Cover "Der Knochensplitterpalast - Die Tochter"
Fantasy Lesetipp

Der Knochensplitterpalast – Die Tochter

Rezension zu „Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ von Andrea Stewart

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Der Knochensplitterpalast – Die Tochter
Originaltitel: The Bone Shard Daughter
Reihe: Drowning Empire Band 1 von 3
Autorin: Andrea Stewart
Übersetzung: Urban Hofstetter
Verlag: Penhaligon
Seiten: 544
Kauflink: Amazon
Preis: 17,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Lin ist die Tochter des Kaisers und Erbin des Phönixreiches. Ihr tyrannischer Vater jedoch versklavt seine Untertanen und erschafft schreckliche Monster – mithilfe der geheimnisvollen Knochensplittermagie. Doch die Gabe, diese zu wirken, hat Lin durch eine Krankheit verloren, und seitdem versucht ihr Vater, sie als Thronfolgerin zu entmachten. Gefangen in einem Palast voller Geheimnisse und verschlossener Türen will Lin heimlich die Knochensplittermagie wiedererlernen – um ihren grausamen Vater und seine entsetzlichen Kreationen zu stoppen. Doch als die Revolution die Tore ihres Palastes erreicht, muss Lin entscheiden, ob sie ihr Geburtsrecht einfordert – oder ihr Volk rettet.

Klappentext "Der Knochensplitterpalast - Die Tochter"
Meine Meinung:

„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ wurde mir freundlicherweise vom Penhaligon Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Lins Vater, der Kaiser des Phönixreiches, erschafft Konstrukte mithilfe von mächtiger Knochensplittermagie. Für diese müssen seine Untertanen durch eine gefährliche Prozedur einen Knochensplitter abgeben, durch den ihnen Energie entzogen wird, welche die Konstrukte antreibt. Lin möchte eine gerechtere Herrscherin werden, doch eine Krankheit hat ihr alle Erinnerungen genommen und ihr Vater droht, seinen Ziehsohn zum Erben zu machen, wenn sie diese nicht wieder findet. Währenddessen braut sich auf der anderen Seite des Reiches eine Rebellion zusammen, in deren Mitte sich der Schmuggler Jovis unfreiwillig wiederfindet.

Die Geschichte wird aus der Sicht von fünf verschiedenen Charakteren erzählt. Zentral sind dabei vor allem Lin und Jovis, aber es gibt auch Phalue, die Tochter eines Gouverneurs und ihre Geliebte Ranami, die versucht, ihr die Armut des Volkes begreiflich zu machen. Zudem gibt es noch die geheimnisvolle Sand, die auf einer weit entfernten Insel Mangos pflückt und plötzlich beginnt, alles zu hinterfragen.

„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ ist eine temporeiche Geschichte, welche gekonnt mehrere Handlungsstränge nebeneinander spinnt und diese auf unerwartete Weise miteinander verwebt. Mir gefiel besonders zu Beginn der Kontrast zwischen Lins Handlungsstrang und dem der anderen. Auf der einen Seite ist da dieser dunkle Palast, voller verschlossener Türen und Geheimnisse, die nach und nach gelüftet werden müssen, während auf der anderen Seite eine bunte Inselwelt steht, auf der ein Schmuggler Abenteuer erlebt.

Hier liegt jedoch auch einer meiner wenigen Kritikpunkte am Buch. Denn während ich etwa Jovis Geschichte gut ausgearbeitet fand, hat mir bei Lin doch einiges gefehlt. Ich hatte mich darauf gefreut, nach und nach alle Geheimnisse mit ihr aufzudecken und die Knochensplittermagie zu lernen. Tatsächlich passierte davon jedoch vieles zwischen den Kapiteln, wodurch Lin starke Sprünge in ihrem Können macht, die mich persönlich doch etwas enttäuscht haben. Trotz dieser Kritik fand ich ihren Handlungsstrang insgesamt sehr spannend und ich mochte Lin als Charakter sehr!

Beim Lesen hatte ich direkt sehr viele weiterführende Fragen im Kopf. Vor allem dazu, ob die Konstrukte eigenständig denkende Wesen sein können, aber auch zur Moralität des Magiesystems. Auch wenn viele dieser Fragen implizit beantwortet wurden, gab es hier doch einiges, was noch unklar blieb, oder sogar aufgrund der bisher vorhandenen Informationen unlogisch erschien. Ich erhoffe mir daher von den nächsten zwei Bänden noch einiges.

Das Ende des Buches war ähnlich temporeich, wie der Rest. Für meinen Geschmack dann leider etwas zu temporeich. Auch wenn mich die Spannung bis zum Ende gefesselt hielt, hätte ich mir doch ein wenig mehr bei der Auflösung gewünscht.

Karte des Phönixreiches
Fazit:

„Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ ist ein temporeicher und spannender Einstieg in eine Trilogie. Auch wenn einige Handlungsstränge etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätten, bin ich doch insgesamt begeistert von der Geschichte und ihren Implikationen. Zum Glück erscheint der zweite Band sehr bald.

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8 Kommentare

  1. […] habe ich in dieser Woche mit „Der Knochensplitterpalast – Der Kaiser“. In Band 1 dieser Reihe ging es darum, dass Rin, die Tochter des Kaisers, im Palast geheime Türen öffnen und Geheimnisse […]

  2. […] Dies ist der zweite Teil einer Reihe. Meine Rezension enthält leichte Spoiler zum ersten Band.Hier geht es zur Rezension zu „Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ (Band 1). […]

  3. […] wie mir das Buch gefallen hat – die Kurzfassung ist jedoch leider, dass es nicht mit dem ersten Band mithalten […]

  4. […] wieso? Auch wenn ich den zweiten Band der Reihe nicht mehr so ganz überzeugend fand, hat mich der erste Teil genug begeistert um nun wissen zu wollen, wie es endet. Da dies der letzte Teil ist hoffe ich […]

  5. […] ich diese Welt und viele der Charaktere und meine Hoffnung war, dass Band 3 wieder stärker wie der erste Teil ist. Ich bin bisher etwa bei der Hälfte und muss aktuell leider sagen, dass mein Gefühl gerade […]

  6. […] Dies ist der dritte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ (Band 1). […]

  7. […] – Der Krieg“ beenden können. Dies ist der dritte Band der Drowning Empire-Reihe. Der erste Band der Reihe war wirklich ein Erlebnis, während mich der zweite deutlich weniger begeistern konnte. […]

  8. […] Hier geht es zu meiner Rezension. […]

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