Wie auch in den letzten zwei Jahren werde ich wieder verschiedene Cover der Bücher vergleichen, die ich im letzten Jahr gelesen habe. Es geht also nicht um Bücher, die 2022 erschienen sind, auch wenn davon einige dabei sein werden.
Meistens wird der Vergleich zwischen einem deutschen und einem englischen Cover stattfinden, manchmal gibt es aber auch unterschiedliche US und UK-Cover, oder interessante Cover aus anderen Ländern, falls das Buch aus einem ganz anderen Sprachraum kommt.
Ich bin keine Designerin und kann daher die Cover nicht anhand von objektiven Kriterien bewerten. Dieser Beitrag spiegelt nur meine persönliche Meinung wider. Mich würde es sehr interessieren, wenn ihr anderer Meinung als ich seid. Hinterlasst doch gerne einen Kommentar unter dem Beitrag oder beim entsprechenden Post auf Instagram!
Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Komplett illustrierte Cover sind auf dem deutschen Markt leider nicht besonders beliebt, daher verstehe ich, warum dieses hier geändert wurde. Schade finde ich es trotzdem, da es einfach die Geschichte perfekt einfängt – vom allgemeinen Stil hin bis zu der Tatsache, dass dieses Buch einmal eine Kylo Ren Fanfiction war.
Mit dem deutschen Cover kann ich persönlich dagegen wenig anfangen. Mir ist es ehrlich gesagt etwas zu nichtssagend, auch wenn es mir gefällt, dass es so farbenfroh ist!
Das Babel Projekt – Lifel1k3

Bei diesem Cover wurde im deutschen eine der beiden Cover-Varianten aus dem englischen Raum übernommen. Meiner Meinung nach war es die bessere Wahl. Das Cover ist zwar weit davon entfernt, zu meinen Lieblingen zu gehören, allerdings ist das große Auge schon ein Blickfang!
Die Stadt der träumenden Bücher

Die Bücher von Walter Moers werden zu Unrecht oft als Kinderbücher abgestempelt. Das englische Cover für „Die Stadt der träumenden Bücher“ sorgt eher dafür, dass dieses Vorurteil bestätigt wird. Es sieht absolut nicht professionell aus und ehrlich gesagt hätte ich dieses Buch so wohl nie auch nur in die Hand genommen.
Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär

Auch wenn das englische Cover für den Blaubär zumindest besser aussieht als das letzte, wirkt auch dieses eher wie eine Kindergeschichte. Auch wenn mir das deutsche Cover ehrlich gesagt deutlich zu nichtssagend ist, finde ich es dennoch besser als das englische.
Das Geheimnis der Talente

„Das Geheimnis der Talente“ wurde mittlerweile dreimal mit verschiedenen Covern verlegt. 2015 erschien der erste Band mit dem hier rechts abgebildeten Cover, welches etwas nichtssagend ist. Ich persönlich mag den Hintergrund (wobei die Schrift heute nicht mehr modern ist), finde allerdings nicht, dass dieses Cover der Geschichte gerecht wird. 2018 erschien es mit dem mittleren Cover, welches ich persönlich ganz schrecklich finde, hauptsächlich wegen des zombiehaften Mannes. Seit letztem Jahr gibt es das Buch im Selfpublishing mit dem wunderschönen Cover links, welches einfach perfekt zur Geschichte passt. Auch wenn mich das Buch selbst nicht überzeugen konnte – dieses Cover bekommt von mir 5 Sterne.
Dune

„Dune“ erschien 1965 und hatte seitdem unzählige verschieden Cover. Hier ausgewählt habe ich stellvertretend zwei: Das aktuelle Cover, sowohl auf dem englischen als auch deutschen Markt, welches passend zum Film gestaltet wurde (links) und das aktuelle englische Cover, welches unabhängig vom Film ist.
Normalerweise mag ich Filmcover so gar nicht, aber ich muss sagen, dafür gefällt mir dieses hier erstaunlich gut. Vermutlich, weil eben nicht einer der Protagonisten groß darauf abgebildet wurde. Dennoch bevorzuge ich das englische Cover. Es ist so interessant gestaltet und vermittelt gleichzeitig das Gefühl, hier einen Klassiker vor sich zu haben und dennoch modern zu sein.
Die Chroniken von Rotkäppchen

Das deutsche Cover ist hier nur eine leichte Abwandlung des amerikanischen Covers und wird mit dem britischen Cover verglichen. Ich finde die Entscheidung hier schwer. Einerseits mag ich die generelle Gestaltung der deutschen/amerikanischen Cover zu den Büchern der Autorin und dieses passt sehr schön in die Reihe. Dennoch gefällt mir gerade bei diesem Buch auch das britische Cover sehr gut. Vermutlich würde ich mich bei diesem Buch für die britische Version entscheiden, dennoch bin ich froh, dass sich der Verlag für die amerikanischen Cover entschieden hat, da diese bei fast allen anderen bisherigen Büchern der Autorin deutlich besser aussehen.
Die Legende von Sleepy Hollow

