Cover "Defiant"
Sci-Fi

Defiant – Jenseits der Sterne

Rezension zu „Defiant – Jenseits der Sterne“ von Brandon Sanderson

Dies ist der vierte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler für die vorherigen Bände.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Skyward – Der Ruf der Sterne“ (Band 1).

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Defiant – Jenseits der Sterne
Originaltitel: Defiant
Reihe: Claim the Stars; Band 4 von 4
Autor: Brandon Sanderson
Übersetzung: Oliver Plaschka
Verlag: Knaur
Seiten: 480
Kauflink: Amazon
Preis: 17,99 € (D) Taschenbuch; 6,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die Zeit im Nirgendwo zwischen den Sternen und ihre Begegnung mit den uralten Delvers hat die junge Pilotin Spensa für immer verändert.
Unterdessen ist es ihren Freunden von Skyward Flight gelungen, Verbündete für ihren Kampf zu gewinnen und Winzik aufzuhalten. Trotzdem steht die galaktische Allianz der Superiority kurz davor, endgültig die Vorherrschaft zu erlangen, was nicht nur für die Menschheit den Untergang bedeuten würde.
Um ihren übermächtigen Gegner zu besiegen, muss Spensa ihre Gabe einsetzen und auf das Wissen der Delvers zurückgreifen. Doch das verlangt ihr mehr ab, als sie sich je hätte vorstellen können. Ist sie wirklich bereit, alles für den Sieg zu geben – auch wenn das bedeuten könnte, ihre Freunde und sogar sich selbst zu verlieren?

Klappentext Defiant
Meine Meinung:

„Defiant – Jenseits der Sterne“ wurde mir freundlicherweise vom Knaur Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.

Nachdem Spensa viel Zeit im Nirgendwo verbracht und die Wahrheit über die Delver gelernt hat, kommt sie verändert wieder. Sie hat das Gefühl, nicht mehr zu ihren Freunden zu passen und hadert mit ihren eigenen Gefühlen dem Krieg gegenüber. Doch Winzik ist bereit, die Menschen für immer auszulöschen und so müssen Spensa und ihre Staffel zusammenhalten. Zum Glück waren ihre Freunde nicht untätig während ihrer Abwesenheit und haben neue Verbündete gewonnen.

Eine Reihe, wie diese zu beenden, ist definitiv kein einfaches Unterfangen. Über drei vorherige Hauptbände und drei zusätzliche Novellen hinweg haben sich die Charaktere entwickelt, haben neue Freunde und Verbündete gefunden und dadurch entstanden so einige Handlungsstränge. Wie gewohnt schafft es der Autor jedoch, diese sehr gut zusammenzufügen und hier ein atemberaubendes Finale zu liefern, welches bei mir nichts zu wünschen offengelassen hat. Insbesondere das Ende war unglaublich spannend und hat mich sogar etwas emotional werden lassen.

Klappenbroschur mit Zitat in Defiant: "Ich schwebte in vollkommener Leere."

Leider muss ich dennoch sagen, dass das Buch ein paar Schwachstellen hat, die ich sonst von dem Autor so gar nicht gewohnt bin. Allen voran steht da leider Spensas Charakterentwicklung. Spensa hat sich sehr verändert und nachdem sie im ersten Band starke Freundschaften mit ihrer Staffel geknüpft hat, war sie seitdem nur alleine unterwegs. Von Anfang an fühlt sie sich, als ob sie nicht mehr zu den anderen gehört. Dies wird den Lesenden dann auch immer wieder gesagt, bis es auch wirklich alle verstanden haben. So richtig gezeigt wird dies aber eher wenig und ich war nicht übermäßig begeistert davon, wie dieser Handlungsstrang im weiteren Verlauf behandelt wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass hier auch später ein stärkerer Fokus gelegen hätte.

In diesem Band erhielten auch vorherige Nebencharaktere Kapitel aus ihrer Sicht, was der Geschichte, meiner Meinung nach, sehr guttat. Insbesondere Spensas Großmutter wurde für mich in diesem Band endlich etwas greifbarer. Generell erhielten viele Charaktere in diesem Teil eine größere Tiefe. Der einzige, dessen Darstellung ich hier viel schwächer fand als in den vorherigen Bänden, war leider M-Bot. Dieser gehörte seit „Skyward“ zu meinen liebsten Charakteren – hier wirkte er aber nur noch wie ein schwacher Abklatsch seiner selbst, der nur dafür da war, die Geschichte an einem bestimmten Punkt voranzubringen.

Insgesamt hatte ich trotz meiner Kritikpunkte viel Spaß und habe das Buch innerhalb von kürzester Zeit durchgelesen. Es gab so viele spannende Momente und wie gesagt gefiel mir insbesondere das Ende für die Reihe sehr gut. Ich kann mir jetzt gut vorstellen, das zukünftige Spin-off auch zu lesen.

Alle Bände der Claim the Stars Reihe nebeneinander
Fazit:

„Defiant – Jenseits der Sterne“ hat einige Schwachstellen, die ich von dem Autor gar nicht gewohnt bin. Insbesondere einer meiner liebsten Charaktere konnte mich hier einfach gar nicht überzeugen. Dennoch konnte das Buch insgesamt überzeugen. Insbesondere das Ende machte vieles wieder wett und ich bin sehr glücklich damit, wie diese Reihe abgeschlossen wurde. Wer nach einem tollen Sci-Fi Abenteuer sucht, ist mit dieser Reihe definitiv gut beraten!

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