Es ist so weit – der große Coververgleich 2023 ist da! Wie in jedem Jahr vergleiche ich verschiedene Versionen der Cover meiner gelesenen Bücher. Meist ist der Vergleich zwischen der deutschen und der englischen Version, manchmal aber auch zwischen verschiedenen englischen Versionen (z.B. UK und US Cover).
Ich bin keine Grafik Designerin und kann daher keine qualifizierte Aussage zu Qualität und ähnlichem machen. Dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Meinung wider. Es würde mich übrigens freuen, auch eure Meinungen zu den verschiedenen Covern zu hören. Schreibt gerne was dazu in die Kommentare hier oder unter den dazugehörigen Instagrampost!
Björnstadt

Mein erster Gedanke beim deutschen Cover war, dass es sich hier um einen Thriller handelt. Irgendwie erinnerte es mich an verschiedene Cover nordischer Krimis und Thriller, weshalb ich es in diese Richtung eingeschätzt hätte. Tatsächlich ist es das aber nicht und ich finde, das deutsche Cover tut sich damit keinen Gefallen. Das englische Cover dagegen fängt verschiedene Aspekte der Geschichte ein: Eishockey, die Abgelegenheit der Stadt und die Atmosphäre und auch die Schriftart passt besser zum Buch. Es ist zwar kein Cover, nach dem ich im Buchhandel gegriffen hätte, aber dennoch deutlich passender als die deutsche Version.
The Final Empire; The Well of Ascension; The Hero of Ages



Das erste Cover für diese Bücher, ist hier jeweils das mittlere. Diese Cover sind zwischen 2006 und 2008 erschienen und ich finde, man merkt ihnen ihr Alter an. Im Buchhandel wäre ich höchstens auf das letzte aufmerksam geworden. Ich finde auch nicht unbedingt, dass sie die Geschichte besonders gut widerspiegeln, auch wenn sie teilweise Szenen aus dem Buch darstellen.
Mittlerweile sind sowohl auf dem US- als auch auf dem UK-Markt einige neue Cover herausgekommen. Ich habe mich hier beispielhaft für die zwei Versionen entschieden, welche ich meist zu sehen bekomme. Bei den US-Covern von Tor mag ich das Cover des ersten Bandes wirklich sehr gerne. Dieses zeigt Vin im Nebel mit ihrem charakteristischen Umhang und ich liebe die Illustration. Allerdings finde ich Band 2 und 3 deutlich weniger gelungen. Während Band 2 mir leichte Uncanny Valley Vibes gibt, finde ich, dass das dritte Cover nicht unbedingt so gut zur Geschichte passt. Die UK-Cover dagegen mag ich sehr gerne und besitze sie daher auch selbst. Die fast surreal anmutenden skizzenhaften Illustrationen haben es mir hier definitiv angetan.
Die Geister von New York

Hier finde ich den Vergleich wirklich schwer, denn ich mag beide Cover nicht besonders. Ich denke auch, dass beide Cover ihren eigenen Markt besser ansprechen, als es das jeweils andere Cover tun würde. Das deutsche Cover erinnert vom Stil her ein wenig an die deutschen Cover der Alex Verus Reihe und verspricht somit Urban Fantasy. Die okkulten Symbole, Edgar Allan Poes Porträt, sowie der Arm der Freiheitsstatue zeigen, in welche Richtung die Geschichte geht. Auf der anderen Seite erinnert das englische Cover an die englischen (US) Cover der Akex Verus Reihe und ähnlicher Bücher. Auch hier wird entsprechend suggeriert, um welche Art Buch es sich handelt.
The Gilded Ones; The Merciless Ones


Beide Cover machen hier über die Reihe hinweg eine interessante Transformation durch. Während in der deutschen Version die Frau auf dem Cover erst beide Augen zugehalten hat, dann nur noch eine und auf dem letzten Cover dann beide offen sind, dreht sich die Frau auf den englischen Covern von rechts nach links und wird dabei immer mächtiger (erst mit einem Schwert in der Hand, dann mit einer Krone auf dem Kopf). Ich finde beide Cover spiegeln die Geschichte auf ihre eigene Weise sehr gut wider. Ein wenig schöner finde ich dennoch die englischen Cover.
Der Hexenzirkel Ihrer Majestät – Das begabte Kind

