Rezension zu „Der Retter von London“ von Benedict Jacka
Dies ist der letzte Band in einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Das Labyrinth von London“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Retter von London
Originaltitel: Risen
Reihe: Alex Verus; Band 12
Autor: Benedict Jacka
Übersetzung: Michelle Gyo
Verlag: Blanvalet
Seiten: 512
Kauflink: Amazon
Preis: 12,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Vor langer Zeit führten Magier und Djinn Krieg. Letztere unterlagen und wurden von den Siegern in einfache Gegenstände wie Lampen oder Ringe eingekerkert. Doch sie sinnen seitdem auf Rache. Nun ist es einem Djinn-Fürsten gelungen, eine Magierin in Besitz zu nehmen. Schwarz- und Weißmagier müssen sich eiligst verbünden. Doch Hellseher Alex Verus ahnt, dass dieser Pakt nicht lange halten wird. Buchstäblich jeder hat seine eigenen Ziele – auch Alex. Denn die besessene Magierin ist seine Freundin Anne, und während alle anderen sie und den Djinn vernichten wollen, muss er sie retten!

Meine Meinung:
„Der Retter von London“ wurde mir freundlicherweise von Blanvalet als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Seit Alex‘ Freundin Anne von einem Djinn übernommen wurde, versucht er, sie zu retten. Doch die Zeit wird knapp. Weiß- und Schwarzmagier verbünden sich für eine letzte Schlacht gegen die Djinn und Alex hat nur eine Chance, Anne zu befreien. Gleichzeitig sieht er sich gezwungen, mit all den Magiern zusammenzuarbeiten, die bereits versucht haben, ihn umzubringen, ebenso wie mit seinem früheren Mentor Richard Drakh.
Ich habe die Alex Verus-Reihe seit ihrem Beginn mitverfolgt. Eine meiner allerersten Rezensionen habe ich zum ersten Band geschrieben. Diesem finalen Band habe ich daher sowohl mit Spannung als auch Wehmut entgegengesehen. Und ja, ich hatte einige Erwartungen daran, wie die Reihe beendet werden würde, immerhin habe ich seit drei Bänden spekuliert, worauf alles hinauslaufen würde. Konnte das Buch meine Erwartungen erfüllen? Generell schon, aber nicht vollständig.
Zunächst einmal ist der Autor einfach ein Meister darin, spannende, temporeiche und kurzweilige Bücher zu schreiben. Einmal begonnen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Beginn ist dabei etwas langsamer und greift noch einmal Alex‘ Beziehungen zu seinen besten Freundinnen und Freunden auf, doch dann geht es in die Schlacht und das Buch endet erst wieder nach dieser. Dass es da sehr viel Action gibt, versteht sich wohl von selbst.

Mir hat es sehr gefallen, dass insbesondere Luna in diesem Buch mal wieder etwas Raum erhalten hat. Sie war gerade in den ersten Bänden ein so wichtiger Charakter und ihre Entwicklung hat mich immer beeindruckt. In den letzten Bänden kam sie dann leider etwas kurz, aber hier konnte sie sich noch einmal richtig entfalten. Auch andere Beziehungen von Alex werden aufgegriffen und viele seiner früheren Freunde und Feinde müssen sich erneut entscheiden, auf welcher Seite sie stehen.
So gut ich dieses Buch dann aber für sich genommen fand, so enttäuscht war ich doch vom Ende der Reihe generell. Insbesondere die finale Konfrontation mit Anne und dem Djinn war für mich absolut misslungen. Anne wurde jede Entscheidungsfreiheit genommen und die Konsequenzen von Alex‘ Handlung wurden leider nur sehr bedingt beleuchtet. Und dann gab es da noch die Sache mit der Prophezeiung, welche Alex vor einigen Bänden erhalten hatte. Diese wurde gefühlt komplett ignoriert.
Generell habe ich mich noch lange nach dem Beenden des Buches gefragt, welche Botschaft dieses Ende nun senden sollte und ich empfinde diese als sehr gegenläufig zum Rest der Reihe. Bei mir kam das Gefühl auf, dass der Autor sich letztendlich nicht getraut hat, das eigentlich geplante Ende wirklich zu schreiben.

Fazit:
„Der Retter von London“ ist ein gewohnt spannungsgeladenes Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Für sich genommen war es wieder eine großartige Geschichte, als Reihenabschluss hat es dagegen für mich leider nicht funktioniert.

