Cover "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue"
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Das unsichtbare Leben der Addie LaRue

Rezension zu „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ von V.E. Schwab

Meine Bewertung:
4 1/2 Sterne von 5

Details:
Titel: Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
Originaltitel: The Invisible Life of Addie LaRue
Autorin: V.E. Schwab
Übersetzung: Petra Huber, Sara Riffel
Verlag: Fischer TOR
Seiten: 592
Kauflink: Amazon
Preis: 18,00 € (D) Taschenbuch; 16,99 € (D) E-Book

Klappentext:

„Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.
Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.“

Klappentext "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue"
Zitat:

Weißt du nicht mehr?, hat sie ihm damals gesagt. Dass du vorher nur Dunkelheit und Rauch warst?
Liebling
, hat er mit seiner weichen, vollen Stimme geantwortet, ich war die Nacht selbst.“

Meine Meinung:

Addie LaRue wird im 18. Jahrhundert in einem kleinen Dorf in Frankreich geboren. Sie wünscht sich, frei zu sein und selbstbestimmt zu leben, doch die engen Fesseln der Dorfgemeinschaft lassen dies nicht zu. In ihrer Verzweiflung schließt sie einen Pakt mit einem dunklen Gott. Sie wird unsterblich, allerdings kann sich niemand mehr an sie erinnern. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die Welt, bis sie schließlich doch jemandem begegnet, der sie im Gedächtnis behält.

„Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ ist eine langsame Geschichte, in der die Momente sehr ausgekostet werden. Der Schreibstil ist dabei wunderschön und sorgt dafür, dass man ähnlich wie Addie oft im Moment selbst lebt.

Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den Jahren. Einerseits ist da die Geschichte zwischen Addie und Henry, welche 2014 spielt und sehr ausführlich beschrieben wird, andererseits gibt es die 300 Jahre zuvor, aus welchen immer wieder Ausschnitte eingestreut werden. So entfaltet sich die gesamte Geschichte und das gesamte Maß an Addies erlebter Einsamkeit nach und nach.

Ich muss gestehen, dass ich mir manchmal ein wenig mehr erlebte Zeitgeschichte gewünscht hätte. Sowohl Addie als auch der dunkle Gott, mit dem sie manchmal redet, haben eine Menge gesehen und erlebt. Dies wird aber meist nur in wenigen Worten anekdotenweise erzählt. Für mich persönlich hätten dafür auch ein paar Szenen mit Henry wegfallen können. Die Liebesgeschichte der beiden wird ebenso langsam und ausführlich erzählt, wie der Rest der Geschichte und auch wenn dies grundsätzlich zur Atmosphäre beiträgt, denke ich, dass es auch kürzer gegangen wäre. Dafür hätte ich gerne mehr von dem miterlebt, was Addie in ihrer Zeit gesehen hat.

Zu sehen ist der exklusive Farbschnitt des Buches aus der Bücherbüchse. Dahinter die dazugehörige Illustration von Addie und Henry und ein Notizbuch aus der Illumicrate auf welchem das Zitat aus dem Buch "Ideas are so much wilder than memories" steht.

Dennoch war die Geschichte eindringlich erzählt und es hat nicht lange gedauert, bis ich mit Addie mitgefühlt habe, ihren Schmerz sehr gut verstehen konnte. Die langsame Erzählweise sorgt definitiv dafür, dass jeder Charakter eindrücklich studiert werden kann. Als Leser lernt man die vielen kleinen Nuancen der Protagonisten gut kennen und verstehen. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, denn er hat die Charaktere sehr lebensnah wirken lassen. Besonders Addie und Henry lernt man in all ihren Facetten kennen, aber selbst die Nebencharaktere kennt man am Ende auf andere Art, als dies sonst bei Büchern üblich ist.

Übrigens ist das Buch zwar ein Fantasybuch, allerdings ist der Fantasyanteil eher gering. Ich kann es daher auch Menschen empfehlen, die normalerweise weniger Interesse an diesem Genre, oder noch keine Erfahrungen damit haben.

Fazit:

„Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ ist ein wunderbares Buch, das eher langsam geschrieben ist, dabei jedoch umso eindringlicher seine Geschichte erzählt.

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