Hier bin ich ein großer Fan der UK-Cover. Diese sehen so schön okkult und auf alt gemacht aus, dass es irgendwie wieder gut aussieht. Der Vibe passt für mich auch sehr gut zur Geschichte. Die deutschen Cover zur Reihe sind schön, aber irgendwie auch langweilig. Jeder der Cover hat die gleichen Muster und einfach nur eine andere Hintergrundfarbe. Ich bevorzuge hier definitiv die UK-Version.
Der Geist von London; Die Verdammten von London


Ich habe hier jeweils ein Cover (Der Geist von London) gegen das UK-Cover und eins (Die Verdammten von London) gegen das US-Cover antreten lassen. Und in beiden Fällen gewinnt für mich ganz klar das deutsche Cover. Ich habe mich mittlerweile aber auch einfach an den Stil dieser gewöhnt und verbinde die Reihe damit. Auch wenn gerade die UK-Cover graphisch ziemlich interessant aussehen, haben sie hier für mich doch keine Chance.
Cytonic

Ebenso wie bei den vorherigen Bänden der Reihe, welche ich bereits im Beitrag im letzten Jahr vorgestellt habe, fokussiert sich das UK-Cover hier stärker auf den Sci-fi Teil, während das US-Cover eher den YA-Anteil hervorhebt. Ich mag beide Cover, bleibe hier aber definitiv weiterhin Fan der deutschen Cover, welche hier eine gute Mischung dieser Aspekte haben und dabei wunderschön aussehen!
Skyward Flight

Bei den Novellen zur Reihe dagegen empfinde ich das deutsche Cover als weniger gelungen. Ich glaube für mich hebt es sich zu sehr von den anderen Bänden der Reihe ab – was dadurch verstärkt wird, dass es als einziger Teil ein Hardcover ist, das auch noch größer ist als die anderen Bände.
Zwischen den beiden anderen Covern würde ich mich hier wohl für das US-Cover entscheiden, da hier die drei Charaktere sehr gut getroffen sind. Allerdings habe ich mich in der Vergangenheit für das UK-Cover entschieden, also hat sich meine Meinung hier definitiv über das letzte halbe Jahr geändert.
The Very Secret Society of Irregular Witches

Auch wenn die Cover zu diesem Buch alle in eine ähnliche Richtung gehen, empfinde ich sie doch als völlig unterschiedlich! Mein Favorit ist hier eindeutig die UK-Ausgabe. Das Cover erinnert mich hier etwas an „Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte“ und unterstreicht so vor allem die Cozy Vibes der Geschichte. Dagegen ist das US-Cover eher an romantische Hexengeschichten der letzten Zeit angelehnt, was eher den romantischen Aspekt betonen würde – der aber überhaupt nicht der zentrale Punkt des Buches ist. Zuletzt ist das deutsche Cover fast eine Mischung aus diesen beiden und dabei doch etwas ganz Neues. Mir gefällt es gut, insbesondere das Farbschema ist sehr schön, aber es kommt für mich einfach nicht an das UK-Cover heran.
Promise Boys

Ich finde beide Cover zu diesem Buch ziemlich stark. Das englische Cover zentriert sich vor allem auf den Krimi/Thriller Aspekt der Geschichte, indem es die drei Protagonisten als Verdächtige darstellt. Das ist super gemacht – immerhin bin ich sofort neugierig geworden, als ich das Cover gesehen habe! Das deutsche Cover dagegen stellt stärker den Schulraum in den Fokus, welcher meiner Meinung nach eigentlich relevanter für die Geschichte ist, in welcher es insbesondere um Rassismus und das kaputte, amerikanische Bildungssystem geht. Ich kann mich hier wirklich nicht entscheiden, welches ich besser finde.
Song of Silver, Flame Like Night

Hier hat der deutsche Verlag das US-Cover übernommen und nur minimal verändert. Ich muss sagen, dass ich es schade finde, dass hier nicht das UK-Cover übernommen wurde, da ich dieses deutlich schöner finde.
The Way of Kings; Words of Radiance; Oathbringer



