Rezension zu „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ von Walter Moers
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Das Labyrinth der träumenden Bücher
Reihe: Zamonien Band 6
Autor: Walter Moers
Verlag: Knaus
Seiten: 434
Kauflink: Amazon
Preis: 24,99 € (D) Hardcover; 15,00 € (D) Taschenbuch; 11,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt.
Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.

Meine Meinung:
Zweihundert Jahre nach den Ereignissen in „Die Stadt der träumenden Bücher“ ist Hildegunst von Mythenmetz zum berühmtesten Schriftsteller seiner Zeit geworden. Vom Erfolg verwöhnt werden seine Bücher immer schlechter und er immer fauler. Eines Tages erreicht ihn eine rätselhafte Botschaft, die ihn dazu bringt, zurück nach Buchhaim zu gehen. Dort erwartet ihn eine völlig veränderte Stadt, in der nicht mehr nur Bücher das Leben der Einwohner bestimmen, sondern auch das Puppentheater, welches Mythenmetz immer stärker in seinen Bann zieht.
Während Walter Moers mit dem Vorgänger dieses Buches ein Meisterwerk erschaffen hat, wirkt dieser Nachfolger leider eher uninspiriert und beinahe wie eine Kopie. Obwohl ich ein großer Fan des Autors bin und auch dieses Buch immer noch besser finde, als vieles andere, was es sonst so auf dem Markt gibt, ist es meiner Meinung nach doch sein bisher schwächstes Werk.

Dabei fängt die Geschichte wirklich vielversprechend an. Hildegunst von Mythenmetz ist der Autor, der sich auf seinem Erfolg ausruht und eben nur noch mittelmäßige, bis schlechte Literatur produziert. Allein die Beschreibung seines Lebens hat mich bereits schmunzeln lassen. Auch sein Weg nach Buchhaim und seine erste Zeit dort war interessant zu lesen. Leider ging es danach bergab. Viele seiner Begegnungen wirkten eher wie für Fans geschrieben, damit beliebte Charaktere irgendwie weiterhin vorkommen. Hinzu kommt, dass das meiste des Mittelteils einfach nur eine Zusammenfassung des ersten Bandes war. Und auch wenn diese Darstellung auf kreative Weise geschah und ein Kommentar auf Adaptionen sein könnte, so war sie einfach viel zu lang.
Auch wenn das Ende noch einmal richtige Spannung lieferte und der Cliffhanger Lust auf den nächsten Band machte (auf den wir leider mittlerweile seit über zehn Jahren warten), so reichte dies einfach nicht aus, um die Langeweile des Mittelteils auszugleichen.

Fazit:
Trotz des gewohnt guten Schreibstil und einem spannenden Ende, kann dieses Buch leider nicht mit den anderen Büchern des Autors mithalten. Die Geschichte war insgesamt leider eher langweilig und uninspiriert.


[…] ist eher ein kurzer Ausflug nach Zamonien und vermutlich eine Zwischenepisode zwischen „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ und dem noch nicht erschienenen „Das Schloss der träumenden Bücher“. Dabei ist die gesamte […]