Charakter sein musste.
Fazit:
Diese kurze Novelle war wieder ein wundervoller Teil der Sturmlicht Chroniken. Das Buch fokussierte sich auf sonstige Nebencharaktere und erzählte hier mit diesen eine eigenständige Geschichte. Insbesondere die gute Darstellung von Behinderungen und den Schwierigkeiten, welchen sich Personen mit solchen stellen müssen, hat mich hier überzeugt.


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