Die hier jeweils rechts dargestellten Cover sind meines Wissens nach die originalen US-Cover, welche bisher nicht ausgetauscht wurden, obwohl einige davon auch bereits sehr alt sind. Links zu sehen sind die deutschen Cover (des jeweils ersten Teils des jeweiligen Buches – im deutschen wurden diese geteilt). In der Mitte habe ich eine Version der UK-Cover ausgewählt – hier gibt es mehrere Versionen und ich habe mich für die entschieden, die ich selbst gelesen habe.
Die deutschen Cover finde ich nett, aber auf Dauer auch etwas langweilig. Hier steht immer ein Krieger mit wehendem roten Umhang in einer epischen Landschaft. Ich denke, die soll eine Anspielung auf das erste US-Cover sein. Die US-Cover gefallen mir persönlich dagegen mit jedem Buch besser. Während das erste aussieht, wie eben alte High Fantasy Cover aussehen, haben das zweite und besonders das dritte Buch richtig Charakter. Dargestellt ist jeweils eine Szene aus dem Buch. Ginge es rein um die Cover hätte ich mich wohl für diese Versionen entschieden, aber da ich für unsere Lesegruppe gerne die geteilten Versionen haben wollte, habe ich mich für die neuen UK-Cover entschieden, auf denen jeweils ein Symbol aus den Büchern abgebildet ist.
Love, Theoretically

Das deutsche Cover reiht sich ein zu den anderen der Autorin – mit bunten Blöcken und einer Frau, deren Gesicht man nie zu sehen bekommt. Und ich mag diese Cover, wirklich, aber nicht für diese Bücher. Meiner Meinung nach passen sie so gar nicht zu den Geschichten der Autorin. Die englischen Cover dagegen sind vielleicht etwas unsubtil, aber der Zeichenstil ist für mich mittlerweile fest mit ihren Werken verknüpft. Daher bevorzuge ich hier das englische Cover.
Emily Wildes Enzyklopädie der Feen

Auch hier hat der deutsche Verlag das US-Cover übernommen (das hier dargestellte englische Cover ist das UK-Cover). Ich habe das Buch aus einer Buchbox und in dieser wurde das UK-Cover gewählt. Ich war etwas traurig darüber, denn eigentlich mochte ich die dunklen Farben des US-Covers deutlich lieber. Nachdem ich das Buch gelesen habe, hat sich meine Ansicht dazu jedoch komplett gedreht, denn das schwarze Cover passt einfach gar nicht zu dieser Cozy Geschichte. Das UK-Cover dagegen ist hübsch und sehr passend!
Jade City

So gern ich die Bücher dieser Reihe auch mag – die Cover, die ich dazu gefunden habe gefallen mir alle nicht besonders. Das englische Cover empfinde ich als ziemlich langweilig und beinahe nichtssagend und das deutsche Cover finde ich zwar ok, aber es ist irgendwie auch uninspiriert, dass alle drei Bände bloße farbliche Anpassungen erhalten haben. Wenn ich mich entscheiden müsste, dann würde ich dennoch zum deutschen Cover greifen.
Ich, Lady MacBeth

Die Entscheidung fällt mir hier schwer und sie ist auch davon geprägt, dass das Buch für mich ein ziemlicher Flop war. Manchmal ist es wirklich so, dass das Innere des Buches auf das Äußere abfärbt und hier ist dies definitiv der Fall. Ich glaube ich finde hier dennoch das englische Cover besser, einfach weil mir das Symbol gut gefällt – die Farbgebung könnte allerdings ein wenig angepasst werden.
Wie man einen Prinzen tötet

Ich weiß, dass das deutsche Cover hier eher unbeliebt ist – trotz seiner Einfachheit mag ich es aber. Brennnesseln haben mir als Pflanzen aber auch immer schon gefallen. Das US-Cover finde ich zwar super interessant, aber es hat für mich auch leichte Uncanny Valley Vibes, die mich irgendwie abschrecken. Einige Elemente machen auf mich den Eindruck, als könnte das Bild mit einer KI generiert worden sein. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.
Das UK-Cover gefällt mir persönlich leider nicht besonders gut und ich kann nicht einmal benennen wieso. Irgendwie empfinde ich es einfach nicht als ansprechend.
Legendborn – Das geheime Erbe

Ich habe schon im letzten Beitrag zum ersten Cover gesagt, dass ich es schade finde, dass hier wieder Sichtbarkeit von PoCs verringert wurde, indem man sich beim deutschen Cover für ein Schwert entschieden hat. Das deutsche Cover empfinde ich als langweilig und nichtssagend, insbesondere da das Schwert keinerlei Aspekte hat, die es sichtbar mit der Geschichte verknüpfen würden.
Legends & Lattes

