Cover "Das Tagebuch der Jenna Blue"
Jugendthriller Lesetipp Thriller

Das Tagebuch der Jenna Blue

Rezension zu „Das Tagebuch der Jenna Blue“ von Julia Adrian

Meine Bewertung:
4 Sterne von 5

Details:
Titel: Das Tagebuch der Jenna Blue
Autorin: Julia Adrian
Verlag: Drachenmond Verlag
Seiten: 264
Kauflink: Amazon, Drachenmond Verlag
Preis: 14,90 € (D) Taschenbuch

Klappentext:

„Jenna und Scarlett sind Schwestern – und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?“

Klappentext "Das Tagebuch der Jenna Blue"
Zitat:

„Meine Finger finden jede Kerbe blind. Dieses Haus liegt mir im Blut, mit all seinen schimmeligen Ecken und knarrenden Dielen. Es konserviert unsere Erinnerungen wie in Formaldehyd. Das Leben, das wir einst hatten, spiegelt sich in jedem Zentimeter. Die Striche an der Wand im oberen Stockwerk, mit denen wir unsere Größe festhielten. Anna. Jenna. Scarlett.

Meine Meinung:

Jenna, Scarlett und Anna sind Schwestern. Sie leben mit ihrem depressiven Vater in einem verfallenen Haus. Seit die Mutter vor zehn Jahren am helllichten Tag verschwunden ist, übernimmt Anna ihre Rolle. Die Teenager Jenna und Scarlett sind verfeindet und kämpfen mit allen Mitteln gegeneinander. Als neue Spuren ans Licht kommen versucht Jenna verstärkt, die Wahrheit über ihre Mutter herauszufinden.

Ähnlich wie auch im letzten Roman, den ich von dieser Autorin gelesen habe, besticht „Das Tagebuch der Jenna Blue“ durch seinen beinahe magischen Schreibstil. Die Sätze wirken manchmal mehr, wie Kunstwerke und ich glaube, dass hier so viel zwischen den Zeilen versteckt ist, was man eigentlich erst beim zweiten Lesen wirklich bemerken kann. Mir gefällt dieser besondere Stil der Autorin sehr gut, allerdings hatte ich ein wenig das Gefühl, dass er besser zu ihren Fantasyromanen, als zu einem Thriller passte.

Dies hatte zur Folge, dass die Geschichte für mich manchmal nicht ganz passend wirkte. Oft hatte ich das Gefühl, dass hier eigentlich zwei Geschichten erzählt wurden: Die von Jenna und Scarlett und die von Jenna und den anderen Jugendlichen, die sie zwischendurch kennen lernt. Ich glaube es lag vor allem daran, dass sich die ganze Symbolik und die eher altertümlich anmutenden Gespräche zwischen all den Jugendlichen fehl am Platz anfühlte, während es den Handlungsstrang um Scarlett sogar bereichert hat.

Bis zum Ende habe ich mir oft genug die Frage gestellt, was denn nun die Wahrheit ist und was vielleicht gar nicht real. Auch wenn es hierauf am Ende eine Antwort gab, hat diese eher mein Gefühl, dass etwas nicht so ganz passte, bestärkt.

Verzierungen im Buch "Das Tagebuch der Jenna Blue": Auf einer leeren Seite zwischen zwei Kapiteln ist die Zeichnung eines aufgespießten Schmetterlings und einer Pflanze zu sehen.

Und trotzdem muss man einfach sagen, dass dieser Thriller wirklich meisterhaft aufgebaut ist. Von der ersten bis zur wirklich letzten Seite geht die Geschichte unter die Haut! Die Autorin schafft es, einen lange im Dunkeln zappeln zu lassen und dennoch genug Hinweise zu geben, um die Spannung hochzuhalten. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich völlig durchblicken würde, was nun die Wahrheit ist und alle meine Vermutungen haben sich letztlich als falsch erwiesen.

Gerade zum Ende muss ich sagen, dass es perfekt für dieses Buch ist. Ob es ein gutes oder schlechtes Ende ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es könnte beides sein, je nach Perspektive.

Fazit:

Ginge es nur um den Mikrokosmos Jenna & Scarlett, so würde dieses Buch wohl zu meinen Jahreshighlights zählen. Leider hatte ich das Gefühl, dass die weitere Geschichte rundherum nicht ganz zum Rest und vor allem nicht zum Schreibstil passte. Dennoch kann ich diesen Thriller definitiv weiterempfehlen!

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1 Kommentar

  1. […] Hier geht es zu meiner Rezension. […]

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