Rezension zu „Der Bücherdrache“ von Walter Moers
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Der Bücherdrache
Reihe: Zamonien Band 9
Autor: Walter Moers
Verlag: Penguin Verlag
Seiten: 192
Kauflink: Amazon
Preis: 20,00 € (D) Hardcover; 13,00 € (D) Taschenbuch; 11,99 € (D) E-Book
Klappentext:
In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich eine alte Geschichte vom sprachmächtigen Drachen Nathaviel. Angeblich besteht er aus lauter Büchern, die von der mysteriösen Kraft des Orms durchströmt sind. Die Legende besagt, der Bücherdrache habe auf jede Frage die richtige Antwort.
Der Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem zamonischen Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz, macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo Nathaviel hausen soll. Dabei wagt er sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren wie den heimtückischen Bücherjägern nur so wimmelt. Und er ahnt nicht, dass die größte Gefahr, die ihm droht, vom Bücherdrachen selber ausgeht.

Meine Meinung:
Der Buchling Hildegunst Zwei, welcher nach dem Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz benannt wurde, will den größeren Buchlingen beweisen, dass er genauso mutig ist wie sie. Also geht er zum Ormsumpf, in dem der Bücherdrache Nathaviel hausen soll. Die Gefahren, die ihm dabei drohen sind enorm und er weiß nicht, ob die legendäre Kreatur selbst ihm freundlich gesinnt ist.
„Der Bücherdrache“ ist eher ein kurzer Ausflug nach Zamonien und vermutlich eine Zwischenepisode zwischen „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ und dem noch nicht erschienenen „Das Schloss der träumenden Bücher“. Dabei ist die gesamte Geschichte aufgebaut wie ein Traum, welchen Hildegunst von Mythenmetz hat und in dem ihm der Buchling, der nach ihm benannt ist eine Geschichte erzählt. Doch ob es wirklich ein Traum ist, ist fraglich, da einige der Geschehnisse gut zu offenen Fragen passen, welche in „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ aufkamen.

Die Geschichte selbst ist kurz und schnell gelesen. Die neue Perspektive durch den Buchling bringt Abwechslung und Erfrischung und lockert den bekannten Schreibstil etwas auf. So ist dieses Buch perfekt, um es zwischendurch zu lesen, wenn man sich nach Zamonien sehnt.
Trotz allem muss ich sagen, dass die Geschichte einfach zu kurz ist. Von den 192 Seiten sind beinahe die Hälfte Illustrationen und eine Leseprobe zum angeblichen nächsten Buch. Nun möchte ich nichts gegen die Illustrationen des Autors sagen, denn diese machen seine Bücher erst komplett, aber eine Zamoniengeschichte, die gerade einmal knapp über 100 Seiten umfasst, hat einfach zu wenig Raum, um wirklich zu wirken.
Dazu kam, dass der Bücherdrache meiner Meinung nach nicht so ganz in die Geschichte der Katakomben passte, welche wir zuvor bereits erfahren hatten. Dies ist nicht zwingend ein Logikfehler und ich möchte es auch nicht zu stark kritisieren, aber ich fand es doch seltsam von einem so mächtigen und angeblich bekannten Wesen in diesem Buch zum ersten Mal zu hören.
Trotzdem kann ich „Der Bücherdrache“ Zamonien-Fans definitiv weiterempfehlen. Als kurze Lektüre zwischendurch kann es das Heimweh nach dieser fantastischen Welt etwas lindern und sofern „Das Schloss der träumenden Bücher“ doch noch irgendwann erscheint, so könnten einige Geschehnisse dafür interessant sein.

Fazit:
„Der Bücherdrache“ ist etwas zu kurz für ein gutes Zamonien-Buch aber dennoch als Lektüre zwischendurch geeignet.


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