Cover "Der Smaragddrache - Tareks Schicksal": Das Cover ist tiefblau. Zu sehen ist der Kopf eines Drachen unter einem halben Mond
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Der Smaragddrache – Tareks Schicksal

Rezension „Der Smaragddrache – Tareks Schicksal“ von Britta Strauss

Dies ist der zweite Teil einer Dilogie. Meine Rezension kann leichte Spoiler zum ersten Teil enthalten.
Hier geht es zur Rezension zu „Der Smaragddrache – Gemmas Reise“.

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: Der Smaragddrache – Tareks Schicksal
Reihe: Der Smaragddrache Band 2
Autorin: Britta Strauss
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 336
Kauflink: Amazon
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch; 4,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Ihre aussichtslose Lage als Gefangene des Südkönigs setzt Gemma und Tarek ein Messer auf die Brust. Von Tag zu Tag wird ihre Hoffnung auf Freiheit blasser und Antares Gier nach dem Geheimnis des Drachen bedrohlicher. Inmitten wachsender Verzweiflung finden zwei Menschen aus verfeindeten Völkern zueinander und verbinden mit einer zerbrechlichen Liebe, was jahrhundertelanger Hass getrennt hat. Als der Smaragddrache in einer folgenschweren Nacht erwacht und seine Fesseln sprengt, finden sich Gemma und Tarek in einem Krieg wieder, der alles zu zerstören droht. Denn nichts ist, wie es scheint, und eine skrupellose Macht setzt alles daran, das zu vernichten, was Tarek zu schützen geschworen hat.

Klappentext "Der Smaragddrache"
Meine Meinung:

Gemma und Tarek sind Gefangene des mächtigen Königs Antares. Die Lage wird mit jedem Tag aussichtsloser. Doch als es scheinbar keine Hoffnung mehr gibt, zerbricht der Smaragddrache seine Fesseln. Eine Verschiebung des Kräftegleichgewichts ist die Folge und plötzlich sehen sich Gemma und Tarek Mächten gegenüber, die alles zerstören könnten, was ihnen wichtig ist.

Der Längenunterschied zwischen den beiden Büchern ist deutlich merkbar. Während Band 1 beinahe 500 Seiten hat, liegt dieser nur bei etwas über 300. An sich wäre dies kein Problem, auch wenn ich persönlich es bevorzuge, wenn Bücher in Reihen ähnliche Längen haben, allerdings hätte es hier, wenn überhaupt, umgedreht sein müssen. Im ersten Band hatte ich kritisiert, dass nicht besonders viel passiert ist und die Seiten hauptsächlich mit Atmosphäre gefüllt waren. In diesem Buch dagegen passiert enorm viel und fast alles ist entweder gehetzt, passiert außerhalb des Textes oder wird komplett vergessen.

Es gab so viele Geschichtsstränge, die in diesem Band einfach fallen gelassen wurden. Die meisten davon kamen aus dem ersten Band, wie etwa die Geschichte rund um Skyla, aber einige wurden auch in diesem Band aufgegriffen, nur um sofort wieder vergessen zu werden. So behandelt Gemma einen anderen Charakter zu Beginn des Buches nicht besonders gut und muss ihn an einer Stelle sogar wegschicken. Dies hat jedoch keinerlei Konsequenzen für die restliche Handlung.

Ein Großteil der Handlung wird davon eingenommen, dass Gemma lernen muss, ihr Trauma zu besiegen. Und obwohl dies seitenmäßig sehr viel Platz einnimmt, fühlt sich die tatsächliche Arbeit daran eher gehetzt und unglaubwürdig schnell an. In diesem Zusammenhang fand ich dann auch die Gewalt, die die Autorin Gemma in beiden Bänden hat durchleben lassen, exzessiv und unnötig.

Gemma selbst ist in diesem Buch fast durchgehend passiv. Ihr passieren schlimme Dinge und sie wird gerettet. Und bis zu einem gewissen Punkt war dies auch nachvollziehbar, wenn man ihre Lage bedenkt. Als sie jedoch dann später in der Lage wäre, etwas zu tun, bekommt sie dafür keine Gelegenheit mehr. Hier muss ich sagen, hätte das Buch entweder ein anderes Ende gebraucht, oder aber Gemma war einfach ein falscher Charakter, um die Geschichte aus ihrer Sicht zu erzählen.

Beide Teile von "Der Smaragddrache" nebeneinander: Auf beiden ist der gleiche Drachenkopf zu sehen, allerdings ist Teil 1 durchgehend grün gehalten mit Licht, das durch Baumkronen dringt, während Teil 2 dunkelblau ist und einen Mond am Himmel hat.

Auch die Nebencharaktere konnten in diesem Buch nicht überzeugen. Diese traf das gleiche Schicksal, wie die meisten Handlungsstränge: Sie wurden fallen gelassen. Ziemlich früh bereits hatte kein Charakter mehr irgendeine Bedeutung, außer Gemma und Tarek. Manchmal wurde nebenbei erwähnt, was Einzelne von ihnen gerade taten, aber sie waren nur noch Dekoration im Hintergrund. Das war besonders schade, da ich zu einigen gerne noch mehr erfahren hätte.

Das Ende hat mich leider auch nicht überzeugen können. Hier wurden noch Elemente zur Geschichte hinzugefügt, die unnötig waren und nie wirklich erklärt wurden. Dann geschah alles viel zu plötzlich, dafür, wie der Rest der Geschichte aufgebaut war und dazu kam, dass der emotionale Moment völlig ausblieb, weil die dafür relevanten Charaktere vorher bereits völlig vergessen worden waren.

Was ich dem Buch dennoch zugutehalten möchte, ist der wundervolle Schreibstil, der mich schon im ersten Band völlig gefesselt hat. Die Beschreibungen des Dschungels waren so überzeugend, dass die Bilder vor meinem inneren Auge nur so tanzten! Auch wenn mich der zweite Teil der Dilogie gar nicht überzeugen konnte, werde ich von der Autorin garantiert nochmal etwas lesen.

Fazit:

Leider hat mich das Ende dieser Dilogie nicht überzeugen können. Band 1 habe ich geliebt, aber leider wurde hier nichts, was dort aufgebaut worden war, wirklich gut weitergeführt. Lediglich der Schreibstil war genauso wunderschön, wie bereits im ersten Teil.

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1 Kommentar

  1. […] Hier geht es zur gesamten Rezension. […]

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