Cover "Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf"
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Das Vermächtnis der Grimms – Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Rezension zu „Das Vermächtnis der Grimms – Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“ von Nicole Böhm

Meine Bewertung:
3 Sterne von 5

Details:
Titel: Das Vermächtnis der Grimms – Wer hat Angst vorm bösen Wolf?
Reihe: Das Vermächtnis der Grimms Band 1
Autorin: Nicole Böhm
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 486
Kauflink: Amazon
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch; 4,99 € (D) E-Book

Klappentext:

„Kristin Collins steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Ihr Bruder Brayden holt sie in seine Special Task Force, die Jagd auf den sogenannten Grimm macht ein wolfsartiges Wesen, das durch die Märchen der Brüder Grimm in die Welt der Menschen dringt und jeden mit Wahnvorstellungen verflucht, der über ihn liest.
Je tiefer Kris in die Märchen abtaucht, desto mehr verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Fantasie. Schließlich weiß sie nicht mehr, wem sie noch trauen kann und wer selbst Teil des Fluches geworden ist.“

Klappentext "Das Vermächtnis der Grimms - Wer hat Angst vorm bösen Wolf"
Zitat:

„Isa hob die Arme und sagte die alten Worte, die seit Anbeginn der Sprache in den Herzen aller Menschen wohnten und alle Erzählungen einläuteten: ‚Es war einmal…‘“

Meine Meinung:

In drei Erzählsträngen werden verschiedene, ineinander verwobene Geschichten erzählt. Zunächst ist da Kristin Collins, die in eine geheime Task Force gerufen wird und mithelfen soll eine Reihe von Morden aufzuklären, in denen Menschen wahnsinnig werden und andere nach Märchenmotiven töten. Dann ist da Casaju, der im 13. Jahrhundert in einem Kloster in Indien dem geheimen Orden der Masali angehört. Diese sind unsterblich und schreiben Märchen, durch die sie die Märchenwelt Abalion erschaffen. Zuletzt gibt es Ash, dem wir in eben jenem Abalion folgen, wie er versucht, sich von einem Fluch zu befreien.

Das Buch beginnt sehr interessant und ich wollte sofort wissen, was die Geschichtsstränge miteinander zu tun haben. Die Autorin schafft es, jeden dieser drei spannend zu gestalten, so dass es niemals langweilig wird. Die Mini-Cliffhanger, die am Ende von beinahe jedem Kapitel sind, tun da ihr übriges.

Illustration in den Klappen des Buches

Der Ton der Geschichte ist größtenteils humorvoll gehalten. Vor allem die aus Kristins Sicht erzählten Stellen sind oft eher locker und flapsig geschrieben, was sie auch etwas von den anderen Protagonisten abhebt. Es gibt dazu eine Menge sexueller Witze und Anspielungen, die ich persönlich als etwas zu viel empfunden habe. Zwischenzeitlich hatte ich einfach das Gefühl, dass irgendwie alle Charaktere übereinander herfallen wollten und gerade in Fällen, in denen dies keine Relevanz für die Geschichte hatte, war es mir einfach etwas zu viel.

Das Buch lebt von seinen vielen Plottwists. Viele davon sind auch sehr gelungen und es gab einige Momente, in denen ich begeistert von einer Wendung war. Leider ist dies nicht bei allen der Fall. Einige der größten Wendungen sind einfach nicht besonders gut aufgebaut. So wird etwa die Identität von zwei Charakteren sehr überraschend enthüllt. Da diese allerdings zuvor nur kurz vorkamen und keine Relevanz für die Geschichte hatten, ist die Enthüllung zwar eben eine Überraschung, aber keine, die mich in irgendeiner Weise interessiert hätte.

Ebenfalls gestört haben mich viele kleine Logikfehler. Das sind Kleinigkeiten, wie, dass bei einer Schwangeren bereits nach 3 Wochen der Bauch spannt und sie nach 4 Monaten bereits kugelrund ist. Leider gab es immer wieder solche Dinge und auf Dauer war dies doch etwas nervend.

Zuletzt hätte das Buch entweder weniger Charaktere vertragen, oder es wäre sinnvoll gewesen, den Leser bei Nebencharakteren zwischendurch daran zu erinnern, wer wer ist. Es gibt doch sehr viele Nebencharaktere, die teils recht ähnliche Namen haben und wenn diese dann mehrere Kapitel über nicht vorkommen, war es teils doch verwirrend, wenn ihr Name wieder fällt, ohne eine zusätzliche Einordnung, wer dies nochmal war.

Beide Bände von "Das Vermächtnis der Grimms" nebeneinander

Trotz all dieser Kritikpunkte hat mir das Lesen des Buches Spaß gemacht. Es ist eine Märchenadaption der anderen Art und definitiv eine innovative Geschichte!

Fazit:

Der erste Teil dieser Dilogie erzählt eine unterhaltsame Geschichte, mit vielen unterschiedlich guten Wendungen. Auch wenn nicht alles stimmig war, ist der Spaß beim Lesen doch gegeben!

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