Die einzige weitere Ausnahme für mich ist tatsächlich dieses neueste Buch der Autorin, bei dem ich das deutsche/amerikanische Cover eher langweilig finde, während das britische Cover eine sehr interessante, okkulte Gestaltung hat, die mich leicht an alte Tarotkarten erinnert.
Odinskind

„Odinskind“ zeigt, dass ein anderer Ausschnitt manchmal eine ziemlich große Wirkung haben kann. Im norwegischen Original wird der abgeschlagene Schwanz ganz deutlich auf dem Cover gezeigt. Der deutsche Verlag wollte wohl seine Leser*innen nicht mit diesem Anblick vergraulen und hat nur durch neu hinzugefügte Blutsprenkel angezeigt, dass hier etwas mit dem Schwanz nicht stimmt. Die Schnittstelle kann dennoch gesehen werden, wenn das Buch aufgeschlagen wird.
Starsight

Im letzten Jahr habe ich bereits die Cover von „Skyward“ verglichen und kann in diesem Jahr nur das gleiche erneut sagen. Während das amerikanische Cover (rechts) eher auf den YA-Aspekt des Buches setzt, zeigt das britische Cover (mitte) vor allem den Sci-fi Aspekt auf. Das deutsche Cover verbindet beide Aspekte sehr gekonnt und schafft es damit für mich, diese Entscheidung zu gewinnen.
Die Stadt aus Messing

Auch hier hat der deutsche Verlag das amerikanische Cover übernommen. Zu Beginn war ich eher unzufrieden mit dieser Entscheidung, da mir das Türendesign der britischen Cover sehr gefallen hat. Allerdings muss ich sagen, dass die deutsche/amerikanische Version mich doch immer mehr überzeugen konnte und ich sie mittlerweile besser finde als die britische. Ganz besonders, wenn man die anderen Bände hinzunimmt.
Das Königreich aus Kupfer

Die britischen Cover der Reihe sind nämlich leider alle nur umgefärbte Türen, während die deutschen/amerikanischen Cover immer verschiedene Elemente der Geschichte aufgreifen. Ist es beim ersten Band das Feuer der Daeva, so ist es beim zweiten Band das Wasser. Mir gefällt dies sehr gut, weshalb ich bei dieser Reihe mittlerweile die deutschen/amerikanischen Cover lieber mag.
Im Zeichen der Mohnblume – Die Erlöserin

Zu den deutschen Covern dieser Reihe kann ich nur immer wieder fragen: Warum? Zunächst einmal sind die originalen Cover bereits sehr passend, während die deutschen einfach nur generische asiatische Fantasyelemente aufgreifen. Ganz besonders die Darstellung der Protagonistin ist hier alles andere als gelungen, immerhin ist es ein relevanter Aspekt ihres Charakters, dass sie kurze Haare hat.
Die sechs Kraniche

Dieses Buch hat drei Cover, die ich alle liebe! Das deutsche Cover (links) besticht durch wunderschöne, goldene Akzente. Das amerikanische Cover (rechts) hat eine wunderschöne Illustration der Protagonistin, welche sehr gelungen ist. Aber mir persönlich gefällt trotzdem das britische Cover (mitte) am besten. Es enthält alle wichtigen Elemente der Geschichte und besticht durch eine wunderschöne Farbgebung und eine magische Atmosphäre.
Legendborn

Auch wenn ich weiß, dass sich vollständig illustrierte Cover auf dem deutschen Markt nicht gut verkaufen, empfinde ich das deutsche Cover hier als absolut nicht gelungen. „Legendborn“ ist eine Geschichte, die die Lebenswirklichkeit von jungen Schwarzen Menschen, Legenden und Bräuche von Schwarzen Sklaven und die Artussage vereint. Während das englische Cover die ersten beiden Aspekte verdeutlicht, versucht sich das deutsche Cover am letzten Aspekt – und scheitert selbst daran. Natürlich ist hier ein Schwert dargestellt, aber dass es sich hier um Excalibur handeln soll, ist so nicht ersichtlich. Meiner Meinung nach ist das deutsche Cover ein absoluter Fehlschlag.
She who became the sun

“She who became the sun” ist bisher noch nicht auf Deutsch erschienen, es gibt jedoch ein UK-Cover (links) und ein US-Cover (rechts). In diesem Fall ist es aber wohl kaum verwunderlich, dass ich mich für das UK-Cover entscheide. Ich finde zwar beide Cover sehr gelungen, aber nachdem ich die britische Version bereits zum schönsten Cover des Jahres gekürt habe, kann ich hier wohl kaum etwas anderes sagen.
Biss zum Morgengrauen

Dadurch, dass dieses Buch ein solch großes Phänomen war, schafften es beide Cover, Trends für später erscheinende Bücher zu setzen. Ich erinnere mich noch gut an meine Jugend, als ein ganzer Haufen Romantasy-Bücher erschien, alle mit Covern in der Art des deutschen Covers hier. Ein ähnliches Phänomen gab es auch auf dem englischen Markt, zuletzt erst mit „Crave“. Ich möchte mich hier einer Entscheidung enthalten. Beide Cover sind auf ihre Art besonders und ehrlich gesagt mag ich beide nicht – ich kann allerdings nicht sagen, ob diese Abneigung eher an Übersättigung liegt.
Das Reich der Vampire

