Cover "Der Knochensplitterpalast - Der Krieg": Das Cover ist lila mit einer weißen Krone darauf und verschiedenen, wie geschnitzt erscheinenden Figuren rundherum
Fantasy

Der Knochensplitterpalast – Der Krieg

Rezension zu „Der Knochensplitterpalast – Der Krieg“ von Andrea Stewart

Dies ist der dritte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den vorherigen Teilen.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Der Knochensplitterpalast – Die Tochter“ (Band 1).

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: Der Knochensplitterpalast – Der Krieg
Originaltitel: The Bone Shard War
Reihe: Drowning Empire Band 3 von 3
Autorin: Andrea Stewart
Übersetzung: Urban Hofstetter
Verlag: Penhaligon
Seiten: 704
Kauflink: Amazon
Preis: 17,00 € (D) Taschenbuch; 9,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die Knochensplitterarmee ist besiegt. Aber Lin weiß, dass ihre Verbündeten im Kampf zwar hilfreich waren, aber eine neue Weltordnung fordern. Und darin hat kein Kaiser einen Platz – auch nicht Lin.
Zudem wird der zerbrechliche Frieden von den Alanga ins Wanken gebracht, welche beginnen, die Seite zu wechseln. Einmal mehr hängt die Zukunft des Phönixreichs an Lin und mit Feinden auf allen Seiten und nur wenigen Freunden an ihrer Seite muss sie ein für alle Mal entscheiden, ob sie dem Weg ihrer Vorfahren folgen soll, um die Menschen ihres Reichs zu retten und endlich Frieden zu finden.

Klappentext "Der Knochensplitterpalast - Der Krieg"
Meine Meinung:

„Der Knochensplitterpalast – Der Krieg“ wurde mir freundlicherweise vom Penhaligon Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Auch wenn die Knochensplitterarmee besiegt wurde, steht das Reich kurz vor dem Kollaps. Lin muss an allen Fronten kämpfen. Neben den Splitterlosen, die noch immer fordern, dass sie abdankt, versucht nun auch der frühere Mönch Ragan seine Macht zu vergrößern. Hinzu kommt eine Verbrecherorganisation, die ebenfalls die Situation ausnutzt, um mehr Macht zu erlangen.

Ich habe Band 1 dieser Reihe so geliebt. Es war temporeiche Jugendfantasy, wie ich sie gern mehr sehen würde. Als Band 2 dann eher enttäuschend war, hatte ich gehofft, dass dies einfach daran lag, dass es das mittlere Buch einer Trilogie war. Von Band 3 hatte ich mir ein spannendes Finale erhofft. Leider, leider muss ich sagen, dass mich dieser Teil noch weniger überzeugen konnte als sein Vorgänger.

Was ich mochte, lässt sich in vier Punkten ziemlich kurz zusammenfassen:
1. Die Welt! Über die Trilogie hinweg habe ich diese geliebt. In diesem Band kamen einige ziemlich offensichtliche Dinge ans Licht, aber auch wenn ich mir diese bereits seit Beginn des zweiten Bandes gedacht hatte, hat dies nichts an meiner Begeisterung für das Setting getrübt!
2. Die Ossalen, insbesondere Mephi. Auch wenn dieser in diesem Buch viel zu wenig auftauchte.
3. Das Ende, welches Nisong hatte.
4. Der absolut letzte Satz der Danksagung…

Leider gab es daneben einfach so vieles, was mich gestört hat. Zunächst einmal zog sich dieses Buch enorm. Über 700 Seiten waren definitiv nicht nötig, um diese Geschichte zu erzählen. Teils fühlten sich Bereich der Geschichte künstlich aufgebläht an, aber vieles was geschah war auch einfach repetitiv oder unnötig. Insbesondere die immer gleiche Situation, in der irgendjemand versucht eine andere Person oder eine Gruppe in einer angespannten oder sogar in einer Kampfhandlung von der Richtigkeit der eigenen Seite zu überzeugen, kam hier definitiv zu oft vor!

Insbesondere in diesen Situationen war auch stark zu merken, wie unecht sich die Nebencharaktere anfühlten. Diese wurden immer nur als Masse an Menschen angesehen, die sich vom kleinsten Windhauch vom Gegenteil ihrer eigenen Meinung überzeugen lassen. Ja, mir ist bewusst, dass sich Menschenmassen teils leicht beeinflussen lassen, aber das war hier auf einem ganz neuen Level.

Zum Teil war dies sicher der Tatsache geschuldet, dass es hier sehr viele Seiten gibt und viele davon unterscheiden sich nur geringfügig. Dass es hier leicht passieren kann, dass die Seite gewechselt wird, kann ich verstehen, allerdings frage ich mich auch, wofür all diese Seiten am Ende nötig waren. So gern ich es habe, wenn es komplexe (politische) Situationen gibt – hier wurde dies einfach nicht überzeugend umgesetzt.

Konversationen fühlten sich einfach nicht natürlich an. So oft wirkten Unterhaltungen gestelzt und schienen nur dafür stattzufinden, verschiedene Positionen gegeneinander stellen zu können. Wenn dann wenigstens gute Argumente genutzt worden wären, hätte ich das vielleicht noch akzeptieren können, aber alles bleibt hier auf einem sehr simplen Level.

Und zu all dem kamen Flüchtigkeitsfehler, die durch ein gutes Lektorat hätten behoben werden können. Da werden Zeitspannen, die zum Segeln benötigt werden, mal beachtet und mal nicht. Die erneute Nutzung von Konstrukten hat keine Konsequenzen für Lin, obwohl die meisten Menschen vermutlich nicht wissen, dass diese nun anders hergestellt werden. Die enormen Größen der Ossalen sind manchmal relevant und manchmal werden diese komplett vergessen und so weiter. Hier war ich teils wirklich enttäuscht.

Alle drei Bände der Drowned Empire Trilogie nebeneinander
Fazit:

Leider konnte mich das Finale dieser Reihe nicht überzeugen. Trotz einer großartigen Welt, die ich immer lieben werde, haben mich Fehler, unnatürliche Konversationen, unecht wirkende Nebencharaktere und so vieles mehr einfach daran gehindert, dieses Buch zu genießen.

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2 Kommentare

  1. […] der Woche habe ich „Der Knochensplitterpalast – Der Krieg“ beenden können. Dies ist der dritte Band der Drowning Empire-Reihe. Der erste Band der Reihe […]

  2. […] Der Knochensplitterpalast – Der Krieg […]

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