Rezension zu „Das Königreich aus Kupfer“ von S.A. Chakraborty
Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zur Rezension zu „Die Stadt aus Messing“.
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Das Königreich aus Kupfer
Originaltitel: The Kingdom of Copper
Reihe: Die Daevabad-Trilogie Band 2 von 3
Autorin: S.A. Chakraborty
Übersetzung: Kerstin Fricke
Verlag: Panini Books
Seiten: 704
Kauflink: Amazon
Preis: 15,00 € (D) Taschenbuch; 12,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Das Leben der jungen Heilerin Nahri hat sich für immer verändert, als sie bei einem missglückten Ritual versehentlich den so geheimnisvollen wie betörenden Dschinnkrieger Dara beschwor. Sie gelangte mit seiner Hilfe nach Daevabad. Jetzt da sich die Heimstätte aller Dschinns in den Nachwehen einer verheerenden Schlacht befindet, steht Nahri vor der wichtigsten Entscheidung ihres Lebens. Doch wenn sie ihr Erbe – und damit gleichsam unermessliche Macht – annehmen sollte, wartet ein goldener Käfig auf sie – argwöhnisch beäugt von einem Herrscher, der auf jenem Thron sitzt, der einst Nahris Familie gehörte. Ein einziger Fehltritt genügt und ihr Volk ist dem Untergang geweiht. In der Zwischenzeit wurde Ali, der Sohn des Herrschers von Daevabad, verbannt, weil er es gewagt hat, sich seinem Vater zu widersetzen. Unbarmherzig von Attentätern gejagt kann er sich nur noch auf die beängstigenden Fähigkeiten verlassen, die ihm unberechenbare Wassergeister verliehen haben. Dabei droht er, ein schreckliches Geheimnis zu lüften, das seine Familie für immer vergraben wähnte …

Meine Meinung:
Nach den Geschehnissen in Daevabad sah sich Nahri dazu gezwungen, den Sohn des gefährlichen Dschinnkönigs zu heiraten. Während sie versucht, ihre Freiheit zumindest teilweise zu bewahren, wird ihr immer wieder vor Augen geführt, dass ein falscher Schritt nicht nur ihren Tod, sondern auch den von vielen Unschuldigen bedeuten könnte.
Währenddessen befindet sich Ali in der Verbannung, wo er sich sehr wohlfühlt. Er hat eigentlich nicht vor, wieder nach Daevabad zurückzukehren, als eine Intrige seiner Familie ihn dazu zwingt.
Im ersten Band der Trilogie habe ich vor allem das Worldbuilding und die überzeugend geschriebenen Charaktere geliebt. Und dieser Band steht dem in kaum etwas nach. Erneut ist die beschriebene Welt so glaubhaft und durchdacht, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Die Autorin weiß wirklich, wie man eine Umgebung gut beschreibt.
Die Charaktere waren wieder konsistent mit ihren Werten und Entwicklungen. Besonders ein Charakter hat mir dabei besonders gut gefallen. Im ersten Band kam dieser zwar vor, es gab aber keine Kapitel aus seiner Sicht. Dies hat sich in diesem Buch geändert und es hat ihm einfach so viel mehr Tiefe verliehen.
Ghassan hat mich im ersten Band als Gegenspieler extrem begeistert, weil seine Motive durchgehend nachvollziehbar waren. In diesem Buch schwächelte er leider etwas, aber es zeichnete sich bereits ein neuer Feind ab, der genauso furchteinflößend sein könnte.
Am ersten Teil kritisiert hatte ich lediglich, dass viele Zeitsprünge nicht besonders gut gesetzt waren und sich Charakterentwicklung dadurch unnatürlich anfühlte. Dies war in diesem Band deutlich besser gelöst.
Auch die Geschichte an sich konnte mich mehr als begeistern. Die Autorin hat eine gute Mischung aus Spannung, Action, Intrigen und Verrat gefunden und ich wollte das Buch zeitweise gar nicht mehr aus der Hand legen. In Trilogien schwächeln ja häufig am ehesten die mittleren Bände, aber in dieser Trilogie ist der zweite Band eher noch stärker als sein Vorgänger.

Fazit:
„Das Königreich aus Kupfer“ weist alle Stärken seines Vorgängers auf, ohne die gleichen Schwächen zu besitzen. Eine würdige Fortführung dieser Reihe und hoffentlich ein Zeichen, dass der letzte Band genauso gut wird!

