Rezension zu „Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin“ von Samantha Shannon
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin
Originaltitel: A Day of Fallen Night
Reihe: The Roots of Chaos Band 0 (Prequel); A Day of Fallen Night Band 1 von 2
Autorin: Samantha Shannon
Übersetzung: Wolfgang Thon
Verlag: Penhaligon
Seiten: 642
Kauflink: Amazon
Preis: 22,00 € (D) Gebunden; 14,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Zwei Frauen stehen am Scheideweg ihres Schicksals – und ahnen nicht, dass sich ihre Wege kreuzen werden. Das größte Problem von Glorian, der zukünftigen Herrscherin von Ynis, scheint es zu sein, sich für einen zukünftigen Prinzgemahl zu entscheiden. Gleichzeitig erfährt im fernen Seiiki am anderen Ende der Welt die junge Dumai, dass sie die Tochter des Kaisers ist, und muss sich völlig unvorbereitet den Intrigen des Hofes stellen. Doch all die Machenschaften der Sterblichen werden unwichtig, als auf dem Gipfel des Furchtberges drei Drachen ihre Schwingen ausbreiten, um Verderben über die Menschheit zu bringen …

Meine Meinung:
„Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin“ wurde mir freundlicherweise vom Penhaligon Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Auf meine Meinung hat dies keine Auswirkungen.
Glorian wird eines Tages Herrscherin von Ynis sein, doch ihre Mutter scheint nicht darauf zu vertrauen, dass sie dafür geeignet ist. Sie soll so schnell wie möglich heiraten und eine Erbin bekommen, als sich das Schicksal der Welt drastisch ändert. Auf der anderen Seite der Welt erfährt die junge Dumai, dass sie die Tochter des Kaisers ist und wird ohne Vorbereitung in eine Welt voll Intrigen geworfen. Gleichzeitig versucht Tunuva in der Priorei ein junges Mädchen vor der Welt zu beschützen.
„Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin“ ist eigentlich nur die erste Hälfte eines einzigen Buches, welches für den deutschen Markt in zwei Teile geteilt wurde. Dies wurde bereits bei „Der Orden des geheimen Baumes“ gemacht, allerdings fand ich es in dem Fall deutlich gelungener. Hier funktioniert die Trennung nicht besonders gut, denn im ersten Band geschieht so gut wie nichts, während die gesamte Spannung dann (vermutlich) im zweiten Teil zu finden ist.
Gerade der Anfang zog sich hier leider sehr in die Länge. Es hat ganze 100 Seiten gedauert, bis ich sicher war, wer denn nun die Hauptcharaktere waren. Im Prolog wurde suggeriert, dass diese die drei neugeborenen Mädchen in verschiedenen Teilen der Welt waren. Während dies bei Glorian und Dumai auch stimmte, war es im Süden dann aber eine andere Person. Zudem kam noch Wulf hinzu. Seine Perspektive war in diesem Buch zwar zum größten Teil unnötig, aufgrund des Endes bin ich allerdings sicher, dass sich dies im nächsten Band ändern wird.
Die Geschichten der Protagonistinnen fand ich tatsächlich eher unterschiedlich interessant. Am liebsten habe ich Glorians Abschnitte gelesen. Sie hatte viele Probleme in Bezug darauf, was sie wollte und was im Gegensatz dazu von ihr erwartet wurde. Dazu fand ich sie charakterlich sehr gut dargestellt.
Dumais Handlungsstrang fand ich dagegen langweilig und das, obwohl hier fast am meisten passierte. Sie selbst war auf einem Berg in einer Art Kloster weit weg von der Welt aufgezogen worden. Als sie erfährt, dass sie die Tochter des Kaisers ist und einfach in die Klauen des Hofes geworfen wird, habe ich erwartet, dass irgendetwas passieren würde. Allerdings schafft sie es sofort ohne Probleme dort klarzukommen und sie akzeptiert ihre neue Rolle und ihre neue Beziehung zu ihrem Vater sofort. Alles schien ihr leicht zu fallen und auch wenn sie interne Konflikte hatte, wurden die immer sehr schnell von außen für sie gelöst.
Interessant fand ich, dass in den Handlungssträngen von allen Protagonistinnen das Thema der Pflichterfüllung vorkam und es hier unterschiedliche Ansätze gab. Während Dumai eben sofort ihre Pflicht erfüllte, waren Glorian und die junge Siyu deutlich anders dazu eingestellt. Ich bin gespannt, wie dieses Thema weiter in die Geschichte mit einfließt.

Was mir im Buch ebenfalls gefallen hat, war das Worldbuilding. Wie bereits im anderen Buch der Reihe schafft es die Autorin hier eine komplexe Welt aufzubauen, in der ich gerne unterwegs war und von der ich unbedingt noch mehr sehen möchte. Ich hätte mir allerdings manchmal gewünscht, dass die Autorin die gleichen weitschweifigen Erklärungen, wie zu der verschiedenen Kleidung des Landes, auch anderen Aspekten hätte zukommen lassen. Gefühlt habe ich nicht viel Neues gelernt.
Allgemein wäre das Prequel wohl auch interessanter für mich gewesen, wenn es nicht Informationen, welche Lesende schon aus dem vorherigen Buch hatten, als komplett neue Geheimnisse genutzt hätte. Auch wenn sie dies für die Charaktere sind, sind sie es eben nicht für Lesende. Hier hätte der Fokus auf anderen Aspekten liegen müssen.
Fazit:
„Das Kloster des geheimen Baumes – Die Thronfolgerin“ funktioniert leider nicht besonders gut als einzelnes Buch. Es passiert einfach zu wenig, um die lange Einleitung zu rechtfertigen. Dennoch ist die Welt wieder spannend und es gibt einige gute Ansätze, weshalb ich auf einen sehr guten zweiten Teil hoffe.


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