Oathbringer Part One & Part Two
Englisches Buch Fantasy High Fantasy

Der Ruf der Klingen & Die Splitter der Macht

Rezension zu „Der Ruf der Klingen“ & „Die Splitter der Macht“ von Brandon Sanderson

Dies ist der 3. (bzw. 5. und 6.) Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Weg der Könige“ (Band 1).

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5
Cover Der Ruf der Klingen

Details:
Titel: Der Ruf der Klingen / Die Splitter der Macht
Originaltitel: Oathbringer
Reihe: Die Sturmlicht-Chroniken Band 5 & 6 (The Stormlight Archive Band 3)
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Heyne
Seiten: 960 / 1120
Kauflink: Amazon 1 / Amazon 2
Preis: 26,00 € (D) Gebunden; 17,00 € (D) Taschenbuch; 13,99 € E-Book

Klappentext:

Man nennt sie die Splitterklingen – gewaltige Schwerter, deren magische Kraft jedes Material durchtrennt und die ihren Trägern übermenschliche Stärke verleiht. Doch wer genau hinhört, kann im Flüstern der Klingen das Geheimnis einer ganzen Welt entdecken …
Die Völker von Roschar stehen vor der größten Bedrohung seit vielen Tausend Jahren. Eine neue Wüstwerdung droht, die völlige Zerstörung des ganzen Kontinents durch einen gewaltigen magischen Sturm. Hervorgerufen wurde dieser Sturm durch die Parschendi, eines der Völker, das bislang von allen anderen unterdrückt und versklavt wurde. Nun sind sie erwacht und trachten danach, ihre Ketten abzuwerfen. Sie sammeln sich bereits zu einer großen Streitmacht, um im Gefolge des Sturms ganz Roschar mit Krieg zu überziehen und Rache für ihr jahrtausendelanges Leid zu suchen. Einzig Kaladin, der Sturmgesegnete, und seine Getreuen können sich den Bringern der Leere entgegenstellen. Mit ihren neuentdeckten Kräften haben sie die sagenumwobenen Ritterorden neu gegründet, und neue Hoffnung keimt in den Herzen der Menschen auf. Doch je mehr Kaladin über die Parschendi erfährt, umso größer sind seine Zweifel. Welches Volk kann von sich behaupten, der wahren Gerechtigkeit zu dienen – und wer steckt wirklich hinter dem Bösen, das ganz Roschar zu überschatten droht?

Klappentext Oathbringer
Meine Meinung:

Kurz bevor sie vom Everstorm zerstört worden wären, haben die Menschen die legendäre Stadt Urithiru gefunden. Dalinar, nun selbst Teil der alten Ritterorden, versucht, die politische Lage zu stabilisieren, nachdem sein größter Feind tot in den Korridoren aufgefunden wurde. Kaladin versucht, seine Familie zu beschützen. Währenddessen verliert sich Shallan immer mehr in den Persönlichkeiten, die sie zu ihrem Schutz kreiert hat.

Wie auch bei den Teilen zuvor wurde der englische Roman „Oathbringer“ im Deutschen in zwei Bände aufgeteilt. Da diese jedoch strukturell zusammengehören, werde ich sie als ein Buch gemeinsam rezensieren.

Wie gewohnt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In diesem Band liegt der Fokus dabei vor allem auf Dalinar und Shallan, jedoch erhalten auch Kaladin und Adolin wie gewohnt Kapitel aus ihrer Sicht. Es gab in diesem Band auch so einige Kapitel aus der Sicht von verschiedenen Mitgliedern von Brücke 4. Dabei ist mir leider aufgefallen, dass ich persönlich über das letzte Buch hinweg etwas den Bezug zu diesen verloren habe. Im ersten Band war die Gruppe rund um Kaladin so wichtig und dennoch fiel es mir schwer mich daran zu erinnern, wer hier noch gleich wer war. Die Zeit, in welcher die Charaktere eher unwichtig waren, war meiner Meinung nach einfach zu lang.

Dennoch war ich insgesamt wieder von den Charakteren begeistert. Insbesondere Shallans Entwicklung hat mich erneut begeistern können. Sie musste damit klarkommen, dass die anderen Persönlichkeiten in ihrem Kopf immer stärker wurden und fand es schwer, hier ein Gleichgewicht zu finden. Insbesondere, da sie immer weniger wusste, wer von ihr nun wirklich real ist.

Auch Dalinars Entwicklung gefiel mir in diesem Buch sehr. In den ersten beiden Bänden erschien er wie ein überlebensgroßer Charakter, welcher einen fast unfehlbaren moralischen Kompass hatte. In diesem Buch wurde diese Sichtweise in Frage gestellt.

Gerade was die Charaktere angeht, ist mir jedoch aufgefallen, dass die zunehmende Größe der Geschichte auch negative Konsequenzen mit sich bringt. Ich liebe es zwar zu sehen, wie sich die Welt entwickelt, aber durch die vielen Handlungsstränge und Charaktere müssen an vielen Stellen auch Abstriche gemacht werden. So bleibt Kaladin in diesem Band etwa ein wenig blass und auch andere Charaktere werden zwar angesprochen, erhalten aber nicht wirklich den Raum, den sie benötigt hätten.

Es gab einige neue Elemente in der Geschichte, die nicht ganz optimal eingeführt wurden. So gab es eine neue Gruppe an Spren, von welcher angeblich beinahe alle Charaktere schon einmal gehört hatten, jedoch kam für Lesende diese Information komplett aus dem Nichts. Ich habe diese Einführung als etwas zu plötzlich empfunden, wodurch die Gefahr, die von diesen ausging, nicht wirklich rüberkam.

Dennoch war die Geschichte wieder episch, mit einer Menge großartiger Gänsehaut-Momente. Das Finale dieses Buches war meiner Meinung nach das Beste der ganzen Reihe und hat mich an einigen Stellen sogar emotional werden lassen. Ich liebe diese Geschichte sehr und auch wenn ich einige Kritikpunkte hatte, möchte ich die Reihe gerne weiterhin allen Fantasyfans ans Herz legen!

Die Buchrücken der ersten drei Bände von Stormlight Archive nebeneinander
Fazit:

Auch „Der Ruf der Klingen“ und „Die Splitter der Macht“ konnten mich wieder begeistern! Die Geschichte war episch, voller Plotttwists und großartiger Charaktere. Auch wenn die Größe der Geschichte dazu geführt hat, dass bei manchen Charakteren Abstriche gemacht werden mussten, tut das dem Gesamtpaket nur wenig Abbruch.

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