Rezension zu „Cursebound“ von Saara El-Arifi
Dies ist der zweite Band einer Reihe. Meine Rezension enthält leichte Spoiler zum ersten Teil.
Hier geht es zu meiner Rezension zu „Faebound“ (Band 1).
Meine Bewertung:

Details:
Titel: Cursebound
Originaltitel: Cursebound
Reihe: Battle of the Drumfire; Band 2
Autorin: Saara El-Arifi
Übersetzung: Kerstin Fricke
Verlag: Atlantik
Seiten: 454
Kauflink: Amazon
Preis: 25,00 € (D) Gebunden; 19,99 € (D) E-Book
Klappentext:
Yeerans Weg führt sie aus dem Exil zurück zu ihrem Elfenvolk, wo sie auf Salawa trifft, das Oberhaupt und zugleich ihre ehemalige Geliebte. Ungläubig lauscht diese Yeerans Bericht über das Reich der Fae, begleitet sie aber schließlich nach Mosima. Doch kann Yeeran ihr trauen?
Lettle und Rayan befinden sich währenddessen bei den Fae, wo sie nur knapp einem Attentat entkommen und ihrerseits die Flucht ergreifen. Das Schicksal führt Lettle und Yeeran wieder zueinander. Gemeinsam schwören sie, den Fluch der Fae zu brechen, um diese vor dem Untergang zu bewahren. Die Schwestern müssen sich zwischen Liebe und Pflichterfüllung entscheiden, während der Krieg zwischen den Fae und den Elfen ihre Welt für immer mehr zu verschlingen droht.

Meine Meinung:
Nachdem Yeeran eine erschreckende Wahrheit erfahren hatte, ist sie auf dem Weg zurück zu den Elfen, um sie zu warnen. Doch Salawa, ihre frühere Geliebte und das Oberhaupt ihres Volkes der Elfen, lässt sie gefangen nehmen und zwingt sie, ihr den Weg zu den Fae zu zeigen.
Zeitgleich versuchen Lettle und Rayan, mehr über den Fluch herauszufinden, der die Fae gefangen hält, doch ein Attentat sorgt dafür, dass sie ihren Fokus verschieben müssen. Sie geraten auf die Spuren einer Rebellion und es könnte schon zu spät sein, um diese noch zu verhindern …
„Cursebound“ beginnt zunächst mit einer kreativen Nacherzählung von Band 1. Dies hat die Autorin bereits in ihrer anderen Trilogie gemacht und ich bin immer sehr dankbar dafür. Egal ob ich mich bei einem Buch noch an viel oder wenig erinnern kann – so eine kleine Auffrischung hilft einfach immer!
Die Geschichte begann dann auch direkt dort, wo Band 1 endete und es ging direkt spannend los. Während Yeeran versuchte, die Elfen zu erreichen und dort nicht ganz das vorfand, was sie erwartet hatte, musste sich Lettle direkt gegen Attentate behaupten. Ich war von Anfang an interessiert an der Geschichte und fand auch insbesondere den neuen Charakter spannend, auch wenn ich hier recht früh schon sehen konnte, was es mit diesem auf sich haben würde.

Was ich hier gut fand, war, dass sich die Handlung weniger auf die romantischen Beziehungen zwischen den Charakteren fokussierte als Band 1. Für sich genommen hätte ich dieses Buch etwa auch nicht als Romantasy charakterisiert. In „Faebound“ hatte ich oft das Gefühl, es ginge nur um die Beziehungen. Da diese sich aber alle einfach plötzlich entwickelten, war dies nicht besonders spannend zu lesen. In „Cursebound“ gab es zwar auch romantische Szenen und neue Beziehungen (die sich ebenfalls sehr plötzlich entwickeln) – der Fokus lag jedoch nicht dort.
Gestört hat mich allerdings, dass die Story oft vorhersehbar war und zu großen Teilen darauf basierte, dass die Charaktere nicht ordentlich miteinander kommunizierten. Vieles war mir beim Lesen sofort klar, die Charaktere brauchten aber oft noch mehrere Kapitel, um darauf zu kommen. Auch die große Auflösung am Ende, zu den Attentaten und der brauenden Rebellion, fühlten sich für mich an den Haaren herbeigezogen an. Ich denke gerade, was die Politik der Welt anging, hätte die Autorin nochmal stark überarbeiten müssen, denn manches wirkte hier völlig unglaubwürdig.
Insgesamt war dies trotz Kritik ein Buch, das ich gerne gelesen habe und an dem ich doch viel Spaß hatte. Insbesondere die lebendig wirkende Welt mit faszinierenden Kreaturen wie den Obeah hat mich einfach begeistert. Ich freue mich daher auch bereits auf den dritten Band!

Fazit:
„Cursebound“ ist ein gelungener Nachfolger zu „Faebound“ und konnte mich wirklich gut unterhalten. Insbesondere die Welt hat mich begeistert. Leider waren viele Twists sehr offensichtlich und andere wirkten dagegen komplett unglaubwürdig, was insbesondere an einer schlecht durchdachten politischen und gesellschaftlichen Struktur lag.