In diesem Fall hat sich der deutsche Verlag für das britische Cover entschieden, was meiner Meinung nach eine gute Wahl war. Mir gefällt das amerikanische Cover auch. Die Tiere aus Blut, welche im Hintergrund zu sehen sind, sind schon großartig illustriert. Allerdings ist es mir mit dem halbnackten Protagonisten davor doch etwas zu edgy. Das britische Cover dagegen hat alle wichtigen Elemente des Buches und transportiert genau die richtige Stimmung. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf die Cover des zweiten Bandes!
Verlorene der Zeiten

Diese Wahl war für mich wohl die schwerste von allen. „Verlorene der Zeiten“ ist ein Buch mit so viel Bedeutung zwischen den Zeilen und ein Cover zu kreieren, welches dieser Geschichte gerecht wird, ist eine schwere Aufgabe. Das englische Cover ist angenehm schlicht und nimmt verschiedene Elemente auf, während das deutsche Cover andere Elemente aufgreift und dabei eher eine sci-fi-Stimmung hat. Rein vom optischen gefällt mir tatsächlich das deutsche Cover besser, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass das englische besser zur Geschichte passt.
Ich, Ariadne

Die Wahl hier war dagegen enorm leicht für mich! Das amerikanische Cover (rechts) fand ich persönlich eher langweilig und beinahe nichtssagend. Das deutsche Cover sieht in echt sehr schön aus, da alle Goldtöne foliert sind, aber dennoch hat es einfach keine Chance gegen das britische Cover, welches wichtige Elemente der Geschichte aufgreift und dabei einfach wunderschön ist!
Elektra, die hell Leuchtende

Beim zweiten Buch der Autorin fiel mir die Wahl dann wieder schwerer. Das deutsche Cover besticht wieder durch die goldene Folierung, wodurch es in echt deutlich hochwertiger wirkt als viele andere Cover. Dennoch gefallen mir hier sowohl das britische (mitte) als auch das amerikanische (rechts) Cover besser. Dadurch, dass das amerikanische Cover als einziges darauf aufmerksam macht, dass dies eben die Geschichte von drei Frauen ist und nicht, wie der Titel vermuten lässt, von einer einzigen, bevorzuge ich hier sogar dieses.
Penelope und die zwölf Mägde

Kurz und schmerzlos: Ich habe keine Ahnung was das englische Cover mit der Geschichte zu tun hat, währen das deutsche Cover durchaus hübsch ist.
Babel

Mir gefallen beide Versionen dieses Buches sehr. Der allgemeine Hintergrund bleibt gleich, aber während das amerikanische Cover den titelgebenden Turm zeigt, scheint dieser beim britischen Cover weggerissen zu sein. Stattdessen steht der Titel in schön illustrierten Buchstaben dort. Beides gefällt mir, aber ich tendiere doch ein wenig zur amerikanischen Version. Allerdings hätten die Buchstaben hier wirklich in Silber sein müssen!
Die Meerjungfrau von Black Conch

Zu diesem Buch gab es eine große Menge an Covern und ich bin mir nicht ganz sicher, welches Cover hier die britische und welches die amerikanische Version ist. Ich mag allerdings definitiv das mittlere Cover am liebsten. Es zeigt wichtige Elemente der Geschichte (etwa, dass die titelgebende Meerjungfrau indigen ist) und ist dabei dennoch ästhetisch. Das rechte Cover spricht mich persönlich nicht besonders an, allerdings zeigt es hier mehrere relevante Elemente, etwa, dass die Fischflosse der Meerjungfrau eben etwas seltsam proportioniert und sehr schwer ist. Das deutsche Cover wiederum finde ich sehr schön, allerdings schreckt es davor zurück, die eben erwähnten Elemente zu zeigen. Stattdessen setzt es auf eine „klassische“ Meerjungfrau, was ich doch etwas schade finde.
Sturmnacht

Ich mag die illustrierten Cover der Reihe sehr gerne, einfach weil sie bereits beim ersten ansehen ein sehr gutes Bild des Protagonisten vermitteln. Wie bereits mehrfach erwähnt verkauft sich diese Art Cover auf dem deutschen Markt aber nicht gut. Die deutsche Version gefällt mir dafür doch erstaunlich gut. Hier wurde auf okkulte Symbole gesetzt und das Noir-Gefühl der Reihe unterstrichen. Meiner Meinung nach ist dies ein gelungenes Cover, auch wenn ich persönlich die illustrierte Version bevorzugt hätte.
A Lesson in Vengeance

Auch wenn die britische Version (links) eine sehr schöne Dark Academia Atmosphäre kreiert, mag ich doch das amerikanische Cover (mitte) lieber. Mir gefällt die Ästhetik so gut und das, obwohl das Cover selbst wenig mit der Geschichte zu tun hat. Am besten jedoch gefällt mir die Version der Owlcrate (rechts), welche ich hier mit reingenommen habe, weil ich das Buch in dieser Version gelesen habe.



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