Die englische Version ist hier diejenige, die damals im Selfpublishing erschienen ist. Die deutsche Version hat dagegen das Cover übernommen, welches später designet wurde, als das Buch von einem Verlag übernommen wurde. Mir persönlich gefällt der Charme der Illustration einfach viel zu gut, daher habe ich mir das Buch damals auch noch schnell in der Selfpublisher-Version geholt!
The Luminaries

Die beiden Cover hier tun sich meiner Meinung nach nicht viel. Beide sehen interessant aus und haben Dinge, die für sie sprechen. Insgesamt gefällt mir hier das US-Cover (rechts) jedoch ein wenig besser.
A Dowry of Blood

Dies ist einer der Fälle, in denen ich meine Meinung über die Zeit hinweg geändert habe. Mir hat das Cover aus dem Selfpublishing sehr gut gefallen und ich wollte es mir eigentlich auch noch in dieser Version bestellen, habe es dann aber nicht gemacht. Als ich das neue Cover aus dem Verlag gesehen habe, war ich eigentlich nicht besonders glücklich damit. Jetzt, mehrere Monate später, liebe ich das Verlagscover und bevorzuge es dem alten gegenüber sogar.
Gallant

Beide Cover stellen hier den gleichen Aspekt der Geschichte dar: Die beiden Seiten des Hauses. Das Design gefällt mir jedoch bei der US-Version besser, als bei der deutschen / UK-Version.
The Devil Makes Three

Hier mag ich zwar das US-Cover, allerdings denke ich, dass beide die Geschichte nicht wirklich gut einfangen. Das US-Cover wirkt eher, als ob dies eine Dark Academia Geschichte sei (als die das Buch auch beworben wurde). Tatsächlich ist dies jedoch Horror mit einer guten Portion Gore. Das UK-Cover fängt dies zwar ein wenig besser ein, aber der Teufelskopf sieht einfach zu unecht aus, wodurch auch hier nicht wirklich der Vibe der Geschichte rüberkommt.
Durch die kälteste Nacht

Muss ich wirklich erklären, warum ich das deutsche Cover liebe und das Buch mit englischem Cover wohl eher nicht gekauft hätte (was vielleicht auch besser gewesen wäre…)?
Warrior Girl Unearthed

Ich liebe hier beide Cover! Beide greifen Symbolik aus den Büchern auf und sind einfach wunderschön! Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich das englische Cover wählen, bin aber dennoch froh, dass das deutsche Cover so gut zum vorherigen Band passt – dies wäre mit dem englischen Cover nicht der Fall gewesen.
Das Reich der Sieben Höfe – Dornen und Rosen

Diese Buchreihe hat mittlerweile mehrere Cover, ich habe mich hier jedoch für diejenigen entschieden, die ich bisher am meisten gesehen habe. Interessant finde ich, dass das Farbschema in allen so ähnlich ist. Auch wenn das deutsche Cover stärker ins rosafarbene geht und im UK-Cover viel gelb vorhanden ist, enthalten doch alle Cover sehr viel auffälliges rot. Die Designs sind dennoch sehr unterschiedlich. Das UK-Cover zeigt den Wolf, welchen Feyre zu Beginn erschießt. Das deutsche Cover zeigt Feyre selbst als Jägerin, aber im Kleid. Und ich frage mich, wieso diese Entscheidung getroffen wurde. Feyre wehrt sich lange im Buch, ein Kleid zu tragen und gerade im Wald hat sie dieses sicher nicht angehabt – wieso also wird sie hier so dargestellt? Ich mag dieses Design nicht so wirklich. Die US-Version gefällt mir zwar von der Ästhetik, aber ich frage mich, wie die Darstellung zum Text passt. Dies macht die UK-Ausgabe deutlich besser, weshalb ich mich hier für diese entscheiden würde.

Die Prinzessinnen von New York 2

Ebenso wie beim ersten Band dieser Reihe wird aus den deutschen Covern nicht ersichtlich, dass es sich hier um historische Romane handelt. Dennoch tendiere ich zu diesem Cover, da das englische Cover ein wenig aussieht, wie eine Fanfiction zu einer Vampirgeschichte aus den frühen 2000er Jahren.

