Zu sehen ist "Das Babel Projekt - Lifel1k3" mit einer Illustration zum Buch aus der Bücherbüchse
Dystopie Sci-Fi

Das Babel Projekt – Lifel1k3

Rezension zu „Das Babel Projekt – Lifel1k3“ von Jay Kristoff

Meine Bewertung:
2 Sterne von 5

Details:
Titel: Das Babel Projekt – Lifel1k3
Originaltitel: Lifel1k3
Reihe: Das Babel Projekt
Autor: Jay Kristoff
Übersetzung: Gerald Jung
Verlag: dtv
Seiten: 466
Kauflink: Amazon
Preis: 19,00 € (D) Hardcover; 14,99 € (D) E-Book

Klappentext:

Die 17-jährige Eve kann sich gerade so mit Roboterkämpfen über Wasser halten – bis sie vernichtend geschlagen wird und auch das letzte Geld verliert. Auf der Suche nach einem Ausweg findet sie Ezekiel, ein Lifelike-Androide, die wegen ihrer Ähnlichkeit zu Menschen und überlegenen Kampfkunst verboten sind. Unerklärlicherweise vertraut sie ihm, obwohl seine Behauptungen ihr gesamtes Leben infrage stellen. Eve bricht in die Wüste aus schwarzem Glas auf, um die Wahrheit über ihre Vergangenheit und sich selbst herauszufinden. Aber manche Geheimnisse sollten besser ungelüftet bleiben …

Klappentext "Das Babel Projekt - Lifel1k3"
Zitat:

„Denn auch wenn sich >>Mutation<< in alten Hollywood-Filmen irgendwie prickelnd angehört hatte, bekam niemand in Dregs irgendwelche Superkräfte oder ein Godzilla-Grinsen oder auch nur eine tolle Sonnenbräune. Man bekam einfach nur Krebs. Jede Menge Krebs.“

Meine Meinung:

Eve lebt in einer postapokalyptischen Welt, die von verschiedenen Megakonzernen beherrscht wird. Sie verdient ihr Geld mit Roboterkämpfen, verliert jedoch alles, als sie einen wichtigen Kampf verliert. Als sie dabei seltsame Kräfte zeigt und einen Lifelike-Androiden im Schrott findet, muss sie fliehen. In der Wüste aus schwarzem Glas hofft sie, die Wahrheit über ihre Vergangenheit herauszufinden.

Ich hätte dieses Buch so gern gemocht. Jay Kristoff gehört zu meinen Lieblingsautoren und ethische Fragen zur künstlichen Intelligenz finde ich sehr interessant, weshalb das Androiden-Thema vielversprechend war. Leider war ich am Ende eher enttäuscht. Dafür gab es nicht mal einen Hauptgrund, allerdings viele kleine Dinge, die zusammenkamen.

Zuerst einmal ist die Sprache extrem jugendlich. Es gibt viele erfundene Slang-Wörter, die wieder und wieder verwendet werden, bis sie irgendwann nur noch nervig sind. Dadurch fiel es mir oft genug schwer, das Buch ernst zu nehmen. Auch wenn die Sprache zum ersten Viertel des Buches passt und die Atmosphäre für die Dregs schafft, ist sie spätestens danach irgendwie fehl am Platz.

Man sieht eine Karte, welche auf den ersten Seiten des Buches abgedruckt ist. Hierauf ist die Gegend zu sehen, in welcher das Buch spielt.

In vielen Szenen habe ich mich an einen Anime erinnert gefühlt. Spezifisch die Kampfszenen waren hiervon betroffen. Viele Bewegungsabläufe waren klischeehafte Szenen, die wieder und wieder in Animes vorkommen. Leider war ich von der Übertragung ins Medium Buch einfach nicht überzeugt.

Die Geschichte war an sich interessant, aber meiner Meinung nach nicht ideal aufgebaut. Dies hat vor allem dem Grund, dass man etwa nach dem ersten Viertel einen Bruch hat, nachdem man die Protagonistin neu kennen lernen muss. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keinen richtigen Bezug zu Eve und als dann nach diesem Bruch bei ihr widerstreitende Gefühle zu ihrer Persönlichkeit aufkamen, war dies für mich einfach nicht nachvollziehbar. Hier wurde vom Autor viel gesagt aber kaum etwas gezeigt, wodurch ich keinen guten Einblick in Eves Innenleben bekommen konnte.

Das Tempo der Geschichte wurde an der Stelle ebenfalls unterbrochen und es fiel mir schwer, nach dieser Episode wieder ins Geschehen einzusteigen.

Die Antagonisten waren meiner Meinung nach leider wenig glaubhaft. Der Kopfgeldjäger erinnerte mich wieder an viele Klischees aus Animes und die Antagonisten, auf welche Eve zum Ende hin trifft, waren zu wenig ausgestaltet.

Bis auf einen einzigen konnte ich leider alle Plotttwists vorhersehen, was leider auch dazu führte, dass es für mich wenig Überraschendes gab. Das Ende des Buches war für mich leider absolut nicht glaubhaft. Auch wenn ich Eves Entwicklung in den letzten Kapiteln im Gegensatz zum Rest des Buches nachvollziehen konnte, war die Kulmination dessen am Ende nicht besonders gut ausgearbeitet.

Man sieht den farbigen Buchschnitt, welcher in der Bücherbüchse enthalten war.
Fazit:

Leider konnte mich „Das Babel Projekt – Lifel1k3“ nicht überzeugen. Es gab viele Kritikpunkte, die hier zusammenkamen und insgesamt dafür gesorgt haben, dass ich mit dem Buch nicht viel anfangen konnte. Ich denke dennoch, dass dieses Buch spezifisch für ein jüngeres Publikum ganz interessant sein könnte.

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1 Kommentar

  1. […] Hier geht es zu meiner Rezension. […]

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