Cover Rythm of War Part One & Part Two
Englisches Buch Fantasy High Fantasy Lesetipp

Der Rhythmus des Krieges & Der Turm der Lichter

Rezension zu „Der Rhythmus des Krieges“ & „Der Turm der Lichter“ von Brandon Sanderson

Dies ist der 4. (bzw. 8. und 9.) Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den ersten Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Weg der Könige“ (Band 1).

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Der Rhythmus des Krieges / Der Turm der Lichter
Originaltitel: Rythm of War
Reihe: Die Sturmlicht-Chroniken; Band 8 & 9 (The Stormlight Archive; Band 4)
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Michael Siefener
Verlag: Heyne
Seiten: 960 / 1072
Kauflink: Amazon 1 / Amazon 2
Preis: 26,00 € (D) Gebunden; 18,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € E-Book

Klappentext (Das Rhythmus des Krieges):

Roschar ist eine von Stürmen heimgesuchte Welt. Diese Großstürme bringen neben der Verwüstung auch das magische Sturmlicht zu den Menschen und entfesseln bislang ungeahnte Kräfte in ihnen. Kräfte, die Roschars Völker im Kampf gegen die scheinbar unbesiegbare Armee der Bringer der Leere bitter nötig haben. Werden Fürst Dalinar, Kaladin und die Strahlenden Ritter Roschar rechtzeitig vereinen?

Klappentext Rythm of War Part One
Meine Meinung:

Seit einem Jahr kämpfen die Menschen mit den immer stärker werdenden Strahlenden gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Als Navani einen technologischen Durchbruch erringt, verändert sich das Kräftegleichgewicht. Doch die Parshendi haben einen Plan in der Hinterhand.
Während Dalinar mit seinen Truppen versucht, besetzte Gebiete zurückzuerobern und Shallan mit Adolin unterwegs ist, um neue Verbündete zu gewinnen, muss sich Kaladin darüber klar werden, welche neue Rolle er besetzen möchte.

Wie bei den Bänden zuvor wurde der englische Roman „Rythm of War“ im deutschen in zwei Bände aufgeteilt. Da diese jedoch strukturell zusammengehören, rezensiere ich sie hier gemeinsam. In diesem Fall war dies gar nicht so einfach, da „Der Rhythmus des Krieges“ der für mich bisher schwächste Teil der Reihe war, während „Der Turm der Lichter“ mit zu den stärksten gehörte.

„Der Rhythmus des Krieges“ ist eher eine Einführung, welche einige Handlungsstränge neu aufbaut. Dies ist nötig, da es zwischen diesem und dem vorherigen Band einen Zeitsprung gab und sich die Situation verändert hat. Mir persönlich gefiel dies leider im Kontext der Reihe gar nicht. Charakterentwicklung geschieht hier unsichtbar zwischen den Bänden, ebenso wie neue Charaktere eingeführt werden, von denen uns nun gesagt wird, wie ihre Beziehung zu anderen aussieht. Dies fühlte sich aber einfach nicht organisch an. So zog sich dieser Teil einfach sehr, ohne dass sich das innerhalb des Buches auszahlte – die Teilung des Originals wirkte sich hier deutlich negativ aus.

Auf der anderen Seite nutzte „Der Turm der Lichter“ diese Vorarbeit sehr gut aus. Dieser Teil war von Anfang bis Ende spannend, ohne dabei Charakterentwicklung und sonstiges zu vergessen. Die gesamte Situation war angespannt und ich wollte das Buch gar nicht mehr weglegen!

Die Charaktere waren in diesem Band sehr unterschiedlich gut dargestellt. Sehr gut gefallen hat mir etwa, dass Navani endlich eine eigene Perspektive bekam. Sie war immer ein interessanter Charakter, aber zuvor fiel es mir oft schwer, sie zu greifen. In diesem Band konnte ich sie endlich besser verstehen und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihr weitergehen wird.

Auch Adolins Geschichte hat mich insbesondere ab „Der Turm der Lichter“ sehr interessiert. Während seiner Zeit in Shadesmare gab es einige der epischsten Szenen des gesamten Buches!

Auf der anderen Seite war ich etwas enttäuscht von Shallan. Sie ist einer meiner liebsten Charaktere der Reihe, allerdings fühlte sich ihre Charakterentwicklung wie eine reine Wiederholung des letzten Bandes an. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ihr Charakter eine neue Richtung braucht. Aber nach dem Ende des Buches denke ich, dass es hier Potenzial für den nächsten Band gibt.

Was mir immer wieder besonders gefällt, sind die kleinen Einblicke ins Worldbuilding. Wenn die Charaktere etwas besonders Interessantes sehen und Lesenden damit einen Einblick in die Wunder von Roshar geben, bin ich jedes Mal wieder begeistert. Ich würde mir allerdings wünschen, dass es wieder mehr Einblicke in die kulturellen Entwicklungen geben würde. Im ersten Band wurde viel Zeit darauf verwendet, die sozialen Regeln darzustellen. Über die letzten Bände hat sich so viel verändert und ich wünschte, es gäbe mehr Fokus darauf, wie sich dies tatsächlich auf die Gesellschaft auswirkt.

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Fazit:

„Rythm of War“ als Ganzes ist ein großartiges Buch, welches jedoch geteilt nicht ganz so gut funktioniert. Während die erste Hälfte eher langsam den aktuellen Status Quo aufbaut, ist der größte Teil der Spannung erst in der zweiten Hälfte zu finden. Insgesamt kann ich die Reihe sehr empfehlen. Dies ist epische Fantasy, wie ich sie mir immer gewünscht habe!

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