Cover "Der Netzwerkeffekt": Eine gepanzerte Gestalt steht auf einer Plattform und sieht zu einem Schiff auf, das über ihr fliegt
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Der Netzwerkeffekt

Rezension zu „Der Netzwerkeffekt“ von Martha Wells

Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zur Rezension zu „Tagebuch eines Killerbots“ (Band 1).

Meine Bewertung:
5 Sterne von 5

Details:
Titel: Der Netzwerkeffekt
Originaltitel: Network Effect
Reihe: Killerbot-Reihe Band 2
Autorin: Martha Wells
Übersetzung: Frank Böhmert
Verlag: Heyne
Seiten: 480
Kauflink: Amazon
Preis: 14,99 € (D) Taschenbuch; 11,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Wer kennt es nicht: dieses Gefühl, wenn der Boss reinkommt, einem einen Auftrag gibt, von dem mal wieder die Zukunft der Galaxis abhängt bla bla bla, während man sich in dieser Sekunde viel lieber abschalten und ein paar Hundert Folgen der Lieblingsserie bingen würde. Ach ja, und eigentlich ist man ein auf die Tötung von Menschen programmierter, ausgemusterter Roboter. Sie kennen das? Herzlichen Glückwunsch – und willkommen in der Welt von Killerbot.

Klappentext "Der Netzwerkeffekt"
Meine Meinung:

Seit Killerbot für Dr. Mensah arbeitet, muss Killerbot sich nicht mehr um die Politik der geldgierigen Firmen kümmern. Doch dann kommt es auf einer normalen Forschungsmission zu einer seltsamen Entführung und plötzlich muss Killerbot wieder alle Fähigkeiten einsetzen, um die Crew lebendig aus dem Schlamassel herauszubekommen.

Ähnlich wie im ersten Band hat mir auch hier wieder der humorvolle Ton des Buches gefallen! Killerbot hat einfach eine sehr spezielle Art, die Geschichte zu erzählen und ich hatte so viel Spaß dabei, selbst den kleinsten Handlungen zu folgen. Waren die Novellen jedoch tatsächlich zum größten Teil auch inhaltlich eher humorvoll und actionreich, mit einzelnen ernsten Abschnitten, so wurde hier zudem ein größerer Fokus auf die Dinge gelegt, die Killerbot gerne verdrängen würde. Auch ein Killerbot kann anscheinend psychische Probleme bekommen und wenn man bedenkt, was Killerbot alles durchmachen musste, ist dies auch kein Wunder.

Ein weiteres Highlight des Buches war die Beziehung von Killerbot zu den Menschen, aber besonders zu einem alten Freund, welchen ich hier aus Spoilergründen nicht benennen möchte, der aber Fans der Reihe bereits bekannt ist. Zu sehen, wie zwei Personen, welche ihre Sozialkompetenz aus Serien genommen haben, eine Freundschaft aufbauen, war einfach großartig geschrieben! Auch wenn Aspekte dieser Freundschaft etwas unbalanciert wirkten, funktionierte dies hier.

Zusätzlich zu all diesen tollen Aspekten war die Geschichte selbst auch noch spannend und rätselhaft. Ich habe ein paar Mal den Kritikpunkt gelesen, dass der Roman einige Längen haben sollte, davon habe ich persönlich ehrlich gesagt nichts gemerkt. Für mich gab es hier das perfekte Verhältnis von Action und Charakterentwicklung.

Ein kleiner Wehrmutstropfen war für mich nur die Übersetzung. Wie auch im vorherigen Band wurde hier eigentlich mit Gender gespielt, was in der deutschen Version leider überhaupt nicht zur Geltung kommt. Das Thema ist in der Reihe zwar oft nur zwischen den Zeilen erkennbar, ist aber dennoch sehr wichtig, weshalb ich es schade finde, dass dies hier nicht gut rüberkommt. Ich werde die Reihe daher in Zukunft voraussichtlich auf Englisch weiter verfolgen.

Band 1 und 2 der Killerbot-Reihe nebeneinander
Fazit:

Killerbot hat es einmal mehr geschafft, mich voll und ganz zu überzeugen. Ganz besonders der humorvolle Schreibstil und die interessanten Beziehungen der Charaktere haben dafür gesorgt, dass es dieses Buch auf die Liste meiner Jahreshighlights geschafft hat!

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