Rezension zu „Der Jasmin-Thron“ von Tasha Suri
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Jasmin-Thron
Originaltitel: The Jasmine Throne
Reihe: Die brennenden Reiche; Band 1
Autorin: Tasha Suri
Übersetzung: Katrin Lechtermann
Verlag: Cross Cult
Seiten: 656
Kauflink: Amazon
Preis: 30,00 € (D) Gebunden; 20,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Prinzessin Malini, von ihrem despotischen Bruder ins Exil geschickt, verbringt ihre Tage damit, von Rache zu träumen, während sie im Hirana eingesperrt ist, einem uralten Felsentempel, der einst als Quelle des magischen todeslosen Wassers verehrt wurde, doch inzwischen nur noch eine verfallende Ruine ist. Die Geheimnisse des Hirana sind es, die Priya locken. Aber um die Wahrheit über ihre Vergangenheit zu verbergen, arbeitet sie als Dienerin im Haushalt der verhassten Regentin, beißt sich auf die Zunge und putzt Malinis Gemächer. Doch als Malini Zeuge von Priyas wahrer Natur wird, werden die Schicksale der beiden unwiderruflich miteinander verwoben … Und gemeinsam werden sie ein Imperium in Flammen setzen.

Meine Meinung:
In einem uralten Felsentempel werden die Schicksale zweier Frauen miteinander verflochten: Prinzessin Malini hat sich geweigert, verbrannt zu werden und wurde daher von ihrem Bruder ins Exil geschickt. Unter strenger Bewachung soll sie den Rest ihres Lebens in der Ruine verbringen. Priya dagegen arbeitet als Dienerin im Haushalt des Regenten, doch ihre Vergangenheit ist eng mit dem alten Tempel verwoben. Als Malini Zeugin von Priyas wahren Fähigkeiten wird, sieht sie ihre Chance gekommen, ihr Reich von ihrem Bruder zurückzuerobern.
„Der Jasmin-Thron“ ist der Auftakt zu einer epischen Fantasy-Trilogie und mich hat dieser direkt eingefangen! Es geht hier in erster Linie um zwei Frauen und wie sie zu ihrem Schicksal und ihrer Berufung finden. Malini sollte verbrannt werden, damit die Herrschaft ihres Bruders gefestigt wäre, doch weil sie sich widersetzt, wird sie bestraft. Dagegen war Priya einst Teil des Tempelordens, bevor etwas schreckliches geschah. Nun versteckt sie sich als einfache Magd und nutzt jegliche Ressourcen, um anderen zu helfen.

Beide Frauen für sich haben mir sehr gefallen. Malini war unglaublich intelligent, gerissen und auch manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Sie musste immer härter arbeiten als ihr Bruder um Anhänger und Loyalisten zu finden, nur weil sie eine Frau war. Priya dagegen war mitfühlend und hilfsbereit bis zu dem Punkt, an dem sie sich selbst in Schwierigkeiten brachte. Beide waren für sich sehr gut geschrieben und ich fand es ebenfalls sehr spannend, sie zusammen zu sehen. Was ich hier allerdings auch sagen muss, ist, dass mich die Liebesgeschichte zwischen ihnen nicht wirklich überzeugen konnte. Diese kam etwas aus dem Nichts und so wirkliche romantische Chemie habe ich einfach nicht ausmachen können.
Was mich dagegen absolut begeistern konnte, war das Worldbuilding. Dieses war stark indisch geprägt, was ich bisher im Fantasybereich noch viel zu selten erlebt habe. Insbesondere auch das Magiesystem fand ich sehr spannend und ich bin schon darauf gespannt, wie sich dieses in den Folgebänden entwickeln wird.
Auch die Handlung war einfach episch, voller politischer Intrigen und aufregender Kämpfe. Im epischen Fantasybereich war dieser Reihenauftakt für mich einer der vielversprechendsten der letzten Jahre und ich freue mich schon sehr darauf, bald die Folgebände zu lesen.

Fazit:
„Der Jasmin-Thron“ konnte mich fast auf voller Linie überzeugen. Sieht man von der etwas blassen Liebesgeschichte ab, so kann ich alles an diesem Buch nur loben. Eine epische Handlung, großartige Charaktere und ein spannendes Magiesystem machen dieses Buch zu einem der vielversprechendsten Reihenauftakten, die ich in letzter Zeit gelesen habe!

