Rezension zu „Das Imperium aus Gold“ von S.A. Chakraborty
Dies ist der dritte Band einer Reihe. Meine Rezension enthält Spoiler zu den ersten beiden Teilen.
Hier geht es zur Rezension zu „Die Stadt aus Messing“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Das Imperium aus Gold
Originaltitel: The Empire of Gold
Reihe: Die Daevabad-Trilogie Band 3 von 3
Autorin: S.A. Chakraborty
Übersetzung: Kerstin Fricke
Verlag: Panini Books
Seiten: 800
Kauflink: Amazon
Preis: 19,00 € (D) Taschenbuch; 14,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Daevabad ist gefallen! Nachdem die Stadt durch eine brutale Eroberung ihrer Magie beraubt wurde, müssen die Anführerin der Nahid, Banu Manizheh, und ihr wiederauferstandener Heeresführer Dara versuchen, ihr zerrüttetes Bündnis zu kitten und ein zerstrittenes, kriegerisches Volk zu einen. Doch der Blutzoll des Angriffs auf die Stadt und der Verlust seiner geliebten Nahri haben die schlimmsten Geister aus Daras dunkler Vergangenheit entfesselt. Um sie auszulöschen, muss er sich unangenehmen Wahrheiten stellen und sich der Gnade derer ausliefern, die er einst als Feinde betrachtete. Nahri und Ali, die nur knapp mit dem Leben davongekommen sind und nun im Reich der Menschen Unterschlupf gefunden haben, müssen ebenfalls schwierige Entscheidungen treffen. Während Nahri in ihrem geliebten Kairo versucht, Frieden zu finden, wird sie von dem Wissen verfolgt, dass ihre treuesten Freunde und das Volk, das sie als Retterin betrachtet hat, einem neuen Tyrannen ausgeliefert sind. Auch Ali muss sich im wahrsten Sinne des Wortes seinen inneren Dämonen stellen, denn seine Verbindung zu den Mariden geht tiefer als gedacht.

Meine Meinung:
Nach Daevabads Eroberung haben die Stadt und die Djinn ihre Magie verloren. Während Banu Manizheh und Dara versuchen, die zerrüttete Stadt zusammenzubringen und die letzten Widerstände auszulöschen, wachen Ali und Nahri in Kairo auf. Sie finden Unterschlupf bei den Menschen und müssen sich entscheiden, ob sie dort ein Leben in Ruhe und Frieden führen wollen, oder ob sie Daevabad vor den Invasoren retten wollen.
Was für ein Finale einer großartigen Buchreihe! Haben die ersten beiden Bände bereits mit Spannung, Intrigen und Verrat überzeugt, so schafft es dieser Teil noch einmal, alles zu überbieten. Dabei sind die beiden Storylines, die sich ergeben gleichermaßen interessant und spannend.
Während Manizheh und Dara in der Stadt verweilen haben sie es mit einer ausgedehnten Bürgerkriegssituation zu tun. Daras Charakterentwicklung hat mir hier sehr gut gefallen. Über die gesamte Trilogie musste er lernen, mit seiner Vergangenheit zu leben und seine Zukunft zu formen. Auch wenn es manchmal herzzerreißend war, war dies einer der besten Teile des gesamten Buches.

Nahri und Ali dagegen müssen eine weite Reise bestreiten, die sie an viele Orte der Djinn-Welt bringt. Mir hat hier das Worldbuilding gefallen und die Verbindung von Ali zu den Marid, welche bereits in vorherigen Bänden angedeutet wurde. Allerdings muss ich auch sagen, dass sich die Reise der beiden manchmal etwas unfokussiert anfühlte. Es gab hier mehrere Szenen, die eher wie Nebenquests wirkten und im Endeffekt keinen großen Nutzen für die gesamte Geschichte hatten.
Das Finale des Buches konnte mit einer ganzen Menge Spannung und Action punkten. Doch auch wenn es mir generell sehr gefallen hat, fielen mir hier doch einige Aspekte zu kurz aus. Ich hatte das Gefühl, wenn bei Alis und Nahris Reise ein wenig weggestrichen worden wäre, wäre mehr Raum für die große Konklusion gewesen.
Trotz dieser kleineren Probleme habe ich den letzten Band der Daevabad-Trilogie sehr geliebt und kann die Reihe als Ganzes nur wärmstens weiterempfehlen!

Fazit:
„Das Imperium aus Gold“ konnte mich erneut sehr begeistern und funktionierte sehr gut als Abschluss der Reihe. Von mir gibt es definitiv eine große Empfehlung!

