Rezension zu „Der Drachenjäger – Die erste Reise ins Wolkenmeer“ von Bernd Perplies
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Drachenjäger
Reihe: Die Reise ins Wolkenmeer; Band 1 von 2
Autor: Bernd Perplies
Verlag: Fischer TOR
Seiten: 496
Kauflink: Amazon
Preis: 9,99 € (D) Taschenbuch; 8,99 € (D) E-Book
Klappentext:
In der Stadt Skargakar, an den Gestaden des geheimnisvollen Wolkenmeeres, leben die Bewohner von der Jagd auf Drachen, die es in den dunstig weißen Weiten jenseits der großen Klippe in schier endloser Zahl gibt. Auch Lian trägt seinen Teil bei. Als Kristallschleifer verarbeitet er magische Kyrilliane, die die Flugschiffe der Jäger in die Lüfte heben. Eines Tages jedoch macht sich Lian einen gefährlichen Mann zum Feind und ist gezwungen, aus Skargakar zu fliehen. In seiner Verzweiflung heuert er auf dem erstbesten Flugschiff an, dessen Kapitän ihn mitnimmt. Ein Fehler, wie sich bald herausstellt: Denn Adaron, der fanatische Kapitän der Carryola, jagt nicht irgendwelche Drachen. Sein Ziel ist der Urdrache Garganthuan selbst, ein Geschöpf der Legenden – und er ist bereit, für diese Jagd alles zu opfern.

Meine Meinung:
Der Hundling Lian ist Kristallschleifer und stellt somit die magischen Kristalle her, welche Schiffe fliegen lassen. Als Lian sich jedoch einen gefährlichen Mann zum Feind macht, muss er fliehen. Er heuert auf einem der Flugschiffe an, welche Jagd auf Drachen machen. Doch der Kapitän der Carryola möchte den Urdrachen Garganthuan jagen – ein aussichtsloses Unterfangen, welches den Tod der gesamten Mannschaft bedeuten könnte.
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen und war zunächst nicht besonders angetan vom Klappentext. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen – stattdessen war dieses Buch das schlechteste, welches ich im letzten Jahr gelesen habe!
Dabei fing es gar nicht so schlimm an: Das Worldbuilding der fliegenden Schiffe, der Flugkristalle und des Wolkenmeeres, in dem die Drachen leben, hat mich ganz schön begeistert. Und auch wenn ich von Anfang an etwas gelangweilt von dem Schreibstil war, habe ich wirklich gehofft, dass die Geschichte genauso toll werden würde, wie dieses Worldbuilding.
Leider ist das so ziemlich alles Positive, was ich zu dem Buch sagen kann. Etwas, das mir besonders sauer aufgestoßen ist, ist die Darstellung der weiblichen Charaktere. Hier wird so ziemlich jedes Klischee bedient – vom Fridging, über die Damsel in Distress bis zur übersexualisierten Kämpferin. Frauen sind in dieser Welt keine vollwertigen Charaktere, sondern Objekte, um den Plot voranzubringen. Oder um eben sexy für die männlichen Leser zu sein.
Der Protagonist kann dagegen alles sofort und ist in allem einfach perfekt. Wenn er doch einmal einen Fehler macht, dann ist dieser nötig, um die Geschichte voranzubringen, aber natürlich ist er auch derjenige, der in jeder Situation alle rettet. Mir war schnell ziemlich langweilig deswegen. Ehrlich gesagt las sich Liam wie eine männliche Mary Sue.
Ein großer Teil der Geschichte fühlte sich leider auch eher an, als ob der Protagonist in einem Spiel eine Nebenquest machen würde. Fast der gesamte Mittelteil war eigentlich unnötig und hätte ohne große Konsequenzen aus dem Buch gestrichen werden können.
Fazit:
„Der Drachenjäger“ ist leider kein Buch, welches ich weiterempfehlen kann. Auch wenn das Worldbuilding faszinierend ist, ist die Geschichte absolut nichts Neues und die Darstellung von Frauen ist unterirdisch.


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