Rezension zu „Der dunkelste Fluch“ von Stefanie Hasse
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der dunkelste Fluch
Reihe: Inoffizieller Teil der Magic Tales Reihe
Autorin: Stefanie Hasse
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 312
Kauflink: Amazon; Drachenmond Verlag
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch; 5,99 € (D) E-Book
Klappentext:
„Nach dem Tod seiner Mutter litt Sebastien de Beauvais unter seinem Stiefvater und entkam nur knapp dem Tod. Heute sollte er einer der mächtigsten Hexer der Welt sein, doch seine Kräfte schwinden und er ist auf einen Trank angewiesen, der seine Magie auflädt – oder auf Alex, deren Gegenwart dasselbe bewirkt. Ausgerechnet die Frau, die Gefühle liest, anstatt sie zu fühlen, lockt in ihm Emotionen hervor, die bei seiner Berufung ausgelöscht wurden.
Alexandra Foster stieß durch eine Verkettung von Zufällen zu der Gruppe junger Hexen. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie Freunde, gehört dazu. Doch als die Bedrohung durch die Dunkelmagier ansteigt, erkennt sie, dass ihre besondere Art, die Welt zu sehen, der Schlüssel zu etwas ist, was die Hexenwelt lange nicht mehr gesehen hat …“

Zitat:
„Ich strich alle doppelten Buchstaben durch und übertrug die übrigen Zeichen – SEBATINDUVMC – auf das Hexenrad, das mir Odette auf das Pergament projizierte, als hätte ich nicht die Stelle eines jeden einzelnen Buchstabens aus den drei konzentrisch angelegten Kreisen auch mit geschlossenen Augen benennen können.“
Meine Meinung:
Sebastien ist der erste männliche Augur und hat somit die mächtigste Stellung unter den Hexen inne. Doch seitdem er vergiftet wurde, ist er auf einen Trank angewiesen, um seine Magie aufzuladen. Als er auf Alex trifft, löst sie starke Gefühle in ihm aus. Ihre Anwesenheit scheint die gleiche Wirkung zu haben, wie der Trank, auf den er angewiesen ist. Kann sie ihm helfen, die Hexenwelt vor den Dunkelhexen zu retten?
Zunächst einmal muss ich an dieser Stelle leider das Marketing zu diesem Buch kritisieren: Es handelt sich nämlich um eine Fortsetzung einer anderen Reihe der Autorin. Das Buch als Einzelband zu vermarkten ist definitiv fehlleitend für alle Leser. An dieser Stelle kann ich auch allen, die die Magic Tales Reihe der Autorin nicht kennen nur davon abraten, dieses Buch zu lesen. Es beginnt mit einer verwirrenden Erläuterung, was in den anderen Bänden geschehen ist und das erste Drittel fühlt sich an, als ob es nur darum geht den Fans der Reihe bestimmte Szenen zu geben. Dazu jedoch später mehr.
Ebenso hat mich vor allem der Klappentext, teilweise aber auch das Cover denken lassen, dass es sich hier um erwachsene Protagonisten handelt und nicht um eine Gruppe pubertierender Schüler. Hier wurden insgesamt mehrere Erwartungen geschürt, die nicht erfüllt werden konnten.

Das gesamte erste Drittel des Buches war für mich sehr verwirrend. Ich habe bisher keine anderen Bücher der Autorin gelesen und kannte dementsprechend die Charaktere noch nicht. Mehrfach gab es hier kurze Szenen, in denen diese sich etwa kennen lernten, ein Problem angesprochen wurde und dann gab es einen Zeitsprung. Im nächsten Kapitel war dieses Problem dann gelöst und wurde nur rückblickend betrachtet. Ich nehme an, dass man hier die Ereignisse aus anderen Bänden aus einer neuen Perspektive betrachten sollte, aber für mich war somit das erste Drittel des Buches völlig unwichtig.
Der Rest des Buches war dann zwar besser, konnte mich aber leider auch nicht überzeugen. Nichts in dieser Geschichte fühlte sich an, als ob es wirklich wichtig war. Es gab einfach nichts, wo ich mitfiebern konnte. Immer wenn ein Problem auftrat, wurde dies innerhalb von wenigen Seiten gelöst, oftmals ohne dass die Protagonisten überhaupt etwas dafür tun mussten.
Auch der Liebesgeschichte konnte ich absolut nichts abgewinnen. Zwischen Alex und Sebastien herrscht keinerlei Chemie. Bis zum Ende wusste ich nicht, was sie überhaupt aneinander gut fanden, abgesehen davon, dass sie durch ihr Blut füreinander bestimmt sind und sie nach Zimt riecht. Mir haben wirkliche Interaktionen der beiden gefehlt, die über Berührungen hinausgingen.
Das Einzige, was ich wirklich gelungen fand, war das Magiesystem. Die Sigillenmagie ist ein interessantes Konzept, das ich so noch in keinem anderen Buch gesehen habe. Das System wirkt auch sehr durchdacht, auch wenn ich mir an einigen Stellen ein paar mehr Erklärungen gewünscht hätte.

Fazit:
Leider konnte mich dieses Buch nicht überzeugen, was zu einem großen Teil daran lag, dass falsche Erwartungen geschürt wurden. Für Fans der Magic Tales Reihe könnte dieses Buch aber sicher eine schöne Erweiterung sein.

